Monthly Archives: June 2012

Triumph für Cancellara bei Prolog der Tour de France – Panne kostet Tony Martin gelbes Trikot

Riesenpech für Tony Martin: Ein Platten hat den Zeitfahr-Weltmeister die Chance auf das erste Gelbe Trikot bei der Tour de France gekostet. Olympiasieger Fabian Cancellara nutzte diese Gelegenheit zum Sieg.

Ausgerechnet beim 6,4 Kilometer langen Prolog der Tour de France hatte

Tony Martin

am Samstag in Lüttich einen Platten. Dem in Cottbus geborenen Zeitfahr-Weltmeister blieb nach dem technischen Malheur nichts anderes übrig, als sein Rad zu wechseln. Kurz zuvor hatte er nur eine Sekunde Rückstand auf

Olympiasieger Fabian Cancellara

, der den Prolog der Tour de France schließlich für sich entschied und damit Titelfavorit Bradley Wiggins um sieben Sekunden auf den zweiten Platz verwies. Tony Martin, der für das Team Omega Pharma-Quick Step bei der Tour de France antritt, konnte nach der Panne nicht mehr in die Entscheidung um den Tagessieg eingreifen und fuhr als 45. über die Ziellinie. Bester Deutscher wurde Tour-Neuling Patrick Gretsch, der mit zwölf Sekunden Rückstand auf einen starken siebten Rang fuhr.

„Ich bin sehr enttäuscht“, meinte Martin. Auch Martins Sportlicher Leiter Brian Holm machte keinen Hehl aus seinen Gefühlen: „Was für ein unglaubliches Pech“. Martin jedoch war regelrecht am Boden zerstört: „Ich habe so lange auf diese Gelegenheit gewartet. Jetzt ist der Traum von Gelb vorbei.“ Schon seit Monaten gab er den Prolog, die beiden folgenden langen Zeitfahren und Olympia in London als seine Ziele für 2012 aus. Vor dem Start war Martin noch optimistisch gewesen und hatte verkündet: „Das ist ein guter Kurs mit langen Geraden.“ Die Aussicht auf den Sieg und zugleich das Gelbe Leibchen sei eine „doppelte Motivation“.

Tour de France: Erste Etappe führt von Lüttich nach Seraing

Für Gretsch, Marcel Kittel und Dominik Nerz war die kleine Runde in der belgischen Industriestadt auch ohne vorderen Platz ein Erfolg – alle drei gaben ihr Tour-Debüt. Als „kurz und schmerzhaft“ bezeichnete Kittel seinen ersten Auftritt mit einem Schmunzeln. „Die Nervosität ist schon sehr groß“, räumte der Sprintspezialist ein. Zehntausende Zuschauer seien eine Extra-Motivation gewesen. „Bei dieser Kulisse tritt man automatisch fünf Watt mehr“, sagte Kittel.

Die erste Etappe der Tour de France führt an diesem Sonntag von Lüttich nach Seraing und zwingt die Favoriten gleich zu Beginn zu erhöhter Aufmerksamkeit. Auf der kurzen, aber steilen Schlussrampe kann man sofort wertvolle Sekunden verlieren. Die Sprinter werden nach 198 Kilometer wohl nicht in den Kampf um den Tagessieg eingreifen können.

See original article: 

Triumph für Cancellara bei Prolog der Tour de France – Panne kostet Tony Martin gelbes Trikot

Extremistischer Inhalt – Ministerium lässt Salafisten-Webseiten löschen

Das Bundesinnenministerium hat in den vergangenen Tagen zwei islamistische Webseiten aus dem Netz genommen. Die Plattformen repräsentierten die im Juni verbotenen salafistischen Gruppen. Doch die Löschung war schwieriger, als gedacht.

Im Zuge des

Verbots der radikalen Salafisten-Gruppe „Millatu Ibrahim“ vom 14. Juni

, seien auch die zur Gruppe gehörenden Webseiten „millatu-ibrahim.com“ und „salafimedia.de“ gelöscht worden. Das berichtete die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf einen Sprecher des Innenministeriums.

Die Internetseiten galten als Plattformen für Dschihad-Propaganda. Dort wurden Video- und Audiodateien salafistischer Prediger, sowie Dokumente mit extremistischem Inhalt zum Download angeboten. Ein Artikel auf „salafimedia.de“ hieß beispielsweise „Geselle dich zu den Erben des Paradieses“, eine Predigt trägt den Titel „Der Glaube fordert Opfer“.

Löschung gestaltete sich schwierig

Am 14. Juni hatte es nach einem Beschluss des Bundesinnenministeriums bundesweit Razzien gegen die verbotene Gruppierung „Millatu Ibrahim“ und die Gruppen „Die Wahre Religion“ und „DawaFFM“ gegeben. Dabei wurden die Wohnungen von Anhängern der Gruppen durchsucht, eine Moscheegemeinde in Solingen geschlossen sowie Computer, Festplatten und Dokumente beschlagnahmt.

Die Sperrung der zu „Millatu Ibrahim“ gehörenden Webseiten hat nach Informationen der „Welt am Sonntag“ einige Zeit beansprucht, da die Provider der Internetseiten kontaktiert und zur Löschung aufgefordert werden mussten. Dies erweist sich mitunter schwierig, sagte ein Ermittler gegenüber „Welt am Sonntag“, da die islamistischen Webseiten häufig vom Ausland aus betrieben werden.

Visit link: 

Extremistischer Inhalt – Ministerium lässt Salafisten-Webseiten löschen

Neuer CDU-Chef in Nordrhein-Westfalen – CDU-Zählweise beschert Laschet Traumergebnis

Ein glanzvoller Neustart sieht anders aus: Die Wahl von Armin Laschet zum neuen Chef der NRW-CDU im Krefelder „Königspalast“ fiel ernüchternd aus. Mit 80,3 Prozent wurde er zwar zum neuen Chef gewählt – doch das Ergebnis wirkt geschönt.

Die Satzung der nordrhein-westfälischen CDU sieht bei Abstimmungen eine Zählweise vor, die nicht bei allen Parteien üblich ist. „Stimmenthaltungen zählen nicht als abgegebene Stimmen“, heißt es in Paragraf 35 des Regelwerks. Diese Klausel bescherte

Armin Laschet

bei seiner Wahl zum neuen Vorsitzenden ein Ergebnis von 80,3 Prozent. Wer die 21 Enthaltungen auf dem Parteitag in Krefeld am Samstag mit einrechnete, kam dagegen nur auf 77,6 Prozent. Als Beschönigung des eher schwachen Rückhalts wollte der neue Parteichef die Zählweise der CDU aber nicht verstanden wissen.

„Ich habe mir das Verfahren nicht erdacht, und es ist schon immer so gewesen“, sagte Laschet. „Ich philosophiere nicht über eine Methodik, die in jeder Partei üblich ist.“ Sprecher von SPD und Grünen erklärten dagegen am Samstag, dass Enthaltungen auf ihren NRW-Landesparteitagen mitgezählt würden, um Endergebnisse nicht zu verfälschen. Laschet erklärte, er wolle nicht hinterfragen, was in seiner Partei seit langem Usus sei. „Ich diskutiere nicht über Verfahren, die seit 1946 angewendet werden.“

Laschet: „Der Gegner liegt nicht im eigenen Bett“

Armin Laschet hatte keine „Krönungsmesse“ erwartet. „Mir war klar, es stehen hier nicht alle Leute auf dem Tisch und jubeln einer Messiasfigur zu“, sagt der 51-jährige Aachener, der die Partei in einer ernsten Krise von

Wahlverlierer Nobert Röttgen

übernimmt. Das Votum sei aber in Ordnung für ihn, meint Laschet, der kurz vor Parteitagsbeginn auch noch einen Autounfall verschmerzen musste.

In seiner Rede will der frühere NRW-Integrationsminister motivieren, aufrütteln. Die NRW-CDU müsse wieder erste Adresse für den Mittelstand werden, mehr Gewicht in der Bundespartei haben. Laschet attackiert Rot-Grün, die „alte Abgehobenheit“ von SPD-Regierungschefin Hannelore Kraft (SPD) und ihrer Grünen-Stellvertreterin Sylvia Löhrmann. „Der Gegner liegt nicht im eigenen Bett. Der Gegner ist Frau Löhrmann und Frau Kraft“, gibt er sich angriffslustig.

Drei L´s sollen CDU aus der Krise führen

Laschets Vision: die CDU als „Lebensader mit geistigem Kompass und Kompetenz“. Seine Partei soll „Herz, Seele und Hirn“ haben, ruft der frühere Bundestags- und Europa-Abgeordnete den Delegierten zu. Der Applaus ist ordentlich, aber kein frenetischer Jubel.

Der frühere NRW-CDU-Generalsekretär Herbert Reul betont, die CDU stehe vor einem „Aufbau-und Reparaturprojekt“. Da seien keine 100-Prozent-Ergebnisse zu erwarten. Die drei „L“ könnten es packen: Laschet, Fraktionschef Karl-Josef Laumann und der mit großer Mehrheit (92,0 Prozent) zum Generalsekretär gewählte Bodo Löttgen seien „keine Glänzer, sondern solide, gründliche Arbeiter“, sagt der Europa-Abgeordnete. Auch der Kölner Ex-Oberbürgermeister Fritz Schramma ist überzeugt: „Nach der herben Niederlage schaffen wir einen wirklichen Neuanfang und werden schnell wieder bessere Zahlen haben.“

Röttgen hatte gute Laune

Schlechter als

bei der Landtagswahl am 13. Mai

sah es noch nie für die CDU in NRW aus: nur 26,3 Prozent. So mancher wundert sich daher über das Ausbleiben hitziger Debatten. Allein Uwe Kombrink aus Coesfeld wagt den kritischen Unterton: Es genüge nicht, einfach den Hebel umzulegen, man müsse Ursachenforschung betreiben.

Überraschend gut gelaunt und selbstbewusst präsentiert sich Norbert Röttgen. Viele Delegierte hatten mit einem demütigen Wahlverlierer gerechnet. Der 46-Jährige spricht aber lange über Erfolge. Etwa: „Schulpolitisch haben wir unser Land nach vorne gebracht.“ Irgendwie haben nach Röttgens Darstellung fast alle fast alles richtig gemacht, er dankt seinen Mitstreitern – auch für den „freundschaftlichen und offenen Geist“. Es sei „insgesamt eine gute Arbeit“ geleistet worden. Wahldesaster? „Ich habe gekämpft mit vollem Einsatz.“ Seine Themen seien richtig gewesen, aber nicht richtig angekommen, meint der entlassene Bundesumweltminister unbeirrt.

Spagat zwischen Konservativen und Modernisierern

Laschet trägt nun eine schwere Bürde, steht unter Zeitdruck. Er muss den Spagat schaffen zwischen Konservativen und Modernisierern. Er muss die hoch verschuldete Partei thematisch breiter aufstellen und die Basis stärker miteinbeziehen. Es muss schnell gehen, die Bundestagswahl 2013 steht vor der Tür. Laschet will sich nur ganz kurz Ruhe gönnen. „Dann geht´s gleich los mit der neuen Mannschaft.“

Jump to original:  

Neuer CDU-Chef in Nordrhein-Westfalen – CDU-Zählweise beschert Laschet Traumergebnis

Tennis: Serena survives Zheng scare


Serena survives scare to earn clash with record breaking Shvedova

June 30, 2012 — Updated 1653 GMT (0053 HKT)

Serena Williams shakes hands with Zheng Jie of China after her three set victory at Wimbledon.

Serena Williams shakes hands with Zheng Jie of China after her three set victory at Wimbledon.

(CNN) — Four-time Wimbledon champion Serena Williams was taken to the brink by China’s Zheng Jie before earning a place in the last 16 Saturday.

Williams needed two and a half hours on Centre Court to subdue her 25th seeded opponent, who had reached the semifinals at the All England Club four years ago as a wild card.

On the way she had beaten the American superstar and came close to pulling off another upset after taking the first set tiebreak.

But back came Williams to level before a grueling final set in which Zheng showed her typical determination.

Serving second, she continued to hold until the 15th game when her sixth seeded opponent broke through.

We always have unbelievable matches
1000
together and I knew it was going to be tough
Serena Williams

Zheng saved two match points before Williams sealed a clash against Yaroslava Shvedova for a place in the last eight.

“We always have unbelievable matches together and I knew it was going to be tough,” Williams told BBC Sport after her win.

Earlier Shvedova had created Wimbledon and WTA history in a remarkable first set against French Open runner up Sara Errani of Italy.

Shvedova took every point, 24 without reply, to break her own record of 23 set in Memphis in 2006.

It was the first time a so-called Golden Set had been achieved in Grand Slam history.

Errani restored some pride in the second set but still slipped to a 6-0 6-4 defeat.

Defending champion Petra Kvitova continued her serene progress into the second week with a 6-1 6-0 romp against Varvara Lepchenko of the United States.

Second seed Victoria Azarenka of the Belarus also had an easy passage, beating Jana Cepelova of Slovakia 6-2 6-3.

And former World No.1 Ana Ivanovic of Serbia showed her improved form as she beat Julia Goerges of Germany 3-6 6-3 6-4.

24f

214

27f

247

ADVERTISEMENT


Part of complete coverage on

Wimbledon started in London on June 25 and runs through July 8. See the action as it unfolds here.

June 29, 2012 — Updated 1727 GMT (0127 HKT)

Rafael Nadal’s conqueror Lukas Rosol is not the first sporting unknown to have triumphed against seemingly impossible odds.

June 26, 2012 — Updated 1737 GMT (0137 HKT)

Top seed Maria Sharapova powered past Anastasia Rodionova in the first round of Wimbledon on Monday.

It’s something the world’s two leading female tennis players have in common, and it’s not grand slam titles.

June 26, 2012 — Updated 1403 GMT (2203 HKT)

It used to be one of the great sights in tennis — the likes of Boris Becker and John McEnroe flying around the net, executing flawless volleys to follow up precision serves.

June 26, 2012 — Updated 0825 GMT (1625 HKT)

Britain hosts a sporting event which combines every stereotype associated with the nation — rain, royalty and heroic British failure.

1001

June 22, 2012 — Updated 1934 GMT (0334 HKT)

Champions Martina Navratilova and Petra Kvitova take CNN for an exclusive tour of the Wimbledon courts.

CNN’s Paul Gittings says the odds are stacked against Novak Djokovic and Petra Kvitova both defending their Wimbledon titles.

June 19, 2012 — Updated 1033 GMT (1833 HKT)

David Nalbandian prompted a police investigation with his act of frustration at Queen’s Club, continuing a long line of tennis stars who lose it on court.

June 8, 2012 — Updated 1951 GMT (0351 HKT)

 American tennis player Michael Chang at the French Open in Paris, 1989. He won the tournament, becoming the youngest male winner of a Grand Slam singles event at the age of 17.

Michael Chang is the youngest winner of a grand slam, but his French Open triumph in 1989 is largely remembered for one extraordinary moment.

June 9, 2012 — Updated 1943 GMT (0343 HKT)

Russia's Maria Sharapova hits a return to Italy's Sara Errani du<br />
1000<br />
ring their Women's Singles final tennis match of the French Open tennis tournament at the Roland Garros stadium, on June 9, 2012 in Paris.

Maria Sharapova overpowers Sara Errani to win the French Open at Roland Garros for the first time and complete a career grand slam.

May 29, 2012 — Updated 1341 GMT (2141 HKT)

In 2005, Brian Baker was one of the rising stars of American tennis. Seven years later he is resurrecting his career after an injury nightmare.

May 25, 2012 — Updated 1546 GMT (2346 HKT)

Li Na

You don’t get any prizes for guessing that Maria Sharapova is the world’s highest-earning female athlete. But second place is more of a surprise.

May 24, 2012 — Updated 1743 GMT (0143 HKT)

Maria Sharapova turned professional on her 19th birthday in April 2001, having played the game since she was four years old. She is now one of the highest earning stars in the sporting world.

Maria Sharapova is focused on completing a coveted career grand slam of titles, but she already has plans for her next off-court project.

February 14, 2012 — Updated 1226 GMT (2026 HKT)

Hewitt Clijsters

The life of a tennis professional is tough, but the rewards are plentiful — and not just in a financial sense.

May 11, 2012 — Updated 2124 GMT (0524 HKT)

It’s been called “something Smurfs would play on” and labeled a danger to players. Why are tennis stars so upset with Madrid’s blue clay?

April 27, 2012 — Updated 0917 GMT (1717 HKT)

Victoria Azarenka

She lives in Monaco, and she honed her skills in Marbella and Arizona — but world No. 1 Victoria Azarenka was most definitely made in Minsk.

17f

52

27f

b4

ADVERTISEMENT

6f

154

661

Link - 

Tennis: Serena survives Zheng scare

Annan kann Friedensplan bei Syrien-Konferenz nicht durchsetzen – Weltmächte einigen sich auf Übergangsregierung

Der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan hat die fünf Vetomächte bei einem Treffen in Genf mit ungewöhnlich harschen Worten ermahnt. Seine Anschprache zeigte Wirkung: Die UN-Mächte verständigten sich auf Grundzüge für eine syrische Übergangsregierung.

Die Syrien-Konferenz der fünf UN-Vetomächte und mehrerer Nahost-Staaten in Genf hat sich darauf verständigt, eine Übergangsregierung in Damaskus zu befürworten. Das sagte der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan am Samstag in Genf.

Auf Verlangen Russlands soll jedoch der syrische Machthaber Baschar el-Assad nicht ausgeschlossen werden

. Damit konnte der Westen das aus seiner Sicht wichtigste Element des neuen Friedensplans Annans nicht durchsetzen.

Trotzdem verteidigte US-Außenministerin Hillary Clinton die Zugeständnisse an Russland und China. In der Abschlusserklärung des Treffens werde der syrische Machthaber Baschar el-Assad zwar nicht ausdrücklich von einer Übergangsregierung ausgeschlossen, es sei aber völlig klar, dass er „trotzdem verschwinden muss“, sagte Clinton am Samstagabend nach Abschluss der Genfer Syrien-Konferenz. Der Annan-Friedensplan sei in wichtigen Punkten von allen Teilnehmern der Konferenz akzeptiert worden. Bedeutend sei dabei die Aufforderung an Damaskus, die Bildung einer Übergangsregierung zuzulassen. Auf dieser Grundlage werde nun Kurs auf eine neue Syrien-Resolution des UN-Sicherheitsrates genommen.

„Regierung im gegenseitigen Einvernehmen“

Die Außenminister der fünf UN-Vetomächte und arabischer Staaten einigten sich Annan zufolge nach stundenlangen Verhandlungen unter anderem darauf, dass neben Oppositionsvertretern und Vertretern anderer Gruppen auch Mitglieder der aktuellen syrischen Führung an einer Übergangsregierung beteiligt sein könnten. Die Regierung müsse „im gegenseitigen Einvernehmen gebildet werden“, hieß es in der von Annan verlesenen Abschlusserklärung. Auf die Frage, ob es richtig sei, „

Personen mit Blut an den Händen

„ wie Assad an der geplanten Übergangsregierung zu beteiligen, sagte Annan vor der Presse in Genf: „Ich hoffe, Leute mit Blut an den Händen, sind nicht die einzigen Leute in Syrien.“ Er bezweifle, dass die Syrer solche Personen mit beteiligen möchten.

Auf Einladung Annans waren die Außenminister der fünf UN-Vetomächte sowie Vertreter arabischer Staaten in Genf zusammengekommen, um über Möglichkeiten zur Rettung von Annans Friedensplan für Syrien zu beraten. Der Sechs-Punkte-Plan, der eine Waffenruhe und einen Dialog zwischen der Regierung und der Opposition vorsieht, hat sich bisher als weitgehend wirkungslos erwiesen. Zu Beginn der Konferenz am Samstagmorgen hatte Annan die Teilnehmer eindringlich vor einem Scheitern gewarnt.

Russland wollte neue Konferenz in Moskau

Zuvor hatten sich die Außenminister Russlands und Chinas „eisern geweigert“, der vom internationalen Vermittler Kofi Annan vorgeschlagenen Forderung nach einer Übergangsregierung der nationalen Einheit für Syrien zuzustimmen.

Moskau werde keinerlei von außen aufgezwungene Lösung des Syrien-Konflikts zulassen, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow nach Angaben aus Teilnehmerkreisen. Insbesondere habe Lawrow alle Formulierungen zurückgewiesen, die darauf hinauslaufen könnten, den syrischen Präsidenten Baschar el-Assad von einer möglichen Übergangsregierung auszuschließen.

Im Gegenzug machte die russische Seite den Vorschlag, auf einer weiteren Konferenz in Moskau eine Lösung zu suchen. In Moskau sollten dann auch alle syrischen Konfliktparteien sowie der Iran als engster Verbündeter der Regierung in Damaskus teilnehmen. Westliche UN-Diplomaten sagten, der Vorschlag sei für die USA so gut wie unannehmbar.

Excerpt from: 

Annan kann Friedensplan bei Syrien-Konferenz nicht durchsetzen – Weltmächte einigen sich auf Übergangsregierung

Nach Frankreichs EM-Aus – "Le Président“ Laurent Blanc räumt das Feld

Laurent Blanc hört als Trainer von Frankreichs Fußball-Nationalteam auf. Ein Kandidat für seine Nachfolge ist ein anderer Welt- und Europameister. Unterdessen nimmt UEFA-Chef Platini EM-Rüpel Nasri ein wenig in Schutz.

Nur zwei Jahre nach dem

WM-Chaos in Südafrika

steht Frankreichs Fußball-Nationalteam schon wieder vor einem Neuanfang.

Laurent Blanc

wird seinen auslaufenden Vertrag als Trainer der Équipe Tricolore nicht verlängern. Das bestätigte der französische Fußballverband FFF am Samstag auf seiner Internetseite.

Wenig Worte zum Abschied

Der 46-Jährige hatte sich am Donnerstag nach dem Viertelfinal-Aus bei der EM gegen Spanien zu Verhandlungen mit Verbandspräsident Noël Le Graët getroffen und 48 Stunden Bedenkzeit erbeten. „In unseren Gesprächen ist es uns nicht gelungen, eine gemeinsame Basis für die Leitung des französischen Nationalteams zu finden“, schrieb Blanc in einem Statement. Unter diesen Bedingungen habe er sich entschieden, seinen Kontrakt nicht zu verlängern.

Le Graët forderte von ihm unter anderem eine Reduzierung des Betreuerstabs. Nach Blancs Absage dankte der Verbandschef dem Coach mit knappen Worten für die Arbeit in seiner zweijährigen Amtszeit.

Trainer von Olympique Marseille ist heißer Kandidat

„Das wäre wirklich schade“, hatte UEFA-Präsident Michel Platini schon am Samstagmittag zu ersten Spekulationen um einen Abtritt Blancs gesagt. „Die Mannschaft hat sich unter ihm weiterentwickelt.“ Die Entscheidung über einen Nachfolger läge nun beim Verbandsboss. Am Dienstag trifft sich die FFF-Exekutive zu Beratungen. Vor der Sitzung werde es keine weiteren Auskünfte über Personalien geben, betonte Le Graët.

„Wenn Blanc geht, wäre Deschamps sicher ein guter Kandidat, wie andere auch. Er kennt den Laden ganz gut“, sagte die französische Fußball-Legende Platini. Zuletzt hatte es Medienberichte gegeben, dass der Verband bereits erste Kontakte zu Didier Deschamps, Trainer von Olympique Marseille, aufgenommen habe.

Respektable sportliche Bilanz

Deschamps hatte angesichts der Sparzwänge von Olympique Marseille und internen Streitigkeiten erklärt, dass er seinen bis 2014 laufenden Kontrakt nicht erfüllen wolle: „Es ist unmöglich, unter diesen Bedingungen zu arbeiten.“ An Blanc waren zuletzt Tottenham Hotspur und Inter Mailand interessiert.

Der Welt- und Europameister tritt mit einer respektablen sportlichen Bilanz ab. Im Anschluss an das ernüchternde Vorrunden-Aus bei der WM hatte er vor zwei Jahren das Amt von Raymond Domenech übernommen. Nach einem holprigen Start in die EM-Qualifikation blieb sein Team in 23 Spielen nacheinander ungeschlagen und stellte so die zweitlängste Serie an Partien ohne Niederlage der französischen Länderspielgeschichte auf. Durch die erfolgreiche Qualifikation und den Viertelfinaleinzug wurden zudem die EM-Ziele des Verbands erfüllt.

Platini nimmt Samir Nasri in Schutz

Beim Turnier in Polen und der Ukraine sorgten seine Spieler allerdings mit Eskapaden abseits des Platzes wie der Journalisten-Beleidigung von Samir Nasri für negative Schlagzeilen und beschädigten das gerade erst aufgebaute positive Image bei den Fans. Er wolle seinen Spielern für ihr Engagement danken, schrieb Blanc, „auch wenn nicht immer alles perfekt war“.

Die Aufräumarbeiten stehen vor dem ersten Testspiel gegen Uruguay am 15. August und der anschließenden WM-Qualifikation erst noch bevor. Das Exekutivkomitee des Verbands könnte bei einem Treffen am Dienstag ein Verfahren gegen Nasri und drei weitere Profi einleiten.

Dem Mittelfeldspieler von Manchester City, der seine wüste Beschimpfung eines Reporters inzwischen öffentlich bereut hat, droht nach Medienberichten eine Verbannung von bis zu zwei Jahren. „Wenn ich jedes Mal gesperrt worden wäre, wenn ich einen Journalisten beleidigt habe, hätte ich nicht viele Länderspiele gemacht“, meinte Platini mit einem Augenzwinkern, „er muss bestraft werden, aber eine Sperre von zwei Jahren ist lächerlich.“

Original article:

Nach Frankreichs EM-Aus – "Le Président“ Laurent Blanc räumt das Feld