
15 Millionen Dollar sollte Citigroup-Chef Vikram Pandit fr seine Arbeit in 2011 erhalten – obwohl der Aktienkurs 44 Prozent verlor. Fr die Aktionre war das zu viel. Sie lehnten das Vergtungspaket ab. Doch das letzte Wort haben andere.
Von einem „Meilenstein“ und einer „historischen Entscheidung“ sprachen Analysten und Beobachter hinterher: Auf der Jahreshauptversammlung der
lehnten am Dienstag 55 Prozent der Aktionre den Vergtungplan fr Topmanager ab.
Besonders die Bezahlung von Citigroup-Chef Vikram Pandit strte die Aktionre. Er sollte insgesamt 15 Millionen Dollar erhalten. Davon entfielen 1,7 Millionen Dollar aufs Grundgehalt. 5,3 Millionen machte der Barbonus aus. Dazu kam noch ein verzgerter Bonus im Wert von 40 Millionen Dollar, der ab 2015 ausbezahlt werden sollte. „Die Chefs verdienen ein gutes Gehalt“, sagte ein Vermgenverwalter, der gegen den Plan gestimmt hatte. „Aber es gibt einen Unterschied zwischen einem guten und einem obszn hohen Gehalt.“ Sauer stie den Aktionren vor allem auf, dass Pandit sein Millionengehalt erhielt, obwohl der Aktienkurs im vergangenen Jahr um fast die Hlfte gefallen war.
Gehaltssprung von einem auf 15 Millionen Dollar
Die Bank hatte die Bezahlung unter anderem damit gerechtfertigt, dass der Gewinn im vergangenen Jahr um vier Prozent auf 11,1 Milliarden Dollar gewachsen war und die Bank die Staatshilfe zurckgezahlt hatte. Ein anderer Vermgensverwalter konnte daher die Proteste nicht verstehen: „Pandit hat einen exzellenten Job gemacht.“ Zudem lag das Gehalt von Pandit 2009 und 2010 nur bei einem Dollar. Daher sei das vorgesehene Paket „angemessen“ gewesen.
Die Aktionre blockierten auch die Bonuszahlung von 7,2 Millionen Dollar an Finanzvorstand John Gerspach und hnlich hohe Sonderleistungen fr weitere Top-Manager der Bank.
Theoretisch hat der Citi-Chef gute Chancen, trotzdem des Votums die 15 Millionen Dollar zu kriegen. Die Meinung der Aktionre ist nicht bindend. Aufsichtsratschef Richard Parsons kndigte allerdings eine berprfung der Bezahlung an.
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Aufstand bei der Citigroup – Aktionäre verweigern Topbankern Millionenbonus