Neue Taxen in New York – Japan-Vans statt Straßenkreuzer

April 14, 2012
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Sie gehren zu New York wie die Freiheitsstatue und das Empire State Building: die klassischen „Cabs“. Doch nicht mehr lange: Nach und nach lsen japanische Vans die amerikanischen Straenkreuzer ab.

Was wre New York ohne seine groen gelben Taxen. Sie gehren zur Stadt wie die Freiheitsstatue oder das Empire State Building. Mehr als 13 000 der Wagen bevlkern die Straen der Metropole. Bis in die 1980er Jahre waren es zumeist die rundlichen Checker Cabs. Nach deren Produktionsstopp und der spteren Pleite der Herstellerfirma folgten langgestreckte Limousinen vom Schlage eines Chevrolet Caprice. Seit 2001 ist das meistgefahrene Modell der nicht minder kleine Ford Crown Victoria.

Doch die Zeit der spritdurstigen amerikanischen Straenkreuzer ist abgelaufen. Das New Yorker Taxi der Zukunft ist ein japanischer Van, der in einer mexikanischen Fabrik vom Band luft. „Es wird das sicherste und bequemste Taxi, das die Stadt jemals gesehen hat“, versprach Brgermeister Michael Bloomberg. Die New Yorker knnen ihr neues Taxi noch bis zum 16. April auf der rtlichen Auto Show in Augenschein nehmen. Es steht auf dem Stand von Nissan und hrt auf den wenig klangvollen Namen NV200.

Nissan-Taxi mit Panoramadach und USB-Anschluss

Die Grundversion des Vans gibt es auch in Deutschland zu kaufen. Als New Yorker Taxi wartet das Auto aber mit allerlei Besonderheiten auf. So gibt es ein riesiges Glasdach. „Damit knnen die Passagiere mehr der tollen Skyline genieen“, sagte Bloomberg, als er den Wagen im Vorfeld der Automesse zusammen mit Nissan-Chef Carlos Ghosn prsentierte. Der Brgermeister lobte auch die Schiebetren auf beiden Seiten, die groe Beinfreiheit und das standardmige Navigationssystem an Bord. „Damit sind die Zeiten vorbei, in denen der Taxifahrer konfus umherfhrt.“

Doch das Auto verfgt noch ber weitere Annehmlichkeiten, wie automatisch ausklappende Stufen als Einstiegshilfe, zwei USB-Anschlsse im Fond zum Aufladen des Smartphone-Akkus oder einer Klimaanlage, die die Passagiere nach eigenem Temperaturempfinden einstellen knnen. Vom Fahrer sind die Fahrgste wie gehabt durch eine dicke Plexiglasscheibe getrennt.

Neue Vans ab Oktober 2013 in New Yorks unterwegs

Die ersten Nissan-Vans zum Stckpreis von rund 29 700 Dollar oder umgerechnet 22 600 Euro gehen im Oktober 2013 in den Dienst. 2017 knnte eine Elektroversion folgen. Bis 2018 sollen sie dann alle anderen Taximodelle abgelst haben, die momentan noch auf New Yorks Straen fahren. Das sind neben dem wegen seiner Robustheit und seines Platzangebots geschtzten Straenkreuzers Ford Crown Victoria vor allem die kleinen Hybrid-Gelndewagen Ford Escape sowie die behindertengerechten Minivans Toyota Sienna. Insgesamt sind derzeit mehr als ein Dutzend Typen von der Taxikommission zugelassen.

Nissan hatte sich im Mai vergangenen Jahres bei einer Ausschreibung berraschend gegen den US-Konzern Ford und den trkischen Fahrzeugbauer Karsan durchgesetzt. Auch diese beiden waren mit Vans an den Start gegangen beim Rennen um das „Taxi of Tomorrow“. Ein japanischer Messegast zeigte sich mchtig stolz, dass eine Firma aus seinem Heimatland den Auftrag ergattern konnte. „Klasse Auto, oder? In Tokio sind die Taxen nicht so gerumig.“

Neue ra der stdtischen Fortbewegung

Fr Nissan ist es ein nicht zu unterschtzender Prestigeerfolg, dass sie das neue New Yorker Taxi liefern. Der japanische Hersteller will seinen derzeit rund 9-prozentigen Marktanteil auf dem wichtigen US-Automarkt ausbauen. Konzernchef Ghosn sieht mit dem neuen Taxi nichts weniger als „eine neue ra der stdtischen Fortbewegung“ anbrechen. Brgermeister Bloomberg wollte nicht ganz so weit gehen, immerhin zeigte er sich aber berzeugt, „dass dieses tolle Fahrzeug eine neue Ikone von New York City wird“.

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