Saarbrücker Zeitung: DGB warnt Bundesregierung vor Ausweitung der Minijobs – Probleme für Arbeitsmarkt und Sozialkassen

October 18, 2012
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Saarbrcker Zeitung: DGB warnt Bundesregierung vor Ausweitung der Minijobs – Probleme fr Arbeitsmarkt und Sozialkassen

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Saarbrcken (ots) – Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat die Bundesregierung vor negativen Folgen einer Ausweitung der Minijobs gewarnt. “Es wird fr Arbeitgeber noch attraktiver, Arbeitspltze umzuwandeln und so regulre Beschftigung mit sozialer Sicherung und angemessener Bezahlung zu verdrngen”, heit es in einer der “Saarbrcker Zeitung” (Donnerstag)vorliegenden DGB-Stellungnahme zu einem entsprechenden Gesetzentwurf von Union und FDP, der am kommenden Montag bei einer Expertenanhrung im Bundestag zur Debatte steht.

Nach den Regierungsplnen soll die Verdienstgrenze, bis zu der Arbeitnehmer von Steuern und Sozialabgaben befreit sind, von 400 auf 450 Euro steigen. “Dem Staat und den Sozialversicherungen gehen dadurch noch hhere Einnahmen verloren und die soziale Sicherung der Betroffenen wird weiter geschwcht”, kritisiert der DGB. Im Jahr 2010 habe die Hlfte aller Minijobber einen Stundenlohn von weniger als sieben Euro bekommen und ein Viertel sogar weniger als fnf Euro. “Minijobs sind ein ausgesprochener Niedriglohnsektor”, heit es in dem DGB-Papier.

Der DGB schlgt vor, alle Beschftigungsverhltnisse vom ersten Euro an in den vollen Sozialversicherungsschutz einzubeziehen. Bis zu einer Verdienstgrenze von 800 Euro sollten die Sozialbeitrge gleitend ansteigen. “Das Minijobsystem hat sich als Irrweg erwiesen und Irrwege sollte man nicht weiter beschreiten, sondern verlassen und umkehren”, sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach der Zeitung.

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