
Frth im Aufstiegsrausch: Die lange als „unaufsteigbar“ geltenden SpVgg Greuther Frth hat den Sprung in die Bundesliga geschafft. Dynamo Dresden bereitet durch einen Sieg ber Fortuna Dsseldorf den Weg fr die Frther.
Der Jubel bei Trainer Mike Bskens, den Spielern, Verantwortlichen und Fans kennt jetzt keine Grenzen. „Nie mehr 2. Liga“, skandierten die feiernden Anhnger bis weit in die Nacht. Der Zweitliga-Spitzenreiter ist nach dem 2:1-Sieg von Dynamo Dresden am Montagabend gegen Fortuna Dsseldorf an den letzten drei Spieltagen nicht mehr von einem der beiden Aufstiegspltze zu verdrngen.
„Die Jungs sollen es krachen lassen und den Moment einfach nur genieen“, bermittelte Bskens seinen Spielern aus Dresden, wo der Vater des Erfolges die Dsseldorfer Niederlage live im Stadion miterlebt hatte. „Fr den Verein und fr die Stadt ist der Aufstieg sensationell“, kommentierte der 44-Jhrige, fr den die Bundesliga als ehemaliger Profi und Interimstrainer des FC Schalke 04 kein sportliches Neuland sein wird.
Frther Spieler werden zu Dynamo-Fans
Die Frther Spieler, die im VIP-Raum des eigenen Stadions als Dynamo-Fans mitgefiebert und die Dresdner Tore lautstark bejubelt hatten, starteten nach dem Schlusspfiff eine spontane Aufstiegsparty und machten die Nacht wie angekndigt zum Tag. „Danke an Dresden. Wir sind berglcklich. Jetzt haben wir es endlich geschafft. Wir haben eine sensationelle Saison gespielt“, sagte Kapitn Thomas Kleine.
Tabellenfhrer Frth (67 Punkte/69:23 Tore) geht mit einem praktisch uneinholbaren Vorsprung von neun Punkten und 31 Toren auf den Tabellendritten SC Paderborn (58/50:35) in den Liga-Endspurt. Die Dsseldorfer knnen Frth bei zehn Punkten Rckstand nicht mehr einholen. „Ein Traum ist wahr geworden. Wir sind absolut stolz, dass wir es geschafft haben“, kommentierte Frths Manager Rachid Azzouzi, der nun die Mannschaft fr die erste Liga verstrken muss.
„Fr die Stadt Frth ist der Aufstieg die Erfllung eines Jahrhunderttraums“, sagte Oberbrgermeister Thomas Jung. Ein Aufstiegsfest vor dem Rathaus ist fr den 29. April geplant.
Neuling muss sich wohl auf Abstiegskampf einstellen
Trainer Bskens und Kapitn Kleine verhehlten im Moment des Triumphes auch nicht ihre „riesige Genugtuung“ darber, dass das Gerede von den „unaufsteigbaren Frthern“ nun ein Ende gefunden habe. „Ich konnte es nicht mehr hren, dieser ewige Pessimismus“, gestand Bskens. Siebenmal waren die Frther seit 2001 in der 2. Liga Fnfter geworden. In der vergangenen Saison verpassten sie als Vierter den Sprung nach oben. „Es hie, wir wollen nicht aufsteigen, wir knnen nicht aufsteigen. Das ist jetzt vorbei“, kommentierte Kleine.
In der Bundesliga wird sich der Neuling wohl auf Abstiegskampf einstellen mssen. Groe Spiele gegen den FC Bayern, Borussia Dortmund und besonders im Derby gegen den Nachbarn 1. FC Nrnberg stehen dann fr das Team um Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah auf dem Programm. Dass die Franken gegen Erstligisten mehr als nur mithalten knnen, bewiesen sie in dieser Saison im DFB-Pokal: Nach 1:0-Siegen gegen Nrnberg und 1899 Hoffenheim schieden sie erst im Halbfinale nach einer unglcklichen 0:1-Niederlage nach Verlngerung gegen den deutschen Meister Borussia Dortmund aus dem Wettbewerb aus.
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„Nie mehr 2. Liga“ – „Unaufsteigbar“-Tour von Greuther Fürth beendet
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