Neues Hilfsgeld – IWF fordert 400 Milliarden gegen die Schuldenkrise

April 17, 2012
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Hoffnung fr die klammen Eurolnder: Der Internationale Whrungfonds rechnet damit, dass er zustzlich 400 Milliarden Euro bereitstellen kann. Japan hat seine Hilfe bereits zugesagt – andere Staaten zgern noch.

Im Kampf gegen die Schuldenkrise in Europa erwartet der Internationale Whrungsfonds (IWF) zustzliche Mittel von mehr als 400 Milliarden Dollar. IWF-Chefin Christine Lagarde uerte in der italienischen Finanzzeitung „Il Sole 24 Ore“ die Hoffnung, dass in dieser Woche eine entsprechende Aufstockung der Mittel des Fonds in die Wege geleitet werde. Von Donnerstag bis Sonntag finden die Frhjahrstagungen von IWF und Weltbank statt. Parallel dazu kommt es zum Treffen der Finanzminister der fhrenden 20 Industrie- und Schwellenlnder (G20). „Ich bin bereit, die Angelegenheit fr einige Wochen offenzulassen. Manche Lnder brauchen ein bisschen mehr Zeit fr die Zustimmung der Parlamente“, ergnzte Lagarde. Zu Spanien sagte sie, dort seien Fortschritte bei Reformen und der Haushaltskonsolidierung zu beobachten. Diese mssten aber fortgesetzt werden.

Japan hilft

Als erstes Land auerhalb Europas hat Japan einen konkreten Betrag zur Strkung des IWF im Kampf gegen die Schuldenkrise in Aussicht gestellt. Die Regierung in Tokio wolle dem Fonds mit Kreditlinien in Hhe von 60 Milliarden Dollar zu mehr Schlagkraft verhelfen, sagte Finanzminister Jun Azumi vor Journalisten. Er hoffe, dass das Beispiel Schule mache. Dem IWF msse der Weg geebnet werden, eine Ausbreitung der Schuldenkrise ber Europa hinaus zu verhindern, fgte der Minister hinzu. IWF-Chefin Lagarde wrdigte Japans Engagement und forderte die Mitgliedslnder des Fonds auf, diesem Beispiel zu folgen.

Der IWF, der finanziell angeschlagenen Lndern unter die Arme greift, hatte im Januar 600 Milliarden Dollar neue Mittel beantragt. Wegen des Widerstands der USA und der Zurckhaltung wichtiger Schwellenlnder drfte sich eine Einigung auf diese Summe allerdings schwierig gestalten. In der vergangenen Woche hatte IWF-Chefin Lagarde zudem eingerumt, dass angesichts sinkender Wirtschaftsrisiken auch geringere Mittel ausreichen knnten. Nach Informationen aus G20-Kreisen drften sich die grten Industrie- und Schwellenlnder auf 400 bis 500 Milliarden Dollar verstndigen. Die Eurostaaten haben bereits rund 200 Milliarden Dollar zugesichert, andere Lnder der Europischen Union wollen weitere 50 Milliarden Dollar beisteuern.

EZB-Mitglied tritt auf die Bremse

Unterdessen sieht Ratsmitglied der Europischen Zentralbank (EZB), Ewald Nowotny, keine Notwendigkeit, im Kampf gegen die Euro-Schuldenkrise die Mrkte erneut mit extrem billigem Geld zu fluten. „Generell ist die Politik der auergewhnlichen Manahmen zur Bereitstellung von Liquiditt erfolgreich gewesen“, sagte sterreichs Notenbankchef am Montagabend in Wien. Er sehe daher vorerst keine „sofortige Notwendigkeit“ fr ein drittes sogenanntes Tender-Geschft der EZB mit den Geschftsbanken der Eurozone.

Im Dezember und im Februar

hatte die EZB etwa eine Billion Euro in den europischen Bankensektor gepumpt

. Hierfr hatte die Notenbank in zwei Geschften den Banken Kredite ber drei Jahre und zu einem besonders gnstigen Zinssatz von einem Prozent zur Verfgung gestellt.

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