
Ist das Schlimmste jetzt vorbei? Einem Medienbericht zufolge kommen die EU und der Internationale Whrungsfonds zu dem Schluss, dass die Griechen auch ohne weitere Hilfe aus dem Jammertal kommen. Doch die Sache hat wieder einmal einen groen Haken.
Laut einem EU-Papier ist Griechenland – mit den bisherigen Milliardenhilfen im Rcken – auf einem guten Weg, seine Krise zu berwinden. Das Land brauche nach berzeugung der EU-Kommission und des Internationalen Whrungsfonds (IWF)
ber die bereits geleisteten Hilfen
hinaus kein weiteres Milliardenprogramm, berichtet die „Sddeutsche Zeitung“ vom Mittwoch. Voraussetzung dafr sei aber, dass das Land die vereinbarten Reformen umsetze – und weitere Einschnitte akzeptiere. Das Blatt beruft sich auf ein Papier, das EU-Kommissionsprsident Jos Manuel Barroso an diesem Mittwoch in Brssel vorstellen will.
Athen soll Lhne weiter senken
Zwar geht die Kommission laut „SZ“ deutlicher als bislang auch auf
die sozialen Hrten ein, die die Griechen durch das Marathon-Sparprogramm bisher getroffen haben
: etwa die hohe Jugendarbeitslosigkeit oder rund 60 ;000 Firmenpleiten, die noch in diesem Jahr bevorstnden und 240 ;000 Arbeitspltze kosten wrden. Dennoch legt sie Athen nahe, auch im Privatsektor die Lhne weiter zu senken – um bis zu 15 Prozent. Zudem thematisieren die EU-Beamten auch die mangelnde Wettbewerbsfhigkeit der Griechen und kritisieren Korruption, extrem lange Gerichtsprozesse und eine berbordende Brokratie. Vor allem kleinere und mittlere Firmen leiden darunter und sollen deshalb knftig Untersttzung von der EU bekommen, unter anderem beim Zugang zu Krediten.
Speziell der Energiesektor, auf den die Regierung mit dem Sonnenenergie-Projekt Helios groe Hoffnungen setzt, bereitet der EU Kopfzerbrechen: Sie weist laut „SZ“ darauf hin, dass Griechenland ohne betrchtliche Investitionen in seine veralteten Stromnetze weder sich selbst besser versorgen, noch Solarstrom ins Ausland exportieren knnte.
380 Milliarden Euro Hilfe mssen genug sein
Die bisher geleistete Hilfe fr Griechenland beziffert die Kommission – Schuldenschnitt und andere internationale Mittel inklusive – mit 380 Milliarden Euro oder 33 ;600 Euro pro griechischem Einwohner. Das entspreche 177 Prozent des griechischen Bruttosozialprodukts. Zum Vergleich: Westeuropa habe nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem Marshallplan lediglich 2,1 Prozent des Sozialprodukts der Empfngerlnder an Untersttzung bekommen.
Original post:
Gutachten von EU und IWF lässt hoffen – Griechenland benötigt keine neuen Hilfsprogramme
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