Netbook-Kaufberatung – Mini-Notebooks für jedermann

April 9, 2012
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Kleine Notebooks mssen nicht teuer sein: Netbooks sind als gnstiges Zweitgert auf jeder Reise dabei. Was die Gerte knnen, wie sich die Modelle unterscheiden und wann sie besser als ein Tablet sind.

Die Geschichte des Netbooks ist durchaus typisch fr den Hype-Zyklus der Computerindustrie. Ende 2007 brachte der taiwanische Hersteller Asus seinen

EeePC

auf den Markt – und schuf damit eine vlig neue Kategorie kleiner und leichter Laptops, die sich jedermann leisten konnte. Wegen ihres hauptschlichen Zwecks, unterwegs via Internet Verbindung zu halten, bekamen die Notebook-Minis schnell die Kategoriebezeichnung „Netbook“ verpasst.

Jeder Hersteller brachte entsprechende Modelle auf den Markt. Bis der Tablet-Boom begann – der neue Hype, der die Netbooks abgelst hat. Das heit nicht, dass so ein Gert sinnlos geworden ist: In manchen Fllen ist ein Netbook die bessere Alternative zum Tablet.

Was Netbooks sind

Als Gemeinsamkeit gilt zum Ersten die Preisregion. Netbooks kosten meist zwischen 300 und etwas ber 400 Euro. Zum Zweiten sind die Netbook-Displays meist zehn Zoll gro und besitzen eine Auflsung von 1024 x 600 Pixeln – also deutlich weniger als bei einem Standard-Notebook und inzwischen auch weniger als beim Tablet. Deshalb bringen einige Hersteller hier schon schon hher aufgelste Displays auf den Markt. Und zum Dritten arbeiten die Gerte mit besonders stromsparenden Prozessoren – eindeutiger Marktfhrer ist hier

Intel

mit seinen Atom-Chips.

Was Netbooks knnen

Nach wie vor steht vor allem mobiles Arbeiten im Vordergrund. Netbooks dienen eher als Ergnzung denn als Ersatz eines Schreibtisch-PCs – wobei nicht jeder Anwender neben dem Netbook auch noch einen teureren Rechner braucht. Vor allem, wer einfach nur Texte und E-Mails schreiben und im Web surfen will, ist mit einem Netbook ausreichend bedient. Auch fr einfache Fotobearbeitung taugen die Gerte, und sie knnen Web-Videos abspielen.

DVD-Laufwerke sind nicht eingebaut, als portables Kino eignen sich Netbooks also nur mit Zusatz-Hardware. Inzwischen gibt es bereits Netbooks, die statt eines Einkern-Rechenchips einen Doppelkern-Prozessor besitzen. Der Leistungszuwachs ist sprbar, so kann man zum Beispiel nun auch High-Definition-Filme abspielen. Doch komplett neue Einsatzbereiche ergeben sich nicht.

Was Netbooks nicht knnen

Durch die besonders sparsamen Chips muss der Anwender Kompromisse eingehen. Fr alle rechenintensiven Aufgaben sind Netbooks ungeeignet, dazu zhlen vor allem aktuelle Computerspiele und Videoschnitt. Zwar haben die Rechenchips der Minis inzwischen deutlich zugelegt. Doch auch die Hardware-Anforderungen vieler aktueller Programme sind gestiegen. Tipp: Wer mit einem Netbook liebugelt, sollte nach lteren Programmversionen fahnden, die noch geringere Ansprche stellen.

Sie fallen meist auch als digitales Archiv aus, weil ihre Speicherkapazitt begrenzt ist. Auerdem strt bei manchen Aufgaben die beschrnkte Bildschirmgre oder -auflsung: Wer stets am Schreibtisch tippen muss, schliet besser einen externen Monitor an. Und dazu noch eine separate Tastatur, denn besonders viel Platz ist eben unter einem 10-Zoll-Display nicht.

Worin sich Netbooks unterscheiden

90 Prozent aller Netbooks kommen derzeit mit zehn Zoll Bilddiagonale. Aber es gibt Ausnahmen. Gerte mit nur neun oder gar elf bis zwlf Zoll, die entsprechend weniger oder mehr bersicht verschaffen. Arbeitsspeicher (ein Gigabyte) und Festplattengre (250 Gigabyte) sind von

Microsoft

normiert. Wenn das heute meistgenutzte

Windows 7 Starter Edition

vorinstalliert sein soll, mssen sich die Hersteller an diese Vorgaben halten. Sie versuchen dafr, zum Beispiel mit besonders groen Akkus zu punkten. Mit einem 6-Zellen-Akku und aktueller Chiptechnik sind heute acht bis zehn Stunden Laufzeit mglich. Einige Hersteller versprechen auch „Turbo-Netbooks“, etwa mit dem Ion-Chipsatz. Nach den bisherigen Erfahrungen weitet sich dadurch das Einsatzspektrum aber nicht aus.

Einen Blick wert sind auch die Schnittstellen: VGA (fr einen externen Monitor) und USB sind Standard, manchmal gibts auch die modernere HDMI-Schnittstelle. Achtung – wer anderswo am Beamer prsentieren muss, hat mit VGA grere Chancen, den richtigen Anschluss zu finden.

Recht verschieden ist auch, wie den Herstellern die Gewichtsreduktion gelingt. Ab etwa einem Kilo sind Netbooks zu haben – die leichteren Gerte besitzen allerdings oft auch die schwcheren Akkus. Hier muss der Anwender seine eigenen Prioritten anwenden.

Das gilt auch beim leidigen Thema Bildschirmverspiegelung: Zwar sehen glnzende Displays besser aus und zeigen bei Videos oder Spielen deutlichere Kontraste. Doch beim Arbeiten stren die unvermeidlichen Reflexionen. Und da Netbooks fr Spiele und Videos sowieso weniger geeignet sind, spricht einiges dagegen, ein Netbook mit Glare-Type-Display zu kaufen. Trotzdem werden weit mehr Gerte mit Spiegelschirm angeboten als ohne.

Lieber Netbook als Tablet?

Zwar sind

iPad

& Co. schick – es kann aber trotzdem sinnvoll sein, lieber ein Netbook zu kaufen. Das gilt vor allem fr Nutzer, die viel unterwegs arbeiten mssen. Die viel tippen oder auch mit Office-Anwendungen zu tun haben, die es fr Tablets so komplett noch gar nicht gibt. Netbooks sind zwar etwas schwerer als die meisten Tablets, doch es ist ja auch immer die Tastatur mit dabei, die Vieltipper unter den Pad-Kufern ja auch immer mit sich herumtragen mssen.

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