Anders Behring Breivik darf ab heute vor Gericht ausbreiten, warum er 77 Menschen ermordet hat und nur bereut, dass es nicht noch mehr waren. Der zweite Prozesstag im FOCUS-Online-Liveticker.
Am zweiten Tag des norwegischen Massenmord-Prozesses darf sich der Angeklagte Anders Behring Breivik an diesem Dienstag selbst vor Gericht erklren. Der 33-jhrige soll zu seinen Motiven fr die Anschlge in Oslo und auf ein Jugendlager auf der Insel Utoya im vergangenen Sommer aussagen, bei denen er 77 Menschen umbrachte. Der rechtsradikale Islamhasser ist wegen Terrorismus und vorstzlichen Mordes angeklagt.
Nach Angaben seiner Verteidiger ist mit schockierenden Aussagen zu rechnen. Breivik tue es nach eigenen Worten leid, dass bei seinen Attentaten nicht noch mehr Menschen gestorben seien. Breivik hat das Gericht gebeten, ein vorgeschriebenes Dokument verlesen zu drfen. Die Entscheidung steht noch aus.
Die Verhandlung wird anders als am ersten Prozesstag nicht live bertrage – mit Ausnahme der ersten fnf Minuten. Diese Bhne will man dem gestndigen Massenmrder dann doch nicht bieten. Auch fr die Opfer wre das wohl kaum zu ertragen.
9.08 Uhr: Das Gericht zieht sich zurck, um ber den Antrag zu entscheiden. Der Beschluss soll in einer halben Stunde fallen. Sollte der Laienrichter fr befangen erklrt werden, wrde einer von zwei Ersatzschffen seinen Platz in dem Prozess einnehmen.
9.05 Uhr: Die Vorsitzende Richterin Wenche Elizabeth Arntzen sagt, einer der Laienrichter gebe zu, nach den Anschlgen im vergangenen Sommer im Internet gesagt zu haben, dass er in diesem Prozess die Todesstrafe fr ntig halte. Breiviks Verteidiger und die Staatsanwaltschaft beantragen, den Schffen zu ersetzen. Auch der Laienrichter selbst hatte um seinen Austausch gebeten. Die uerungen des Schffen war durch einen Medienbericht bekannt geworden.
9.00 Uhr: Beamte fhren Anders Behring Breivik vor. Wie am ersten Prozesstag am Montag zeigt er den rechtsradikalen Gru mit erhobener Faust und ein kurzes Lcheln.
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