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Schwäbische Zeitung: Kosten und historische Ängste – Leitartikel

Schwbische Zeitung: Kosten und historische ngste – Leitartikel

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Ravensburg (ots) – Wirtschaftlich ein Riese, politisch ein Zwerg. Wenn es dem Gnom wegen internationalen Drucks zu ungemtlich wurde, dann zckte er das Scheckbuch und kaufte sich von Verantwortung frei. Unter dieser Devise hat die alte Bundesrepublik Deutschland vor der Wiedervereinigung Auenpolitik betrieben.

Heute greifen die alten Mechanismen nicht mehr und es herrscht im Allgemeinen Konsens darber, dass etwa die Bundeswehr im Rahmen ihrer Bndnisverpflichtungen in vielen Teilen dieser Welt aktiv ist. Doch wichtigen Verbndeten reicht der militrische Aspekt seit lngerem nicht mehr.

Im Zuge der Schuldenkrise wird der Ruf lauter, dass Deutschland endlich mehr politische Fhrung bernehmen mge. Berlin msse deutlich sagen, wie es mit Europa weitergehen solle. Die vermeintlich feine Zurckhaltung der grten Volkswirtschaft Europas sei fehl am Platze. Die Grundthese einer Vielzahl von Staaten lautet: Nicht zu viel deutsches Vorangehen sei eine Gefahr fr Europa, sondern zu wenig deutsche Fhrung berge ein enormes Risiko. Wenn solche Positionen etwa aus Polen kommen, einem Land das in der Geschichte besonders schwer unter den Deutschen zu leiden hatte, dann ist das bemerkenswert.

Doch auch US-Prsident Barack Obama wird in dieser Woche bei seinem Berlin-Besuch eine hnliche Melodie intonieren. Gleich ob es um das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA oder um ein multinationales Eingreifen in den Syrien-Konflikt geht, eine deutlichere Ausrichtung der deutschen Politik ist ausdrcklich erwnscht. Ob es aber dazu kommt, ist mehr als fraglich. Denn eine solche Neuausrichtung wrde das Verlassen einer Nische bedeuten, in der man es sich bequem gemacht hat.

Die kleine Schweiz kann sich so etwas auf Dauer leisten, von der Bundesrepublik wird mehr erwartet. Doch das ist mit historischen ngsten belastet, kostet Geld und ist damit den Whlern schwer vermittelbar. Politisch angebracht wre es dennoch.

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Schwäbische Zeitung: Kosten und historische Ängste – Leitartikel

Schwäbische Zeitung: Der eingelullte Wähler – Leitartikel

Schwbische Zeitung: Der eingelullte Whler – Leitartikel

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Ravensburg (ots) – Wir nhern uns der heien Wahlkampfphase. Nach dem 22. September wird es je nach Ausgang ein paar Wochen dauern, bis die neue Bundesregierung steht. Wer immer dann das Sagen hat, sollte zgig aktiv werden und regieren. Denn seit geraumer Zeit wird Deutschland bestenfalls verwaltet. Das ist noch nicht einmal der aktuellen Regierung anzulasten. So sind die Spielregeln der Bundesrepublik.

Ein hnliches Muster des Dahinschleppens erleben wir immer wieder, wenn in verschiedenen Bundeslndern binnen weniger Monate hintereinander neue Landtage gewhlt werden. Hufig gibt es nur kurze Zeitrume, in denen die Wahlkampfmanager nicht das Sagen haben. Und fr diese Strategen ist es ein Graus, im Wahlkampf unpopulre Entscheidungen verteidigen zu mssen. Fr Regierungsparteien gilt es dann, mglichst keine Kontroverse zu starten. Auf keinen Fall sollen die Themen der Opposition das Tempo der Kampagne vorgeben.

Die SPD gruselt es noch richtig, wenn sie an 2009 denkt. Da war es einer gelassenen Kanzlerin gelungen, berhaupt nicht auf die Argumente oder Positionen der Sozialdemokraten einzugehen. Ein echter Streit – also ein wirklicher Wahlkampf – wurde vermieden. Eine Themensetzung fand nicht statt. Die SPD-Anhnger wurden eingelullt und jene, die etwa wegen der Agenda-Politik Gerhard Schrders von ihrer Partei enttuscht waren, blieben zu Hause.

Wahlforscher nennen diese Taktik asymmetrische Demobilisierung. Dieses Jahr hat Angela Merkel hnliches vor. Auch sie kann sich auf einmal eine Menge von Manahmen vorstellen, die Sozialdemokraten und Grne energisch fordern, wie etwa die Mietpreisbremse. Ansonsten lsst sie das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe die Politik bestimmen. Sei es der Euro, sei es die Homo-Ehe. Bald kommen die Sommerferien. Sommerfrische und Streit passen nicht zusammen. Das ist rgerlich, denn ein engagierter Wahlkampf knnte ein gutes Mittel gegen Wahlmdigkeit und Brgerverdrossenheit sein.

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„Euro Hawk“-Debakel nimmt kein Ende – De Maizières Ministerium verschlief wichtige Frist

Obwohl das Verteidigungsministerium schon 2011 über die Mängel am „Euro Hawk“ informiert war, ließ es noch im Juni 2012 eine wichtige Gewährleistungsfrist für die Bundeswehr-Drohne verstreichen.

Schon seit Juli 2011 waren die Zulassungsprobleme des „Euro Hawk“ dem Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, Stéphane Beemelmans, nach eigener Aussage bekannt. Dennoch ließ das Ministerium noch im Juni 2012 die Gewährleistungsfrist für die Bundeswehr-Drohne verstreichen, berichtet die Zeitung „Welt“ unter Berufung auf den „Euro Hawk“-Vertrag. Darin heiße es unter Paragraf 13 Absatz 1: „Die Gewährleistung … beträgt 24 Monate und beginnt mit der jeweiligen Abnahme der Leistung nach § 1(1) I. a)a) (Abnahmeflug von Palmdale nach Edwards AFB)…“. Dieser Abnahmeflug fand bereits am 29. Juni 2010 statt.

Zum Ende der Frist wusste demnach Beemelmans Bescheid, dass die Zulassung des „Euro Hawk“ ein großes Problem werden könnte. Dennoch stoppte man das Projekt erst im Mai 2013 unter Hinweis auf zu große Kosten für die Zulassung – fast ein Jahr, nachdem die Gewährleistung auslief. Einen Gewährleistungsanspruch beziehungsweise einen Vertragsrücktritt hat die Bundesrepublik offenbar nicht geltend gemacht, berichtet die „Welt“.

SPD fordert Rüge für Regierung

SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas

Oppermann fordert angesichts des Drohnen-Debakels inzwischen eine Rüge

für die ganze Bundesregierung wegen deren Informationspolitik. Oppermann sagte gegenüber dem Deutschlandradio, man habe 23 schriftliche Fragen zum „Euro Hawk“ eingereicht, wovon nicht eine einzige beantwortet worden sei.

Da die Informationspflicht eines der vorrangigsten Rechte im Parlament sei, müsse Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) eine Rüge in Richtung des Bundeskabinetts aussprechen. „Eine Bundesregierung, die Fragen des Parlamentes einfach ignoriert, missachtet ihre verfassungsrechtlichen Pflichten. Und so was dürfen wir in einer Demokratie nicht einreißen lassen“, sagte Oppermann.

Die „Euro-Hawk“ im Überblick
Art: unbemanntes Flugzeug (Drohne)
Zweck: Aufklärung
Hersteller: Euro Hawk GmbH, eine Kooperation zwischen dem US-Drohnenhersteller Northrop Grumman und der EADS-Tochter Cassidian, die das Aufklärungssystem verantwortet
Größe: Länge 14,5 Meter / Höhe 4,7 Meter / Spannweite 39,9 Meter
Gewicht: maximal 14,6 Tonnen / Nutzlast davon 1360 Kilogramm
Flughöhe: maximal 18 ;300 Meter
Einsatzdauer: maximal 30 Stunden
Kosten: 1,2 Milliarden Euro für fünf Drohnen geplant. Bei jetzigem vorzeitigem Abbruch des Projekts würden laut Opposition bis 680 Millionen Euro verbrannt.
Verwandte Drohne: RQ-4-Block-20-Drohne „Global Hawk“ von Northrop Grumman, seit 2003 für die US-Luftwaffe produziert
Zeitplan: Beginn der Planungen unter rot-grün Anfang der 2000er-Jahre, Vertragsschluss 2007 unter der großen Koalition

Quelle: dpa, Reuters, Euro Hawk GmbH

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„Euro Hawk“-Debakel nimmt kein Ende – De Maizières Ministerium verschlief wichtige Frist

Krings: Zensus ist ein Erfolg – auch aus datenschutzrechtlicher Sicht

Krings: Zensus ist ein Erfolg – auch aus datenschutzrechtlicher Sicht

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Berlin (ots) – Die Statistischen mter von Bund und Lndern haben am heutigen Freitag erste Ergebnisse des Zensus 2011 bekanntgegeben. Die Bevlkerungszahl Deutschlands ist danach geringer als bisher angenommen. Dazu erklrt der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gnter Krings:

“Der Zensus 2911 ist ein Erfolg, gerade wenn man sich die Aufregung in den 80er Jahren bei der letzten Volkszhlung in der Bundesrepublik vor Augen hlt. Diesmal war die Volkszhlung moderner und brgerfreundlicher, weil nicht alle Brgerinnen und Brger befragt werden mussten. Stattdessen wurde auf bereits existierende Daten in ffentlichen Registern zurckgegriffen.

Es ist fr einen modernen Staat und eine leistungsfhige Wirtschaftsnation wie Deutschland unerlsslich, ber genaue Grunddaten zu verfgen. Die neuen Bevlkerungszahlen werden z. B. auch nach der nchsten Bundestagswahl Auswirkungen auf den Zuschnitt der Wahlkreise haben. Genaue und aktuelle Bevlkerungsdaten sind daher auch ein Gebot der demokratischen Fairness.

Die Art und Weise, wie dieser Zensus durchgefhrt wurde, nmlich transparent und nachvollziehbar, widerlegt auch alle Kritiker – wie den Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar -, die meinen, Datenschutz wre die einzige Handlungsmaxime eines modernen Staates im 21. Jahrhundert. Wrden wir solche Prinzipien einseitig zur Grundlage unserer Politik machen, wrde der Staat seine Aufgabe, fr die Zukunft vorzusorgen, vernachlssigen.

Herr Schaar versucht, ein Zerrbild des Zensus zu malen. Dieser Zensus war aber schon deshalb brgerfreundlicher, weil im Gegensatz zu 1987 in der Bundesrepublik nicht alle Einwohner befragt werden mussten. Und wenn er die Erhebung des Merkmals der Religionszugehrigkeit kritisiert, liegt er voll daneben: Wir haben kein laizistisches Staatsverstndnis, sondern das Grundgesetz erkennt die besondere Rolle von Religion an, indem es zu Recht von der ‘Verantwortung vor Gott und den Menschen’ spricht. Der Bundesdatenschutzbeauftragte mat sich Zustndigkeiten an, die er nicht hat, wenn er das Verhltnis von Staat und Religion unter dem Vorwand des Datenschutzes neu ordnen will.”

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Märkische Oderzeitung: Kommentarauszug zum EU-Gipfel:

Mrkische Oderzeitung: Kommentarauszug zum EU-Gipfel:

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Frankfurt/Oder (ots) – Solche Politik ist alles andere als ambitioniert, obwohl man sie angesichts der Wirtschaftskrise sogar etwas verstehen kann. Vor allem aber zeigt sich, dass in der EU insgesamt keine groen Entscheidungen mehr fallen knnen, wenn in ihrem grten Land, der Bundesrepublik, bald Wahlen anstehen. Am liebsten wrde die Kanzlerin bis dahin wohl nur noch Erfolgsbotschaften von berall verknden. Die Rettung des Euros und andere Krisenthemen dagegen mssen warten.

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Märkische Oderzeitung: Kommentarauszug zum EU-Gipfel:

Jugendarbeitslosigkeit von 55 Prozent – Deutschland verhilft Spaniens Jugendlichen zu Jobs

Die Bundesrepublik greift dem von massiver Jugendarbeitslosigkeit geplagten EU-Partner Spanien unter die Arme. 5000 Spanier sollen pro Jahr in Deutschland eine Stelle bekommen.

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) unterzeichnete am Dienstag in Madrid eine Absichtserklärung, durch die mehr junge Spanier in Lohn und Brot gebracht werden sollen. Laut von der Leyens spanischer Kollegin Fatima Banez sollen 5000 Spanier pro Jahr Zugang zu einer Stelle oder einem Ausbildungsplatz in Deutschland erhalten können. Den Rahmen dafür bietet laut Bundesarbeitsministerium das vom Kabinett aufgelegte Sonderprogramm für europäische Jugendliche, die einen Arbeitsplatz oder eine Stelle in Deutschland suchen (MobiPro-EU).

Offiziell ist es eine bilaterale Absichtserklärung, die – wie es im Text heißt – rechtlich unverbindlich ist. Die aber beide Seiten dazu anhalten soll, alles zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit zu tun. Zusammenarbeit wird beschworen bei der Förderung der Jugenderwerbstätigkeit sowie der beruflichen Mobilität von Jugendlichen. Außerdem will die Bundesregierung den EU-Krisenländern helfen, Elemente der in Deutschland bewährten dualen Berufsausbildung in ihr eigenes System zu integrieren.

Jugendarbeitslosigkeit von 55 Prozent

In Spanien sind fast 56 Prozent der jungen Leute unter 25 ohne Arbeit oder Lehrstelle. Das ist – nach Griechenland – der zweithöchste Wert unter den 27 EU-Staaten. Deutschland meldete bei der Jugendarbeitslosigkeit dagegen eine Quote von zuletzt knapp acht Prozent – und weist zusammen mit Österreich damit den besten Wert in der EU aus. Von der Leyen erinnerte daran, dass auch Deutschland vor rund zehn Jahren als „kranker Mann Europas“ gegolten habe. Das Land wolle Spanien mit seinem Erfahrungsschatz auf dem Weg aus der Krise helfen.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte jüngst ein schnelleres Einschreiten gegen Jugendarbeitslosigkeit in der EU gefordert und der EU-Kommission vorgeworfen, mitverantwortlich für schleppende Fortschritte zu sein. Weil dies in den europäischen Institutionen nicht rasch genug gehe, werde Deutschland nun bilateral aktiv werden.

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Jugendarbeitslosigkeit von 55 Prozent – Deutschland verhilft Spaniens Jugendlichen zu Jobs

Schwäbische Zeitung: NS-Verbrechen verjähren nicht – Leitartikel

Schwbische Zeitung: NS-Verbrechen verjhren nicht – Leitartikel

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Ravensburg (ots) – Seit einigen Wochen sitzt der Aalener Brger Hans L. in Haft. Der heute 93-Jhrige wird von der Staatsanwaltschaft Stuttgart beschuldigt, sich als Mitglied der SS-Wachmannschaften im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau des Mordes an Tausenden schuldig gemacht zu haben. Ob man mit einem solch alten Mann wie L. denn kein Mitleid haben knne, fragen manche Brger und bersehen dabei die Monstrositt der ihm zur Last gelegten Verbrechen. Ob der Angeklagte das Ende des fr den Herbst zu erwartenden Strafverfahrens erleben wird, ist dabei von nachgeordneter Bedeutung. Wichtig ist das Zeichen, das nach auen in die Welt wie nach innen gegeben wird: dass eine bundesdeutsche Justiz, die sich nach 1945 hufig der Verschleppung und Vertuschung schuldig gemacht hat, heute aktiv Aufklrung betreibt und nun buchstblich in letzter Minute versucht, Schuldige an einem groen Verbrechen zu ermitteln.

Im Fall L. bleiben viele Fragen: Warum hat es so lange gedauert, bis die Ermittlungen begannen? Warum konnte Hans L. aus den USA wegen seiner Vergangenheit ausgewiesen werden, ohne dass die deutschen Behrden hellhrig geworden wren? Wurde da vertuscht, geschtzt, weggeschaut? Heute sind Staatsanwlte bei der Arbeit, die sich sehr wohl der Verantwortung der Bundesrepublik Deutschland bewusst sind. Sie ermitteln gegen Dutzende Mnner, die in der NS-Vernichtungsindustrie mitgewirkt haben. Sie gehen den Hinweisen von Organisationen nach, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Schuldige zu finden.

Das Verfahren gegen Mnner wie Hans L. wrdigt darum auch die Millionen, die in den Konzentrationslagern von SS-Leuten ermordet wurden. Ein Prozess gegen einen der noch lebenden SS-Mnner holt jenen Teil der deutschen Geschichte an die Oberflche, der dieses Land mageblich geprgt hat und der zwischen Eurokrise und Wirtschaftswachstum gerne vergessen wird. Die deutsche Gegenwart wre ohne das mahnende Erinnern an die verbrecherische Geschichte des Dritten Reiches unvollstndig.

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190.000 Euro Erlös bei Auktion "Artists against Aids" / Bronze von Tony Cragg erbringt größten Betrag (BILD)

Bonn (ots) – Bonn, 16. Mai 2013. Die Deutsche AIDS-Stiftung erzielte am gestrigen Mittwochabend bei der Benefizkunstauktion “Artists against Aids” in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland einen Erls von 190.000 Euro. “Wir freuen uns sehr ber dieses gute Ergebnis. Im Namen der Menschen, denen dieses Geld zugutekommt, mchten wir uns bedanken – vor allem bei den Knstlerinnen und Knstlern, die ihre Arbeiten gespendet haben und den Bieterinnen und Bietern, ohne die dieses Ergebnis auch nicht mglich gewesen wre. Ferner mchten wir der Bundeskunsthalle und allen Beteiligten fr ihr groes Engagement danken.”, so Dr. Ulrich Heide, Geschftsfhrender Vorstand der Deutschen AIDS-Stiftung.

Den grten Betrag – 90.000 Euro – erbrachte die Bronze “Off the Mountain” von Tony Cragg, gefolgt von Olafur Eliassons “Lunar blue” mit 12.000 Euro sowie den Arbeiten von Franz Erhard Walther (“Fragmente aus Form C”) und Berta Fischer (“Untitled”) fr jeweils 7.000 Euro. Auch die anderen zur Versteigerung gekommenen Werke erhielten bei den Bieterinnen und Bietern groe Beachtung.

Vor der Versteigerung hielt Schirmherrin Hannelore Elsner eine bewegende Rede, in der sie die Wichtigkeit der Arbeit der Deutschen AIDS-Stiftung betonte und zur Solidaritt mit Menschen mit HIV und AIDS aufrief: “Hilfe aus praktischer Solidaritt und ohne Vorurteile ist, so meine ich, in dieser Zeit besonders wichtig. Denn nichts trifft HIV-infizierte und aidskranke Menschen – neben finanzieller Not – hrter als Ausgrenzung und Diskriminierung.”

Der Erls der 3. Benefizkunstauktion “Artists against Aids” kommt HIV-infizierten und an AIDS erkrankten Menschen in Not in Deutschland sowie im sdlichen Afrika zugute. Das Programm DREAM verhindert die Mutter-Kinder-bertragung von HIV in Mosambik mit groem Erfolg. 98 von 100 im Programm geborene Kinder kommen ohne Virus zur Welt.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.artists-against-aids.de

Die Deutsche AIDS-Stiftung ist die grte AIDS-Hilfsorganisation in Deutschland, die betroffenen Menschen materielle Untersttzung bietet. Die Stiftung hilft seit 25 Jahren bedrftigen Menschen mit HIV und AIDS in Deutschland durch Einzelhilfen und die Untersttzung von Projekten wie beispielsweise Betreutes Wohnen. Darber hinaus frdert die Stiftung seit dem Jahr 2000 ausgewhlte Hilfsprojekte, etwa fr Aidswaisen, Jugendliche, Mtter und ihre Kinder, vor allem im sdlichen Afrika.

Spendenkonto 800 4004, Sparkasse KlnBonn, BLZ 370 501 98

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Sebastian Zimer 				
Pressereferent 
Deutsche AIDS-Stiftung, Markt 26, 53111 Bonn
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Sven Bergmann
Leiter Unternehmenskommunikation/Pressesprecher 
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, 
Friedrich-Ebert-Allee 4, 53113 Bonn
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190.000 Euro Erlös bei Auktion "Artists against Aids" / Bronze von Tony Cragg erbringt größten Betrag (BILD)

Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten – CDU-Vize Laschet: "Wir brauchen mehr Zuwanderung"

Im Jahr 2012 sind so viele Menschen nach Deutschland eingewandert wie seit 20 Jahren nicht mehr. Für die Zukunft wird das laut CDU-Vize Armin Laschet aber nicht ausreichen – er fordert deshalb Änderungen in der Einwanderungspolitik.

Anlässlich des Demografiegipfels sagte der stellvertretende CDU-Vorsitzende Armin Laschet der Montagsausgabe der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ): „Wir brauchen mehr Zuwanderung von qualifizierten Arbeitskräften.“ Dabei gehe es ihm vor allem um Menschen aus Nicht-EU-Staaten. Deutschland dürfe „nicht mehr signalisieren: Eigentlich wollen wir keine Zuwanderer“. Deshalb verlangt Laschet deutliche Korrekturen der bisherigen Einwanderungspolitik.

Die Bundesrepublik müsse ihre „kollektive Körpersprache ändern“. Der CDU-Vize sagte, er könne „sich vorstellen, dass die Forderung auch ins Wahlprogramm der Union für die Bundestagswahl einfließt“. Er glaube nicht, „dass sie strittig ist“. Als Vorsitzender der NRW-CDU ist Laschet auch Chef des mächtigsten Landesverbandes der CDU.

„Konkrete Ergebnisse“ beim Demografiegipfel

Die Bundesregierung veranstaltet an diesem Dienstag ihren zweiten Demografiegipfel. Dort werden Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) und Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) auftreten. Beim ersten Gipfel 2012 waren lediglich Arbeitsgruppen eingesetzt worden.

Laschet sagte der SZ, es sei zwar „gut und richtig“, dass es den Demografiegipfel gebe. Aber jetzt müsse man „endlich von der Symbolik solcher Gipfel hin zu konkreten Ergebnissen kommen“. Dazu gehöre „zum Beispiel ein fest institutionalisierter Dialog, etwa eine Konferenz aller für Demografie zuständigen Minister von Bund und Ländern“. Außerdem sollte der Gipfel „nicht nur soziale und rentenpolitische Fragen erörtern, sondern sich auch mit der volkswirtschaftlichen Dimension, etwa beim Fachkräftemangel beschäftigen“.

Höchste Zuwanderung seit 20 Jahren

Neben einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie und höheren Beschäftigungsmöglichkeiten für Ältere brauche Deutschland „jetzt auch eine wirtschaftspolitische Strategie“. In absehbarer Zeit würden jährlich eine Million Menschen aus dem Arbeitsleben ausscheiden. Diese Zahl könne

nicht ohne Zuwanderung ersetzt werden

. Er unterstütze deshalb auch die Forderung von FDP-Chef Philipp Rösler „nach einem Zuwanderungsgesetz, wie es die USA oder Kanada bereits haben“.

Wegen des ungewöhnlich starken Zuzugs aus Südeuropa würden manche das Problem gerade leider „etwas zur Seite schieben“, sagte Laschet. Dies sei aber ein Fehler. Sobald die Euro-Krise nachlasse, werde die Zuwanderung aus Europa wieder zurückgehen. Vergangene Woche hatte das Statistische Bundesamt mitgeteilt, dass 2012 fast eine Millionen Ausländer nach Deutschland gezogen sind – so viele, wie seit 20 Jahren nicht mehr. Zwei Drittel von ihnen kamen aus EU-Staaten.

Ausländische Fachkräfte aktiv werben

„Entscheidend ist aber auch die Welt außerhalb der EU“, sagte der CDU-Vize. Innerhalb der Europäischen Union herrsche ja bereits Freizügigkeit. Deutschland brauche deshalb „Zuwanderung über den EU-Bereich hinaus“. Dazu reiche es nicht aus, den Zugang zu erleichtern. „Wir haben immer die Vorstellung, wir ändern ein Gesetz und dann kommen auch die Menschen – so ist es aber nicht.“

Die Qualifizierten in der Welt könnten sich aussuchen wo sie hingehen. Deshalb sollten sich künftig auch „die Botschaften, Konsulate, Außenhandelskammern und Goethe-Institute aktiv um Anwerbung kümmern“. „Sie müssen an Universitäten gehen und vor Ort um die besten Köpfe werben“, sagte Laschet der SZ.

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Götz: Kommunalfreundliche Politik der Bundesregierung zahlt sich milliardenschwer für die Kommunen aus

Berlin (ots) – Die Bundesregierung hat am gestrigen Mittwoch die Antwort auf die Groe Anfrage der Fraktionen von CDU/CSU und FDP zur “Lage der Kommunen in der Bundesrepublik Deutschland” verabschiedet. Dazu erklrt der kommunalpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestags-fraktion, Peter Gtz:

“Die vorliegenden Antworten zeigen deutlich, dass die Politik der Bundesregierung verteilt ber nahezu alle Politikbereiche entscheidend zur Strkung der Kommunen und der kommunalen Selbstverwaltung beitrgt.

Dabei hat die christlich-liberale Koalition die Kommunen deutlich finanziell entlastet. Die Kosten fr die Grundsicherung im Alter von rund 4,5 Milliarden Euro jhrlich wurden vom Bund bernommen. Fr den Ausbau der Betreuungspltze fr Unterdreijhrige schoss er Zuschsse in Hhe von 5,5 Milliarden Euro bei. Gleichzeitig gab es aber auch strukturelle Verbesserungen beispielsweise bei der Einbindung der kommunalen Spitzenverbnde in die bundespolitischen Entscheidungen.

Wenn Kommunen trotz der mageblich vom Bund beeinflussten guten Rahmenbedingungen nach wie vor Probleme bei der Umsetzung des Krippenplatzanspruches oder den Kommunalfinanzen haben, liegt dies vor allem an der Arbeit der Lnder. Wenn beispielsweise die rot-grne Mehrheit im Landtag von Nordrhein-Westfalen vom Bund die Finanzierung der Schulsozialarbeit ber 2013 hinaus fordert, verkennt sie, dass die vom Bund geschulterte Kommunalentlastung auch Mittel freisetzt, diese Aufgaben dauerhaft finanzieren zu knnen. Die vom Bund beschlossene Kommunalentlastung muss dafr aber uneingeschrnkt, zustzlich und ohne Zweckbindung bei den Kommunen ankommen. Die Bundesentlastungen der Kommunen sind kein Beitrag zur Konsolidierung von Landeshaushalten.

Vor diesem Hintergrund ist es alarmierend, dass immer mehr Kommunen Verfassungsklage gegen ihre jeweilige Landesregierung wegen Verletzung des Konnexittsprinzips einlegen. Nach geltender Verfassungslage sind die Bundeslnder gefordert, die Kommunen mit ausreichend Finanzmitteln auszustatten. Der Bund kann hier untersttzend zur Seite stehen. Dies darf aber nicht so verstanden werden, dass immer mehr Aufgaben dauerhaft auf den Bund bertragen werden.

Die Antwort der Bundesregierung auf die Groe Anfrage zur “Lage der Kommunen in der Bundesrepublik Deutschland” zeigt deutlich, dass sich die kommunalfreundliche Politik der von CDU und CSU gefhrten Bundesregierung und der sie tragenden Fraktionen fr Stdte, Landkreise und Gemeinden milliardenschwer auszahlt. Wir haben unser erklrtes Ziel erreicht und die Selbstverwaltungskraft vor Ort umfassend gestrkt.

Fr die nchste Legislaturperiode ist fest vereinbart, weitere Entlastungen bei den Kosten fr die Eingliederungshilfen fr Menschen mit Behinderung auf den Weg zu bringen. Die Politik dieser Bundesregierung und der sie tragenden Fraktionen verdient das Vertrauen der Kommunen. Schlielich hat in der Geschichte der Bundesrepublik noch kein Bundeskanzler so viel fr die Kommunen bewirkt wie Angela Merkel. Es liegt im ureigenen Interesse der Stdte, Gemeinden und Landkreise, dass dieser Politikstil noch lange weitergefhrt werden kann.”

Hintergrund:

Die Fraktionen von CDU/CSU und FDP haben im November 2012 der Bundesregierung eine Groe Anfrage zur “Lage der Kommunen in der Bundesrepublik Deutschland” vorgelegt. In ihrer Antwort stellt die Bundesregierung sehr ausfhrlich ihre kommunalfreundliche Politik in verschiedenen Bereichen dar.

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