Hohe Energiepreise – Gefühlte Inflation doppelt so hoch wie offizielle Teuerung

April 17, 2012
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Die Rekordpreise fr Benzin, Diesel und auch Lebensmittel haben Auswirkungen auf die deutschen Verbraucher. Die gefhlte Inflation liegt deutlich ber der offiziellen Teuerungsrate.

Die Waren fr den tglichen Bedarf werden in Deutschland immer kostspieliger. Nach Berechnungen von

UniCredit

ist die gefhlte Inflation bei den deutschen Verbrauchern deshalb fast doppelt so hoch wie die offizielle Teuerungsrate. Whrend die Grobank im Mrz einen Wert von 3,7 Prozent fr die gefhlte Inflation errechnet hat, lag der vom Statistischen Bundesamt ermittelte Anteil lediglich bei 2,1 Prozent. Auch im langjhrigen Vergleich ist das ein hoher Wert: In den vergangenen 15 Jahren lag die gefhlte Inflation im Schnitt bei 2,3 Prozent.

„Besonders die Rekordpreise fr Benzin und Diesel sowie steigende Kosten fr viele Lebensmittel sorgen dafr, dass die von den Verbrauchern wahrgenommene Inflation viel hher ist als die offizielle Teuerungsrate“, sagte der Deutschland-Chefvolkswirt von UniCredit, Andreas Rees, am Dienstag. „Vor allem die teuren Kraftstoffe drften dafr sorgen, dass der Abstand noch lngere Zeit gro bleibt.“ Das mache einen Teil der Kaufkraftgewinne zunichte, die durch steigende Beschftigung und sprbare Lohnzuwchse entstanden seien. „Die Verbraucher sind deshalb zurckhaltender und geben nicht so viel Geld aus, wie man angesichts der guten Rahmenbedingungen vermuten drften“, sagte Rees.

Preisanstieg bei Lebensmitteln „fllt strker auf“

Im Unterschied zum Statistikamt gewichten die UniCredit-konomen die untersuchten Waren nach ihrer Kaufhufigkeit. „Da Benzin und Nahrungsmittel wie frisches Obst und Gemse regelmig gekauft werden, fallen den Verbrauchern die Preiserhhungen hier besonders stark auf“, sagte Rees. „Umgekehrt fallen Preissenkungen fr dauerhafte Konsumgter wie Computer und Heimelektronik weniger auf, weil diese Waren viel seltener gekauft werden.“

Mehl kostete im Mrz beispielsweise 30 Prozent, Margarine 27 Prozent und Zucker 21 Prozent mehr als vor einem Jahr. Kopfsalat verteuerte sich sogar um 48 Prozent, Gurken um 31 Prozent. Computer verbilligten sich dagegen um 19 Prozent, Notebooks um 15 Prozent und Fernsehgerte um 13 Prozent.

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