SED, PDS und die Linke – Der Aufstieg der Gesine Lötzsch

April 10, 2012
By

Eigentlich wollte sie sich noch einmal zur Wahl stellen. Jetzt ist Gesine Ltzsch berraschend als Linke-Chefin zurckgetreten. Nach ihrem harten Aufstieg ist ihr diese Entscheidung sicherlich nicht leicht gefallen.

Nach der Wende arbeitete sich Ltzsch in der von der SED ber die PDS bis zur Linke mehrfach gewandelten Partei kontinuierlich nach oben – vom Bezirksparlament Lichtenberg ber den Vize-Fraktionsvorsitz der vereinigten Partei Die Linke im Bundestag bis zum Parteivorsitz, den sie seit Mai 2010 zusammen mit Klaus Ernst innehatte.

Bevor die gebrtige Ost-Berlinerin 2002 fr die PDS auf Anhieb den Sprung in den Bundestag schaffte, war die Diplom-Lehrerin fr Deutsch und Englisch bundesweit unbekannt. Die Stunde ihres persnlichen Erfolgs war mit der grten Niederlage der PDS verbunden: Die Partei scheiterte nach einem innerparteilichen Machtkampf an der Fnf-Prozent-Hrde und flog aus dem Bundestag. Nur Ltzsch und ihre PDS-Kollegin Petra Pau gewannen Direktmandate.

Die PDS-Fahne hochhalten

Den beiden fiel die undankbare Aufgabe zu, als Fraktionslose die PDS-Fahne im Bundestag hochzuhalten. Nach dem Wiedereinzug der PDS 2005 erarbeitete sich Ltzsch im Bundestag einen guten Ruf als kompetente Haushaltsexpertin. 2009 zog die Mutter zweier Kinder erneut mit einem Direktmandat in den Bundestag ein.

Parlamentarische Erfahrungen erwarb Ltzsch bereits zuvor auf Landesebene. Von 1991 bis 2002 sa sie fr die PDS im Berliner Abgeordnetenhaus, von 1991 bis 1993 auch als Fraktionsvorsitzende. Die promovierte Philologin war 1984 in die SED eingetreten und seit 1990 Mitglied der PDS. Ltzsch galt in dieser Zeit als durchsetzungsstark, aber auch als nicht ganz einfach im Umgang.

Continued - 

SED, PDS und die Linke – Der Aufstieg der Gesine Lötzsch

Tags: , , , , , , , , , , ,

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *