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Frühjahrsbefragung Familienunternehmen: Erhalt des Euros hat für acht von zehn Unternehmen wirtschaftliche Priorität

Berlin (ots) -

   - Negative Einflsse der Staatsschuldenkrise auf 
     Geschftsttigkeit sprbar gesunken
   - Diskussionen um Erbschaft- und Vermgensteuer gefhrlich
   - Mehr als ein Drittel der Familienunternehmen will 
     Beschftigtenzahl erhhen 

Die grten Familienunternehmen in Deutschland stehen mit breiter Mehrheit zum Erhalt des Euros. Die Bewahrung der Gemeinschafts-whrung ist fr acht von zehn Unternehmen von sehr hoher beziehungsweise hoher Prioritt. Gleichzeitig gaben nur noch 50 Prozent der Familienunternehmen an, die negativen Einflsse der Staatsschuldenkrise auf ihre Geschftsttigkeit zu spren – zehn Prozentpunkte weniger als noch im Herbst 2012.

Die grten Familienunternehmen sind insgesamt optimistisch in das Jahr 2013 gestartet. Mehr als ein Drittel der Unternehmen beabsichtigt, im Laufe des Jahres die Beschftigtenzahl zu erhhen. Rund 44 Prozent der befragten Unternehmen wollen 2013 ihre Investitionsausgaben steigern, und rund 57 Prozent der Unternehmen gehen von einem Anstieg ihrer Umsatzzahlen aus.

Das sind die zentralen Ergebnisse der aktuellen Befragung “Die grten Familienunternehmen in Deutschland – Frhjahrsbefragung 2013″. Die Studie erstellt das Institut fr Mittelstandsforschung Bonn (IfM) halbjhrlich im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) und der Deutschen Bank.

Neben dem Erhalt des Euros benannten die befragten Unternehmer die Themen Bildung, Energiekosten sowie Steuervereinfachungen als wichtigste politische Handlungsfelder. Fr die Hlfte der grten Familienunternehmer ist das geltende Erbschaftsteuerrecht erhaltenswert. Falls es zu einer verfassungsrechtlich gebotenen nderung kommt, wollen mehr als zwei Drittel der Familienunternehmer, dass das Betriebsvermgen auch weiterhin verschont bleibt.

Deshalb warnt Arndt G. Kirchhoff, Vorsitzender des BDI/BDA-Mittelstandsausschusses: “Die rot-grnen Vorstellungen zur Erbschaft- und Vermgensteuer sind gefhrlich. Sie gehen zu Lasten von Wachstum und Beschftigung. Denn Familienunternehmer sind der Wachstums-motor und Beschftigungsgarant in Deutschland. Allein die grten Familienunternehmen beschftigten 15 Prozent aller Arbeitnehmer am Standort Deutschland.”

Mit 53 Prozent der grten Familienunternehmer haben ber die Hlfte als Reaktion auf die Staatsschuldenkrise ihre finanziellen Reserven gestrkt und ihre Kostenstruktur verbessert.

“Die Ergebnisse besttigen den hohen Innovationsgrad, den sich die deutschen Familienunternehmen durch erhebliche Investitionen in Forschung und Entwicklung erarbeiten. Dies fhrt zum nachhaltigen Erfolg auf internationalen Mrkten, in denen die Deutsche Bank die Familienunternehmen mit ihrem weltweiten Netzwerk begleitet”, sagte Wilhelm von Haller, Co-Leiter, Privat- und Firmenkundenbank, Deutsche Bank AG.

“Der Export von Produkten und Dienstleistungen stellt fr viele Familienunternehmen weiterhin eine wichtige Sule der Umsatzgenerierung dar: Vier von fnf der grten Familienunternehmen exportieren Waren und Dienstleistungen ins Ausland”, erklrte IfM-Prsidentin Friederike Welter. “Bemerkenswert ist dabei, dass sich die von uns befragten Familienunternehmen offenkundig nicht durch die Krisenstimmung in anderen Lndern verschrecken lassen: In der Summe haben die Unternehmen ihre durchschnittliche Exportquote von 30 Prozent im Jahr 2011 auf 31 Prozent im Jahr 2012 erhht.”

Informationen ber die Befragung:

Befragt wurden 401 der 4.400 grten Familienunternehmen in Deutschland mit einem Jahresumsatz von ber 50 Millionen Euro. Der Befragungszeitraum war vom 22. Januar bis zum 22. Februar 2013.

Die Studie erhalten Sie im Internet unter dem folgenden Link: http://www.bdi.eu/download_content/MittelstandUndFamilienunternehmen/Fruehjahrsbefragung2013.pdf

Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. Presse und ffentlichkeitsarbeit Alexander Mihm T. +49 30 2028-1511 A.Mihm@bdi.eu

Deutsche Bank AG

Presseabteilung Tim Oliver Ambrosius T. +49 69 910 42648 tim-oliver.ambrosius@db.com

Institut fr Mittelstandsforschung

Prof. Dr. Frank Wallau T.+49 228 72997-48 wallau@ifm-bonn.org

Pressekontakt:

BDI Bundesverband der Dt. Industrie
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Fax:  030 20 28 2450
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"Offshore-Leaks": Kritik an Deutscher Bank wegen zweifelhafter Steueroasen-Geschäfte

Hamburg (ots) – Die Deutsche Bank steht wegen umfangreicher Geschfte in Steueroasen in der Kritik. Nach Recherchen des NDR und der Sddeutschen Zeitung hat die Grobank im Auftrag von Kunden allein ber ihre Niederlassung in Singapur mehr als 300 Firmen und Trusts in Steuerparadiesen grnden lassen. Politiker und Experten werfen der Deutschen Bank vor, damit der Verschleierung von Geldstrmen Vorschub zu leisten und mgliche Straftaten zu begnstigen.

Der finanzpolitische Sprecher der Grnen Bundestagsfraktion, Gerhard Schick, kritisierte das Geschftsmodell international ttiger Geldinstitute wie der Deutschen Bank scharf. Die Wahrscheinlichkeit, dass Steueroasen “fr etwas Illegales” genutzt wrden, sei “sehr gro”. Damit knnten etwa “Geldwsche, Steuerhinterziehung, Korruptionsgelder” verschleiert werden. Schick hlt der Bundesregierung Versumnisse vor. Die schwarz-gelbe Koalition versuche, “diese illegalen Strukturen zumindest zu tolerieren oder auch zu schtzen”. Der frhere Sachgebietsleiter der Steuerfahndung Frankfurt, Frank Wehrheim, wirft Grobanken wie der Deutschen Bank “Beihilfe zu Steuerhinterziehung, Geldwsche und hnlichem” vor. Fr Steuerfahnder sei das angesichts komplexer Konstrukte in Steueroasen “sehr selten zu ermitteln”.

Mehr als hundert Mitarbeiter der Deutschen Bank Singapur betreuten mindestens bis ins Jahr 2010 laut vertraulichen Daten 309 Firmen und Trusts in mehreren Steueroasen, grtenteils auf den Britischen Jungferninseln. Die meisten Firmen tragen Fantasienamen wie “Thrilling Returns Incorporated”, “Amazing Opportunity Limited” oder “Market Dollar Group Limited”. Eine Geschftsttigkeit ist in ffentlich zugnglichen Quellen nur fr einen kleinen Teil der Firmen festzustellen. Die Deutsche Bank lie die Rechtseinheiten mit Hilfe des Singapurer Dienstleisters “Portcullis TrustNet” registrieren. Bei mehreren Firmen ist die Deutsche-Bank-Tochter “Regula Limited” als Direktorin eingesetzt.

Ein Sprecher der Deutschen Bank beantwortete einen Fragenkatalog von NDR und SZ nur mit wenigen allgemeinen Stzen. “Die Deutsche Bank bietet weder Steuerberatung an, noch eine Dienstleistung ‘Firmengrndung in Steueroasen’”, erklrte er. Dabei offeriert der Unternehmensbereich “Deutsche Bank Private Wealth Management” in einer im Internet verfgbaren Broschre potenziellen Kunden “die Grndung, das Management und die Verwaltung von (…) Trusts, Firmen, Stiftungen” in verschiedenen Lndern. Dafr arbeite man “eng mit Ihren Rechts- oder Steuerberatern” zusammen. Der Bank-Sprecher erklrte, man habe “umfangreiche Vorkehrungen getroffen, um zu verhindern, dass die Produkte und Dienstleistungen der Bank zu Zwecken der Geldwsche missbraucht werden knnen”, wollte aber keine Details nennen.

Seit heute berichten unter dem Titel “Offshore-Leaks” renommierte Medien in 32 Lndern ber Steueroasen-Geschfte. Kooperationspartner in Deutschland sind die Sddeutsche Zeitung, das NDR Fernsehen und NDR Info. Sie enthllten in Zusammenarbeit mit der Schweizer Sonntagszeitung das Firmennetzwerk des Multimillionrs Gunter Sachs in Steuerparadiesen. Das Rechercheprojekt unter Fhrung des “International Consortium of Investigative Journalists” (ICIJ) hat ber neun Monate hinweg interne Daten zweier Dienstleister ausgewertet, die Firmen und Trusts in Steueroasen grnden und betreuen. In den zweieinhalb Millionen Dateien entdeckten die Reporter hinter den Namen von Strohmnnern Superreiche, Unternehmer und Politiker.

Weitere Informationen unter www.NDR.de, www.sueddeutsche.de und www.icij.org.

Pressekontakt:

Norddeutscher Rundfunk
Presse und Information
Ralph Coleman
Tel.: 040/4156-2302 

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Deutsche Bank erhöht Förderung für Spitzensportler mit eigenem "Deutsche Bank Sport-Stipendium" (VIDEO)

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Deutsche Bank erhht Frderung fr Spitzensportler mit eigenem “Deutsche Bank Sport-Stipendium” (VIDEO)

Frankfurt (ots) – Stipendien fr studierende Top-Athleten auf 300 Euro monatlich verdoppelt / Sporthilfe-Partnerschaft bis Ende 2014 verlngert / Studie zeigt hohe Relevanz des Spitzensports fr deutsche Wirtschaft

Frankfurt am Main, 16. April 2012 – Die Deutsche Bank verstrkt ihr Engagement als “Nationaler Frderer” der Stiftung Deutsche Sporthilfe deutlich. Mit einem eigenen “Deutsche Bank Sport-Stipendium” verdoppelt die Bank ab Mai 2012 ihre Stipendien fr alle Sporthilfe-Studenten auf 300 Euro monatlich. Damit frdert die Bank nun 300 Top-Athleten aus 34 Sportarten und allen Regionen Deutschlands, darunter zahlreiche Junioren-Welt- und Europameister, Medaillengewinner bei WM, EM und Olympischen Spielen sowie Medaillenkandidaten fr die anstehenden Olympischen Spiele in London.

Die vollstndige Pressemitteilung finden Sie unter: http://www.presseportal.de/pm/51413/2235086

Kontakt:

Stiftung Deutsche Sporthilfe
Hans-Joachim Elz
Otto Fleck-Schneise 8
60528 Frankfurt am Main
Tel: 069-67803 - 500
Fax: 069-67803 - 599
E-Mail: hans-joachim.elz@sporthilfe.de 
Internet: www.sporthilfe.de
__________________________________________________________________

"Nationale Frderer" sind Lufthansa, Mercedes-Benz, Deutsche Telekom 
und Deutsche Bank. Sie untersttzen die Stiftung Deutsche Sporthilfe,
die von ihr betreuten Sportlerinnen und Sportler und die 
gesellschaftspolitischen Ziele der Stiftung in herausragender Weise. 

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Deutsche Bank erhöht Förderung für Spitzensportler mit eigenem "Deutsche Bank Sport-Stipendium" (VIDEO)

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Aktie im Höhenrausch – Soll ich bei Apple jetzt noch einsteigen?

Dank der Verkaufsschlager iPhone und iPad ist Apple das wertvollste Unternehmen der Welt. In welche Hhen kann die Aktie noch klettern?

Er trug einen blauen Pullover, die schmale Brille ruhte lssig auf dem grauen Scheitel. Lchelnd posierte der Mann, der wie ein einfacher Tourist aussah, fr Fotos. Denn einige Kunden hatten ihn erkannt: Es war Apple-Chef Tim Cook, der Ende Mrz berraschend im verglasten Verkaufsladen des Konzerns in Xidan Joy City in Peking aufkreuzte. Der Besuch war der erste eines Apple-Bosses in China. Cook habe „groartige Gesprche mit Funktionren“ gefhrt, berichtete eine Unternehmenssprecherin spter.

Aufholen in China

Das gesteigerte Interesse der Kalifornier am Reich der Mitte hat handfeste Grnde: In China produziert nicht nur der Auftragsfertiger Foxconn, ohne den es kein iPhone oder iPad gbe. Das Land ist nach den USA zugleich der zweitgrte Markt fr Produkte mit dem angebissenen Apfel. Anfang Mrz verdoppelte Cook dort ber Nacht die Absatzchancen fr seinen Bestseller, das iPhone, als der Mobilfunker

China Telecom

den Vertrieb aufnahm. Bis dahin hatte nur

China Unicom

das populre Smartphone mit Vertrag angeboten.

Cook wurde spter am Hauptquartier des Marktfhrers China Mobile gesichtet. Der grte Mobilfunker der Welt vertreibt das iPhone bisher nicht. Der Peking-Tourist Tim Cook elektrisierte daher nicht nur Passanten, die auf einen Schnappschuss hofften. Die Nachricht von Cooks Visite bei China Mobile beflgelte an der New Yorker Brse den Apple-Kurs. Die Fieberkurve hat seit Jahresbeginn um mehr als 50 Prozent zugelegt. Im Mrz durchstie sie erstmals die Marke von 600 US-Dollar. Der Konzern, der in den 90er-Jahren fast pleite war, ist heute fast 600 Milliarden Dollar wert – mehr als jedes andere Unternehmen der Welt.

Den Spitzenplatz, den traditionell lmultis besetzen, eroberte Apple dank eines beispiellosen Verkaufsbooms des iPhone und des iPad. Der Konzernumsatz kletterte 2011 um 68 Prozent auf rund 108 Milliarden US-Dollar. Von dem Tablet-Computer iPad, der erstmals im April 2010 auf den Markt kam, hat Apple bis heute 60 Millionen Stck verkauft – dreimal so viel, wie VW Kfer in einem halben Jahrhundert vom Band rollten. Unmittelbar nach dem Verkaufsstart des dritten Modells Mitte Mrz setzte Apple pro Tag fast eine Million der Flachcomputer mit dem messerscharfen Display ab. Die Gerte sind lngst Ikonen des digitalen Zeitalters und prgen die Art, wie Menschen lesen, kommunizieren und arbeiten. „Apple spielt in einer eigenen Liga“, schwrmt JP-Morgan-Analyst Mark Moskowitz. Doch kann der berflieger seine globale Ausnahmestellung dauerhaft verteidigen? Wird der Aktienkurs auf 1000 Dollar klettern, wie Optimisten erwarten?

Analystenurteil: Trotz Kursexplosion nicht teuer

Apples Brsenrally sprengt alle blichen Muster, weil sie nicht auf einer Auswertung der Bewertungskennzahlen beruht. In frheren Boom- Phasen waren Anleger pltzlich bereit, die scheinbar goldene Zukunft von Unternehmen hher zu bezahlen. Die Euphorie schuf Blasen wie im Jahr 2000: Damals nherte sich mit dem Netzwerkausrster

Cisco

Systems schon einmal ein High-Tech-Konzern dem Marktwert von einer halben Billion Dollar. Ciscos Kurs-Gewinn-Verhltnis (KGV) erreichte 100. Die Zahl gibt an, in wie vielen Jahren ein Unternehmen seinen Brsenwert mit eigenen Gewinnen verdienen wrde. Anders die Relation bei Apple: Der Kurs explodierte zwar zuletzt – doch die Profite sprudelten noch schneller. Die

Deutsche Bank

rechnet im laufenden Jahr mit einem Gewinnanstieg um 88 Prozent auf 40 Milliarden Dollar. Das KGV 2012 liegt bei knapp 15 – und damit praktisch im historischen Schnitt der US-Aktien. Ein hnliches Preisschild gestehen Anleger auch dem Rivalen

Google

zu, obwohl der Entwickler des Handy-Betriebssystems Android langsamer expandiert. Auerdem hortet Apple-Boss Cook 98 Milliarden Dollar in bar – ein Sechstel des Brsenwerts. „Apple wird wie eine Value-Aktie und nicht wie eine Wachstumsstory bewertet“, sagt Analyst Moskowitz.

Viele Investoren blicken offenbar voraus: Kommendes Jahr knnte der Brsenstar ein Opfer der groen Zahlen werden. Analysten erwarten 2013 einen weiteren Ergebnissprung um acht Milliarden Dollar – fast der doppelte Jahresberschuss der Deutschen Bank. Doch wird Apples Konzerngewinn dann nur noch um 20 Prozent steigen – ein Viertel des aktuellen Tempos. Die Kursziele fr die Apple-Aktie schieen daher nicht durch die Decke: Die Deutsche Bank errechnet einen fairen Wert von 600, Goldman Sachs von 700 Dollar. Dabei bleibe Apple „die Top-Empfehlung in der Branche“, so die Investmentbank.

Solche Rechenspiele knnten sich aber als Schall und Rauch erweisen, wenn der Pionier weiter alle Muster sprengt. Dazu msste es den Tftlern aus Cupertino gelingen, nach der Musik- und Mobilfunkbranche weitere Industrien umzuwlzen. „Die Pipeline ist voll“, kndigte Cook an. „Ich denke, die Kunden werden unglaublich erfreut sein ber das, was sie sehen werden“, so der Nachfolger des legendren Firmenchefs Steve Jobs.

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Aktie im Höhenrausch – Soll ich bei Apple jetzt noch einsteigen?

DekaBank der Sparkassen stoppt Spekulation mit Grundnahrungsmitteln bei eigenen Fonds – foodwatch: Landes-, Volks- und Raiffeisenbanken müssen dem…

Berlin (ots) – Die DekaBank steigt aus der Spekulation mit Grundnahrungsmitteln aus. In einem Brief an die Verbraucherorganisation foodwatch kndigte die Fondsgesellschaft der Sparkassen an, die im Fonds “Deka-Commodities” angebotenen Wetten auf wichtige Agrarrohstoffe bis zum Jahresende aus dem Portfolio zu streichen. “Wir haben uns [...] entschlossen, in Deka-Commodities zuknftig auf die Abbildung der Preisentwicklung von Grundnahrungsmitteln, wie zum Beispiel Weizen, Soja oder Vieh, zu verzichten”, schrieben die Leiter fr Strategie & Kommunikation sowie fr Externe Kommunikation der DekaBank, Manfred Karg und Dr. Rolf Kiefer.

foodwatch hatte die Banken im Oktober 2011 aufgefordert, sich aus der Spekulation mit Agrarrohstoffen zurckzuziehen und in dem Report “Die Hungermacher” zahlreiche Belege dafr publiziert, dass solche Anlagen zu einem tatschlichen Anstieg der Lebensmittelpreise fhren und so in armen Teilen der Erde Hunger verursachen.

“Die DekaBank der Sparkassen geht einen ersten richtigen Schritt und zieht den Schlussstrich unter ein unverantwortliches Geschft”, kommentierte foodwatch-Geschftsfhrer Thilo Bode. “Wir erwarten, dass die ffentlich-rechtlichen Landesbanken sowie der zweite groe genossenschaftliche Anbieter, Union Investment als Fondsgesellschaft der Volks-, Raiffeisen- und Sparda-Banken, diesem Beispiel folgen und auf die Zockerei zu Lasten der rmsten verzichten.”

Die DekaBank begrndete ihre Entscheidung damit, dass sie zwar die Auswirkung ihrer Anlagen auf Nahrungsmittelpreise nicht als “hinreichend und abschlieend belegt” sieht, es aber auch “keine eindeutige Entwarnung” gebe. foodwatch-Geschftsfhrer Thilo Bode: “Die DekaBank wendet das Vorsorgeprinzip an, das auch anderen Banken als Mastab dienen sollte: Angesichts aller Hinweise auf die Schdlichkeit ihrer Nahrungsmittel-Wetten sollten sie von diesen Anlagen Abstand nehmen, solange sie deren Unschdlichkeit nicht beweisen knnen.” foodwatch kritisierte jedoch, dass der Ausstieg der DekaBank aus der Spekulation mit Grundnahrungsmitteln nur die eigenen Fonds-Produkte umfasse, Rohstofffonds anderer Banken jedoch weiter vertrieben werden sollen. Auch von der lpreis-Spekulation verabschiedet sich die DekaBank bislang nicht – der lpreis hat ber die Kosten fr Agrardiesel und Mineraldnger jedoch direkten Einfluss auf die Nahrungsmittelpreise.

Mit der Kampagne “Hnde weg vom Acker, Mann!” unter www.haende-weg-vom-acker-mann.de hat sich foodwatch bereits direkt an die Deutsche Bank als grtes deutsches Investmenthaus gewandt und den Ausstieg aus der Spekulation mit Agrarrohstoffen gefordert. Die Deutsche Bank erklrte mittlerweile, die Auswirkung ihrer Anlagen auf Nahrungsmittelpreise zu prfen und bis Ende des Jahres einen Bericht vorzulegen. foodwatch-Chef Thilo Bode: “So lange die Deutsche Bank sich selbst nicht sicher ist, dass ihre Produkte unschdlich sind, kann es nur eine richtige Konsequenz geben: Aussteigen!”

Einer reprsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag von foodwatch zufolge halten 84 Prozent der Bundesbrger die Nahrungsmittelspekulation fr nicht akzeptabel (November 2011).

Links:

Mehr Informationen und Report “Die Hungermacher”:

www.foodwatch.de/spekulation

Kampagne “Hnde weg vom Acker, Mann!”:

www.haende-weg-vom-acker-mann.de

Redaktioneller Hinweis:

Den Brief der Deka Bank an foodwatch finden Sie unter: http://bit.ly/Ik0qev

Pressekontakt:

foodwatch e.V.
Martin Rcker
E-Mail: presse@foodwatch.de
Tel.: +49 (0)30 / 24 04 76 - 23
Fax:  +49 (0)30 / 24 04 76 - 26 

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DekaBank der Sparkassen stoppt Spekulation mit Grundnahrungsmitteln bei eigenen Fonds – foodwatch: Landes-, Volks- und Raiffeisenbanken müssen dem…

WAZ: Bloß keine Illusionen - Kommentar von Ulf Meinke

WAZ: Blo keine Illusionen
- Kommentar von Ulf Meinke

Essen (ots) – Wer rettet die Revierstdte vor der Pleite? Ging es gerade noch um einen Ruhr-Soli oder den Aufbau West, sind nun die Sparkassen an der Reihe. Gewiss, der Wahlkampf in NRW hat begonnen. Da ist guter Rat teuer. Es gilt der Grundsatz: Wenn’s um Geld geht – Sparkasse. Na klar, es ist grundstzlich populr, in Krisenzeiten einen Beitrag der Finanzwirtschaft einzufordern. Insofern ist der Vorsto von NRW-Innenminister Ralf Jger politisch nachvollziehbar. Gut ist auch, wenn ffentlich darber diskutiert wird, was mit dem Geld der kommunalen Geldinstitute geschieht. Kungelrunden jedenfalls sollten nicht darber entscheiden, wofr sich die Sparkassen vor Ort engagieren. Mehr Transparenz fhrt zu besseren Ergebnissen. Es stimmt ja: Nicht nur Deutsche Bank und Co. machen glnzende Geschfte, auch die Sparkassen erwirtschaften ordentliche Gewinne. Falsch wre es allerdings, die Sparkassen zu berfordern oder zu berschtzen. Ihre Gewinne sind zwar beachtlich, sie reichen aber nicht ansatzweise aus, um die Haushalte der Ruhrgebietsstdte wirklich zu sanieren.

Pressekontakt:

Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion 
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion@waz.de 

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WAZ: Bloß keine Illusionen
- Kommentar von Ulf Meinke

Die Ausstiegslüge – Deutsche Bank finanziert immer noch Streumunitionshersteller – CDU/CSU und FDP wollen im Bundestag Verbotsantrag für Investments…

Berlin (ots) – Neueste Recherchen von FACING FINANCE und PROFUNDO belegen aktuelle bzw. laufende Geschftsbeziehungen deutscher Finanzdienstleister mit Herstellern von Streumunition in Hhe von nahezu 1,6 Milliarden Euro. Fast 90 Prozent dieser Geschfte betreibt die Deutsche Bank Group, so das Ergebnis der Untersuchung.

Am 9.11.2011 hatte die Deutsche Bank ffentlich erklrt, die Geschftsbeziehungen zu Herstellern von Streumunition einstellen zu wollen. Deutsche Bank-Chef Ackermann besttigte dies am 2. Februar 2012 gegenber der ARD-Tagesschau nochmals, als er betonte: “…die Deutsche Bank ist aus der Finanzierung von Streumunition ausgestiegen…”.

Die Realitt sieht jedoch anders aus: Nach der Ausstiegserklrung vom 9.11.2011 der Deutschen Bank Group schloss diese Anleihe- und Kreditgeschfte mit Herstellern von Streumunition in Hhe von mindestens 126 Mio. Euro ab und hielt zudem fast 7,5 Mio. Aktien von diesen Unternehmen. “Diese Zahlen sind ein absolutes Armutszeugnis fr die Deutsche Bank und belegen, dass die eigene Selbstverpflichtung nicht das Papier wert ist, auf dem es steht. Die Deutsche Bank ist der einzige uns bekannte deutsche Finanzdienstleister, der Streumunitionshersteller aktuell weiterhin fr kreditwrdig hlt”, beklagt Barbara Happe von urgewald e.V..

“Es grenzt schon an Zynismus, nur einen Tag (3. Februar 2012) nach Josef Ackermanns Ausstiegserklrung auf der Bilanzpressekonferenz der Deutschen Bank einen Kredit in Hhe von 47,5 Mio. Euro an den US-Streumunitionshersteller L-3 Communications zu vergeben”, verurteilt auch Kchenmeister von Facing Finance das Verhalten der Deutschen Bank und fordert einen echten und transparenten Ausstieg und ein Ende der Tuschung der Aktionre und der ffentlichkeit.

Die Recherchen von Facing Finance und Profundo belegen aktuelle Beteiligungen deutscher Finanzdienstleister in den letzten beiden Jahren. Sie belaufen sich dabei auf knapp 450 Mio. Euro, whrend seit 2007 laufende Kredite und Anleihegeschfte 1,15 Mrd. Euro ausmachen. Neben der Deutschen Bank sind noch andere deutsche Kreditinstitute, allerdings in sehr geringem und abnehmendem Umfang involviert. “Mittlerweile haben wichtige deutsche Finanzdienstleister auf die Kritik der Zivilgesellschaft reagiert und Selbstverpflichtungen verabschiedet, die eine direkte Finanzierung von Streumunitionsherstellern ausschlieen. Viele halten sich daran oder haben ihr Engagement zumindest deutlich reduziert”, erlutert Barbara Happe. Hierzu gehren z.B. die Commerzbank, die UnicreditGroup/HypoVereinsbank, zahlreiche Landesbanken (WestLB AG, LBBW Invest, BayernInvest) oder aber auch die Fondsgesellschaft der Sparkassen, DekaInvestment, die Deutsche Bank Tochter DWS-Europe und auch die Allianz Global Investors Europe.

“Trotz des teilweisen und freiwilligen Verzichtes einiger Finanzdienstleister bentigen wir Rechtssicherheit in Form eines gesetzlichen Verbotes des Investments in Streumunition”, fordert Thomas Kchenmeister und verweist auf das negative Beispiel der Deutsche Bank Group und die teilweise lckenhaften Selbstverpflichtungen der deutschen Finanzbranche. Facing Finance fordert vor dem Hintergrund der Rechercheergebnisse und mit Hinweis auf die Schweizer Rechtslage von den zustndigen deutschen Ministerien und Behrden eine Klrung, ob nicht schon die derzeit gltige Fassung des Kriegswaffenkontrollgesetzes (KWKG) ein Investment in Streumunition unter Strafe stellt. Paragraf 18a des KWKG vom 6.6.2009 untersagt seit seiner Novellierung im Juni 2009 u.a. eine Frderung der Entwicklung und Herstellung von Antipersonenminen oder Streumunition.

Ein aktuell von den Oppositionsparteien eingebrachter Antrag (17/7339) fordert eine nderung bzw. Przisierung des 18a des KWKG dahingehend, dass das darin enthaltene Frderungsverbot des Einsatzes, der Lagerung, der Herstellung, der Entwicklung und des Handels von Antipersonenminen und Streumunition auch ausdrcklich ein Investitionsverbot mit einschliet. SPD, Grne/Bndnis 90 und DIE LINKE greifen damit die Forderungen von Facing Finance und urgewald e.V. vom Dezember 2010 auf, die auch noch einmal auf einer Informationsveranstaltung im Deutschen Bundestag am 22.9.2011 wiederholt wurden.

Die Regierungsfraktionen von CDU/CSU und FDP hatten gegenber Facing Finance im Vorfeld der morgigen Abstimmung im Deutschen Bundestag angekndigt dem Antrag und damit einem gesetzlichen Verbot des Investments in Streumunition nicht zuzustimmen.

“Es wre fatal wenn die Regierungsfraktionen jetzt ihre schtzenden Hnde ber die Deutsche Bank und deren Wortbruch halten und die damit verbundene Tuschung der ffentlichkeit tatenlos im Raum stehen lassen”, mahnt Thomas Kchenmeister im Vorfeld der morgigen Abstimmung im Deutschen Bundestag und fordert die Regierungsfraktionen auf umzudenken und einem Verbotsgesetz zuzustimmen.

Die detaillierten Rechercheergebnisse und Hintergrundinformationen werden auf den Websites www.facing-finance.org und www.urgewald.de verffentlicht.

Zustzliche Informationen sind am 21.3. “ZEIT online” und am 22.3. “DIE ZEIT” sowie den ZDF-Nachrichtensendungen zu entnehmen.

Die Kampagne Facing Finance sensibilisiert Investoren nicht in Unternehmen zu investieren, die von Menschenrechtsverletzungen, Umweltverschmutzung, Korruption und der Herstellung vlkerrechtswidriger Waffen profitieren. Facing Finance ist ein Bndnis von: Solidarittsdienst-international (SODI) e.V., urgewald e.V., EarthLink e.V., FAIR FIN (ehemals Netwerk Vlaanderen), CentrumCSR.PL und JA! Justitia Ambiental aus Mosambik und wird untersttzt vom evangelischen Hilfswerk “Brot fr die Welt”.

Facing Finance ist Mitglied der Internationalen Kampagne gegen Streumunition (Cluster Munition Coalition) und der Internationalen Kampagne zum Verbot von Antipersonenminen (ICBL).

Bei Rckfragen und Interviewwnschen wenden Sie sich bitte an:

Thomas Kchenmeister, Koordinator FACING FINANCE  +49 (0)175-4964082
Dr. Barbara Happe, Bankenreferentin bei urgewald e.V. +49 
(0)172-6814474 

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Die Ausstiegslüge – Deutsche Bank finanziert immer noch Streumunitionshersteller – CDU/CSU und FDP wollen im Bundestag Verbotsantrag für Investments…

NGO: Deutsche Bank finanziert weiter Hersteller von Streumunition

Hamburg (ots) – Die Deutsche Bank hat nach Recherchen der finanzmarktkritischen Organisation “Facing Finance” ihr Versprechen gebrochen, nicht mehr in Hersteller von Streumunition zu investieren. Eine bislang unverffentlichte Studie der Organisation, die ZEIT ONLINE vorliegt, kommt zu dem Ergebnis, dass die Bank auch nach ihrer Erklrung vom November des vergangenen Jahres einen Kredit an das Technologieunternehmen L-3 Communications vergeben hat. Zudem haben der Studie zufolge mehrere Dutzend von der Deutschen Bank oder einem Tochterunternehmen gemanagte Investmentfonds einen Teil des von ihnen verwalteten Geldes in Unternehmen angelegt, die Streubomben produzieren.

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann habe “schlicht nicht die Wahrheit” gesagt, als er den Ausstieg aus dem Streubombengeschft verkndet hat, sagte Thomas Kchenmeister, Koordinator von “Facing Finance”, zu ZEIT ONLINE. Das Volumen der fraglichen Geschfte beluft sich nach Angaben der Organisation auf 1,4 Milliarden Euro.

Die Deutsche Bank bestreitet den Vorwurf der Organisation. L-3 Communications habe versichert, keine Streubomben mehr zu bauen, sagte ein Sprecher der Bank. Den Managern der Investmentfonds sei es zudem aus juristischen Grnden bisher nicht mglich gewesen, aus den betreffenden Unternehmen auszusteigen. Unabhngige Experten halten die Argumente der Bank jedoch fr wenig berzeugend. Das Beratungsunternehmen Ethix, das auch die Deutsche Bank mit Informationen beliefert, stuft L3-Communications nach wie vor als Streubombenhersteller ein. Skeptisch beurteilen Fachleute auch die Aussage der Bank, die Fondsmanager htten die Aktien von Streubombenherstellern nicht ohne Weiteres abstoen knnen: “Ich sehe nicht, was daran schwierig sein sollte”, sagte Thomas Heidorn, Professor fr Bankbetriebslehre an der Frankfurt School of Finance and Management.

Die Deutsche Bank hatte am 9. November 2011 ffentlich erklrt, sich aus den Geschften mit Streubombenherstellern zurckzuziehen. “Die Deutsche Bank hat darber hinaus jetzt entschieden, dass sie Geschftsbeziehungen zu Unternehmen einstellen wird, die neben vielen anderen Produkten auch Streubomben produzieren”, hie es in der Erklrung.

ZEIT ONLINE hat die Recherchen des Analyseinstituts Profundo und von Facing Finance in dieser interaktiven Grafik visualisiert: www.zeit.de/wirtschaft/streubomben

Das vollstndige ZEIT ONLINE-Interview mit Thomas Kchenmeister von “Facing Finance” finden Sie unter: www.zeit.de/wirtschaft/2012-03/streubomben-kuechenmeister

Den vollstndigen ZEIT ONLINE-Text zu dieser Meldung finden Sie unter: www.zeit.de/2012/13/Streubomben

Bei Rckfragen wenden Sie sich bitte an:

Philip Faigle, ZEIT ONLINE (Tel.: 030 / 322950-138. E-Mail: 
philip.faigle@zeit.de) und Wolfgang Uchatius, DIE ZEIT, (Tel.: 
040-3280-283, E-Mail: wolfgang.uchatius@zeit.de). 

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NGO: Deutsche Bank finanziert weiter Hersteller von Streumunition

Börsen-Zeitung: Drittklassig, Kommentar zur Deutschen Bank von Bernd Wittkowski

Brsen-Zeitung: Drittklassig, Kommentar zur Deutschen Bank von Bernd Wittkowski

Frankfurt (ots) – Fangen wir mit der Kommunikation an: ein Desaster! Die Deutsche Bank soll eine neue Fhrungsstruktur bekommen, Vorstand und Group Executive Committee werden mchtig aufgemischt. Das wei in dieser Phase ein kleinster Kreis, neben den knftigen Co-Chefs Jrgen Fitschen und Anshu Jain vor allem der vierkpfige Prsidialausschuss des noch von Clemens Brsig geleiteten Aufsichtsrats. Aber irgendwer kann das Wasser nicht halten und spielt die Informationen brhwarm ausgerechnet der Boulevardpresse zu. Das ist das Niveau drittklassiger Politiker, um es noch wohlwollend zu sagen. Wenn sich dieser Stil beim nach eigenem Anspruch “weltweit fhrenden Anbieter von Finanzlsungen” durchsetzt, dann gute Nacht, Deutsche Bank.

Der skandalse Vorgang zeigt eines berdeutlich: Die Bank steckt – ausgelst durch das bevorstehende Ausscheiden des amtierenden Vorstandsvorsitzenden Josef Ackermann – in einem radikalen Umbruch. Das gilt fr das Fhrungspersonal und damit untrennbar verbunden auch fr die strategische Aufstellung. Zu letzterem Punkt nur so viel: Die Deutsche Bank wird definitiv weniger deutsch, und sie wird immer mehr von Investmentbankern gefhrt.

Die Folge eines solchen Umkrempelns sind Machtkmpfe, es gibt Gewinner und Verlierer, offene Rechnungen werden beglichen, alte Buddies mssen weg, zumal wenn sich bei ihnen allzu viel Einfluss geballt hat und sie im Einzelfall obendrein schon mal Anlass zu Zweifeln an ihrer Loyalitt gegeben haben, neue Kumpels kommen. Da geht es in der Hochfinanz nicht viel anders zu als im wahren Leben.

In der Sache mag es durchaus gute Grnde fr den strukturellen und personellen Umbau an der Spitze geben. Aus Sicht des knftigen Fhrungsduos und auch, so mag man vermuten, des designierten Aufsichtsratsvorsitzenden Paul Achleitner weist das heutige Gefge Schwchen auf. Touch! Doch die Erkenntnis, dass manche Einheit ber die Jahre ein beachtliches Eigenleben entwickelt hat, fiel auch bisher nicht unters Bankgeheimnis. Um das schon vor Jahren gesehen zu haben, musste man nicht Deutsch-Banker gewesen sein.

Mehr Teamplay, weniger Silodenken, Verteilung der Verantwortung auf mehr Schultern: alles in Ordnung, wiewohl es kein Patentrezept gibt, wie heutzutage eine global agierende Grobank zu fhren ist. Aber wenn der Status quo Schwchen hat, mssen Fitschen und Jain als Mitglieder des Vorstands sich diese zurechnen lassen. Oder wurde in diesem Kollektivorgan in den vergangenen Jahren jeder Reformversuch blockiert?

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Börsen-Zeitung: Drittklassig, Kommentar zur Deutschen Bank von Bernd Wittkowski

Schuldenkrise macht Ackermann Strich durch die Rechnung von Arne Ruhnau

Die Euro-Schuldenkrise verdirbt Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann seinen Abschied von der Konzernspitze.

Eigentlich wollte der Schweizer für 2011 einen Rekordgewinn von zehn Milliarden Euro präsentieren. Doch davon ist Deutschlands größtes Geldhaus nun meilenweit entfernt: Es sind nur 5,4 Milliarden vor Steuern geworden, wie das Institut am Donnerstag mitteilte. Im vierten Quartal fiel sogar ein Verlust an, weil die große Verunsicherung der Investoren das einst lukrative Kapitalmarktgeschäft zum Stillstand brachte. Vom Investmentbanking ist die Bank zum Leidwesen der Ratingagenturen nach wie vor sehr abhängig. Zuwächse im Privatkundengeschäft konnten die Einbußen nicht ausbügeln. Auf griechische Staatsanleihen fielen weitere Abschreibungen an. Es wird nun Aufgabe von Ackermanns Nachfolgern Anshu Jain und Jürgen Fitschen sein, irgendwann einmal zweistellige Milliardengewinne einzufahren und damit zu großen US-Rivalen wie JPMorgan aufzuschließen.

Ackermann sprach am Donnerstag von “ansehnlichen” Ergebnissen. “Unsere ‘klassischen’ Geschäftsfelder haben 2011 mit Rekordergebnissen marktbedingte Schwächen im Investmentbanking ausgeglichen.” Ein Jahr zuvor hatte das Institut wegen massiver Abschreibungen auf die Tochter Postbank nur vier Milliarden Euro verdient. Die Dividende soll 2011 mit 75 Cent stabil bleiben.

Eine Dekade stand der bald 64-Jährige an der Konzernspitze. Zuletzt eilte er von Krisengipfel zu Krisengipfel, um als Vertreter der internationalen Bankenbranche eine Lösung für das hochverschuldete Griechenland auszuhandeln. Mit der Hauptversammlung im Mai übergibt Ackermann nun das Ruder an das neue Führungsduo. Bankexperten sind skeptisch, dass das Institut schnell wieder zu Hochform auflaufen kann. “Es ist nicht davon auszugehen, dass die Deutsche Bank im ersten und zweiten Quartal 2012 im Investmentbanking zu den Ergebnissen der Vorjahre zurückkehren wird”, sagt Merck-Finck-Analyst Konrad Becker. “Die Rentabilität der Deutschen Bank wird erst mal gedämpft bleiben.”

Das Jahresergebnis lag deutlich unter den Analystenerwartungen, die der Bank im Schnitt vor Steuern 6,8 Milliarden Euro zugetraut hatten. Wesentlicher Grund waren das überraschend schwache vierte Quartal sowie Sonderbelastungen, etwa Abschreibungen auf kriselnde Unternehmensbeteiligungen. Nach Steuern verdiente das Frankfurter Institut 2011 mit 4,3 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr (2,3 Milliarden) – allerdings nur dank Steuereffekten.

Am Markt machte sich große Enttäuschung breit. Vorbörslich notierte die Deutsche-Bank-Aktie sechs Prozent unter dem Schlusskurs von 34,04 Euro vom Vortag. Als Ackermann das Ruder übernommen hatte, war der Kurs noch doppelt so hoch. Auch andere Finanzaktien haben in dem Zeitraum allerdings ähnlich stark an Wert verloren.

GOLDENE ZEITEN IM INVESTMENTBANKING – DAS WAR EINMAL

Im vierten Quartal lag der Vorsteuerverlust bei 351 Millionen Euro. Allein in der Investmentbanking-Sparte (CB&S) belief sich das Minus wegen herber Einbußen im Anleihe- und Aktiengeschäft auf 422 Millionen, vor einem Jahr gab es noch einen Gewinn von 603 Millionen. Für Rechtsstreitigkeiten vor allem wegen umstrittener Hypothekengeschäfte in den USA legte die Bank 380 Millionen Euro zurück, was das Ergebnis zusätzlich belastete. Damit hat auch das Bild von Chef-Investmentbanker Jain einen Kratzer bekommen. Der “indische Bond-Junkie” war mit seiner Londoner Mannschaft in der Vergangenheit der Star im Konzern, regelmäßig lieferte er den Löwenanteil der Gewinne ab. Bis auf weiteres muss er sich nun mit weniger zufriedengeben.

Doch bei anderen europäischen Häusern, die in den nächsten Tagen mit ihren Zahlen folgen, dürfte sich ein ähnliches Bild zeigen. Experten von Credit Suisse schätzen, dass die Institute im Investmentbanking im vierten Quartal nochmal 15 Prozent weniger eingenommen haben als bereits im schwachen dritten Vierteljahr. Bei den großen US-Instituten betrug das Minus fünf Prozent. Die europäischen Häuser sind stärker am hiesigen Anleihe-Markt aktiv, wo in der zweiten Jahreshälfte so gut wie nichts mehr ging.

Das Privatkundengeschäft (PBC) hatte Ackermann in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut – vor allem mit der Postbank-Übernahme. Inzwischen zählt die Deutsche Bank weltweit knapp 30 Millionen Privatkunden. Die Investitionen zahlen sich mehr und mehr aus: Die Sparte lieferte im Schlussquartal einen stabilen Gewinn von 227 Millionen Euro ab. Die Vermögensverwaltung (AWM), über Jahre das Sorgenkind im Konzern, steigerte ihr Ergebnis auf 165 Millionen Euro von 59 Millionen vor Jahresfrist. Große Teile des Asset Managements hat die Deutsche Bank ins Schaufenster gestellt – und Finanzkreisen zufolge eine ganze Reihe von Bietern angelockt. Möglicherweise kann Ackermann den Verkauf noch vor seinem Abgang unter Dach und Fach bringen.

von Arne Ruhnau