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Club of Rome-Forscher warnen – „Uns droht ein Rückfall in die Agrargesellschaft“

Mit den „Grenzen des Wachstums“ rüttelte der „Club of Rome“ vor knapp 40 Jahren die Welt auf. Jetzt sagen die Forscher den Abstieg der Industriestaaten voraus und warnen, die Erde werde sich so drastisch verändern, dass wir uns Rohstoffe wie Öl und Gas bald nicht mehr leisten können.

Die moderne Zivilisation ist abhängig von Öl, seltenen Erden und Phosphat – doch diese Rohstoffe kann sie sich bald nicht mehr leisten. Zu diesem Ergebnis kommt der Forscherverbund „Club of Rome“ in seinem neuesten Bericht „Der geplünderte Planet“. Die Forscher warnen darin vor einer Verknappung von Ressourcen und dem Zusammenbruch des Ökosystems. Schon lange bevor der Welt die Rohstoffe ausgingen, werde sie sich die Ausplünderung aber nicht mehr leisten können, betonte der italienische Autor und Chemiker Ugo Bardi in Berlin.

Denn bald müsse man mehr Energie in die Förderung von Öl und Gas investieren als man herausbekomme, so Bardi. „Schon jetzt verbraucht die Bergbau-Industrie zehn Prozent des weltweit hergestellten Diesel-Kraftstoffs.“ Es seien fast nur noch Ressourcen mit geringer Konzentration übrig, für die man immer tiefer bohren und – wie beim Fracking – teurere Technologien anwenden müsse.

Das „Verglühen des fossilen Feuers“ und die Zerstörung des Ökosystems mit hohen Konzentrationen von Treibhausgasen, versauerten Ozeanen und überfluteten Küsten werden die Erde nach Bardis Ansicht verwandeln. „Sie machen uns zu Bewohnern eines neuen Planeten – eines Planeten mit ganz anderen klimatischen Bedingungen und einer geringeren Ressourcenverfügbarkeit“, schreibt er.

Auf Autobahnen und Flugverkehr müssten die Menschen verzichten

Mit dem Verschwinden fossiler Brennstoffe könne die Welt zu einer agrarischen Gesellschaft zurückkehren, malt der Chemiker ein düsteres Bild. Wenn es gelänge, die Stromerzeugung mit anderen Mitteln – wie etwa der Solarenergie – aufrechtzuerhalten, müsse ein neues System zwar auf Autobahnen und Flugverkehr verzichten, nicht aber auf Internet, Roboter, Kommunikation über große Distanzen und Ernährungssicherheit.

Der Report erscheint 41 Jahre nach dem Bericht „Die Grenzen des Wachstums“, der den „Club of Rome“ 1972 bekanntgemacht hatte. Auch hier hatte der Forscherverbund bereits vor dem Ende der Rohstoffe und vor Umweltzerstörung gewarnt. Ein großer Teil der Prognosen sei eingetreten, betonte „Club of Rome“-Vizepräsident Ernst-Ulrich von Weizsäcker.

„Die Probleme haben sich vergrößert, nicht verkleinert.“

Der neue Report „Der geplünderte Planet“ zeige auch, dass die Energiewende nur eine Vorstufe einer Ressourcenwende sein dürfe, sagte Maja Göpel vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie. Bereits jetzt würden so viele Rohstoffe verbraucht, dass ein Nullwachstum für eine nachhaltige Entwicklung nicht ausreiche.

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NRZ: Oberhausener Forscher suchen "Seltene Erden" in Hüttenhalden

NRZ: Oberhausener Forscher suchen “Seltene Erden” in Httenhalden

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Essen (ots) – Forscher aus Oberhausen sollen dazu beitragen, Deutschland unabhngiger von Importen wichtiger Rohstoffe wie “Seltenen Erden” zu machen. Im Visier haben sie dabei die Httenhalden der Roheisen- und Stahlindustrie, wie die Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (NRZ, Donnerstagausgabe) berichtet. Eine Testregion sei das Ruhrgebiet, sagte Projektleiter Michael Jandewerth.

In dem Projekt des Oberhausener Fraunhofer-Instituts “Umsicht”, das vom Bundesforschungsministerium gefrdert wird, erstellen die Wissenschaftler in einem ersten Schritt ein deutschlandweites Kataster ber mgliche Rohstoff-Ressourcen in den Halden. Konkret haben sie Metalle wie Eisen oder Chrom im Blick, aber auch “Seltene Erden”. Spter soll es um die Frage gehen, wie sich die Stoffe zurckgewinnen lassen.

“Seltene Erden” stecken in vielen Hightech-Produkten wie Touchscreens von Smartphones, Batterien fr Elektroautos oder Hochleistungsmagneten von Windanlagen. Hier hat China bislang eine tragende Rolle als Exportland, die Ausfuhr “Seltener Erden” aber zuletzt stark eingeschrnkt.

“Mit dem Ressourcenkataster geben wir der Regierung ein Werkzeug an die Hand, um abschtzen zu knnen, wo in Deutschland noch welche Rohstoffe liegen”, nannte Forscherin Asja Mrotzek das Ziel. Die Metalle, die in Stuben, Schlmmen, Schlacken und anderen berbleibseln aus der Stahl- und Roheisenindustrie stecken, htten fr Deutschland einen enormen Wert – sie knnten die extreme Abhngigkeit von Rohstoff-Importen senken.

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Skelett eines menschlichen Vorläufers – Fossil „Lucy“ kehrt zurück nach Äthiopien

Lucy kehrt zurück nach Äthiopien. Fast sechs Jahre lang gastierte das berühmte Fossil auf Ausstellungen in den USA. Das Skelett eines weiblichen Vormenschen hat seinen Namen von den Beatles – heißt in seiner Heimat aber ganz anders.

Fast sechs Jahre lang war «Lucy» in den USA unterwegs – jetzt kehrt das weltberühmte Fossil in seine äthiopische Heimat zurück. Dies gab die Regierung des ostafrikanischen Landes am Dienstag bekannt.

Der sensationelle Fund des amerikanischen Paläoanthropologen Donald Johanson bewies im Jahr 1974 erstmals, dass die Vorläufer des Menschen bereits vor drei Millionen Jahren aufrecht gehen konnten. Sein Team stieß im äthiopischen Afar-Dreieck auf 40 Prozent des Skeletts des etwa ein Meter großen weiblichen Vormenschen. «Australopithecus afarensis» lautet ihr wissenschaftlicher Name.

Ihr Spitzname stammt von dem Beatles-Song «Lucy in the sky with diamonds», der angeblich gerade aus einem Kassettenrekorder dröhnte, als die Forscher die Knochen fanden. In ihrer Heimat wird das Fossil «Dinknesh» genannt, «die Wundersame». Seit 2007 war Lucy unter anderem in Museen in Houston, Seattle und New York zu sehen. Seither wurde im äthiopischen Nationalmuseum in Addis Abeba eine Kopie gezeigt.

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CardioFocus veranstaltet Jahressymposium zum HeartLight®-System auf Tagung der Deutschen Krebsgesellschaft

Marlborough, Massachusetts (ots/PRNewswire) – Prsentation der Ergebnisse der fast 1.000 bisher in Deutschland behandelten klinischen Flle

CardioFocus, Inc., der Entwickler des endoskopischen Ablationssystems HeartLight zur Behandlung von Vorhofflimmern (VHF), gab heute bekannt, dass sich Kardiologen aus ganz Deutschland versammelt haben, um ber ihre klinischen Erfahrungen mit dem HeartLight-System sowie dessen Rolle bei der Behandlung von VHF im fortgeschrittenen Stadium zu sprechen. Die Veranstaltung fand am 3. April im Zuge der 79. Jahrestagung der Deutschen Krebsgesellschaft in Mannheim statt.

Im Vordergrund des Symposiums mit dem Titel “Visually Guided Laser Balloon Ablation: 1,000 Patients Ablated in Germany” standen die seit der Einfhrung in Deutschland erzielten klinischen Fortschritte mit dem HeartLight-System. Dabei ging es auch um wichtige Erkenntnisse bei der Durchfhrung einer dauerhaften Pulmonalvenenisolation und bei der Optimierung der langfristigen Wirksamkeit des Verfahrens. Die Leitung des Programms bernahmen die Kardiologen Prof. Dr. med. Claus Schmitt des Klinikums Karlsruhe in Karlsruhe und Prof. Dr. med. Andreas Gotte des St.Vincenz-Krankenhauses in Paderborn.

Prof. Schmitt erklrte: “In vielen Behandlungszentren in Deutschland und ganz Europa entwickelt sich das HeartLight-System rasch zu einer bewhrten Behandlungsoption fr VHF. rzte dokumentieren fortwhrend positive Patientenergebnisse und beeindruckende langfristige Erfolgsquoten. Unsere umfassenden Erfahrungen, die wir in den vergangenen Jahren beim Erlernen der Technologie und bei ihrer Weiterentwicklung gesammelt haben, haben auf dem Symposium fr intensive Diskussionen gesorgt. Wir freuen uns darauf, aus der klinischen Anwendung des Systems weitere Erkenntnisse zu gewinnen.”

Im Rahmen des Veranstaltungsprogramms verffentlichten Forscher der Asklepios Klinik St. Georg in Hamburg Daten aus Nachuntersuchungen, die mithilfe des HeartLight-Systems durchgefhrt wurden. Diese zeigten, dass der Sinusrhythmus bei 75 % aller Patienten nach dem Eingriff gleich blieb. Die Forscher merkten an, dass diese Ergebnisse mit herkmmlichen Verfahren wie der Radiofrequenzablation und dem Kryoballon vergleichbar seien – und unter Umstnden sogar fr Verbesserungen sorgen knnten. Hinzu kamen weitere Prsentationen von anderen Gruppen zu diesen Themen, die beispielsweise das Sicherheitsprofil der Technologie, bewhrte Verfahren zur Durchfhrung einer dauerhaften Pulmonalvenenisolation und die potenzielle Anwendbarkeit von HeartLight zur Behandlung von chronischem Vorhofflimmern betrafen.

Stephen Sagon, der Prsident von CardioFocus, erklrte: “Die im Zuge des Symposiums vorgestellten Studien waren in erster Linie ein Beleg fr die Vielseitigkeit des Systems sowie dessen Eignung fr verschiedenste Patientenanatomien und fr die vielversprechenden Eigenschaften von Laserenergie bei der Durchfhrung einer dauerhaften Pulmonalvenenisolation. Kardiologen aus Deutschland zhlen auf dem Gebiet der RF-Ablation zu den fhrenden Forschungsgruppen. Wir sind von ihren gesammelten Erfahrungen aus 1.000 Behandlungsfllen mit HeartLight begeistert und hoffen darauf, weiterhin verbesserte klinische Ergebnisse zu beobachten.”

Die Technologie war auch Gegenstand zweier krzlicher Publikationen in den Fachzeitschriften Circulation: Arrhythmia and Electrophysiology und Expert Reviews in Medical Devices. Der von Dr. med. Srinivas Dukkipati der Mount Sinai School of Medicine in New York im US-Bundesstaat New York stammende Artikel in Circulation enthielt die Ergebnisse der ersten 200 mit dem HeartLight-System behandelten Patienten aus 15 verschiedenen Medizinzentren. [1] Bei diesen ersten Fllen gelang es, eine akute Isolation in Hhe von 99 % zu erzielen. Die Mehrzahl der Patienten wies im Rahmen der Nachuntersuchung 12 Monate nach dem erfolgten Eingriff kein Vorhofflimmern mehr auf und bentigte auch keine antiarrhythmischen Medikamente mehr. Daraus schlossen die Forscher, dass die Ergebnisse auf eine kurze Einarbeitungsphase im Zusammenhang mit der HeartLight-Technologie hindeuten. Der Artikel wurde am 4. April online verffentlicht.

Der in der Mrz-Ausgabe von Expert Reviews in Medical Devices verffentlichte Artikel zur klinischen Prfung stammt von Dr. med. Stefano Bordignon und seinen Kollegen des Cardioangiologischen Centrums Bethanien in Frankfurt. [2] Im Artikel wurde das einzigartige Design des Katheter-Ablationssystems besprochen und darauf hingewiesen, dass HeartLight der erste kardiale Ablationskatheter ist, der ein Endoskop zur unmittelbaren Visualisierung des schlagenden Herzens enthlt und berdies mit einer Laserenergie-Quelle und einem entsprechenden Ballonkatheter ausgestattet ist, die sich ungeachtet der jeweiligen anatomischen Eigenschaften fr praktisch jede Pulmonalvene eignen. Die Forscher vertreten die Ansicht, dass das System einen Paradigmenwechsel bei der Ablation von Herzrhythmusstrungen auslsen knnte, wenn umfassendere klinische Studien die bisher erzielten Ergebnisse besttigen.

Nheres ber CardioFocus und das HeartLight System erfahren Sie auf www.CardioFocus.com [Informationen zu CardioFocus, Inc.

CardioFocus, Inc. ist ein Hersteller medizinischer Gerte, der sich der Weiterentwicklung von Ablationsverfahren zur Behandlung verschiedener Herzleiden wie beispielsweise Vorhofflimmern (VHF) verschrieben hat. Das neuartige endoskopische Ablationssystem HeartLight zur Katheterablation enthlt ein Endoskop, mit dessen Hilfe rzte ins Innere des Herzens sehen und erstmals auch die Anwendung von Laserenergie visuell steuern knnen, um eine dauerhafte Pulmonalvenenisolation zu erreichen.

Das endoskopische Ablationssystem HeartLight wird ber fhrende Institutionen in ganz Europa und Australien vertrieben. In den USA ist das Gert fr Tests im Rahmen klinischer Studien zugelassen und derzeit Gegenstand einer mageblichen Studie, mit der im Jahr 2012 begonnen wurde. CardioFocus hat seine Firmenzentrale in Marlborough im US-Bundesstaat Massachusetts. Nhere Informationen zum Unternehmen und dessen Technologie erhalten Sie auf www.CardioFocus.com [Die in dieser Pressemeldung errterten wissenschaftlichen Informationen sind vorlufiger Natur und dienen Untersuchungszwecken. Das endoskopische Ablationssystem HeartLight von CardioFocus ist von der US-amerikanischen Bundesbehrde zur berwachung von Nahrungs- und Arzneimitteln (FDA) nicht zugelassen. Daher knnen und sollten keinerlei Schlsse hinsichtlich der Sicherheit oder Wirksamkeit des Systems gezogen werden. Die Entscheidung, ob ein Produktkandidat fr die untersuchte(n) Indikation(en) sicher und wirksam ist, obliegt einzig und allein der FDA. Professionelle Gesundheitsdienstleister sollten sich auf die von der FDA zugelassene Kennzeichnung der Produkte beziehen bzw. sich auf diese verlassen – und nicht auf Informationen, die in dieser Pressemeldung errtert werden.

[1] S Dukkipati et al. “Pulmonary Vein Isolation Using a Visually-Guided Laser Balloon Catheter: The First 200-Patient Multicenter Clinical Experience.” Circ Arrhythm Electrophysiol. 2013 online. http://circep.ahajournals.org/content/early/2013/04/04/CIRCEP.113.000431.abstract?sid=905d5db4-754e-4429-bfe1-3c1153bbe827 [http://circep.ahajournals.org/content/early/2013/04/04/CIRCEP.113.000431.abstract?sid=905d5db4-754e-4429-bfe1-3c1153bbe827]

[2] S Bordignon et al. “Endoscopic ablation systems.” Expert Rev. Med. Devices. 2013;10(2), 177-183. http://www.expert-reviews.com/doi/abs/10.1586/erd.12.86 [http://www.expert-reviews.com/doi/abs/10.1586/erd.12.86]

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CardioFocus veranstaltet Jahressymposium zum HeartLight®-System auf Tagung der Deutschen Krebsgesellschaft

Ohne Handy ins Grüne bringt Kreativitäts-Schub

Gesundheit,Freizeit,Mobile Kommunikation,Ratgeber,Kreativitt

Ohne Handy ins Grne bringt Kreativitts-Schub

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Hamburg (ots) – Ein mehrtgiger Aufenthalt in der freien Natur ohne Handy frdert deutlich die Kreativitt. Nach einem Bericht des Frauen-Lifestylemagazins “Women’s Health” (Ausgabe 5/2013, EVT 10.04.2013) haben das Forscher der US-amerikanischen University of Kansas herausgefunden. Die Wissenschaftler hatten fr die Studie eine Test-Gruppe vier Tage lang ohne Mobiltelefone ins Grne geschickt und sie anschlieend einem Kreativittstest unterzogen. Dabei schnitten die handylosen Teilnehmer doppelt so gut ab, wie eine Vergleichsgruppe, die zuhause geblieben und stndig telefonisch erreichbar war. Als Grund fr den Kreativitts-Schub vermuten die Forscher, dass das von Alltagsreizen berflutete Gehirn in der Natur entspannt wird und mehr Zeit fr Geistesblitze hat, wenn es dabei nicht durch Telefonanrufe abgelenkt wird.

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Ohne Handy ins Grüne bringt Kreativitäts-Schub

„Demokratie kein stabiler Sockel“ – Alte Westler und junge Ostler eint der Fremdenhass

Ost und West wachsen immer mehr zusammen – im Hinblick auf rechtsextreme Anschauungen sogar generationenübergreifend: Vor allem bei jüngeren Ostdeutschen und alten Westdeutschen ist Ausländerfeindlichkeit sehr verbreitet. Ihre Einmütigkeit bedroht die gesamte Gesellschaft.

Ausländerfeindliche Einstellungen sind einer Studie zufolge vor allem bei jüngeren Ostdeutschen und alten Westdeutschen verbreitet. In einer am Montag veröffentlichten Untersuchung fanden Forscher der Uni Leipzig heraus, dass im Westen die Zustimmung zu ausländerfeindlicher Gesinnung bei den Jüngeren am niedrigsten und den Ältesten am höchsten ist. Im Osten dagegen stimmten die ab 1981 Geborenen in etwa dem gleichen Maße ausländerfeindlichen Einstellungen zu wie im Westen die bis 1930 Geborenen – nämlich jeweils zu über 31 Prozent.

„Unsere These, dass Ausländerfeindlichkeit die Einstiegsdroge ist, bestätigt sich deutlich“, erklärte der Wissenschaftler Elmar Brähler als einer der Studien-Leiter. Seit 2002 untersucht die Arbeitsgruppe um Brähler und Oliver Decker an der Universität Leipzig die rechtsextreme Einstellung in Deutschland. Im Rahmen dieser sozialpsychologischen „Mitte-Studien“ werden im Zwei-Jahres-Rhythmus repräsentative Erhebungen vorgenommen. Die nun vorgestellte Publikation stellt Ergebnisse aus den vergangenen zehn Jahren dar.

Jeweils zehn Prozent sind „eindeutig rechtsextrem“

Dabei bestätigte sich der Befund, dass Ausländerfeindlichkeit eine bundesweit sehr verbreitete Einstellung ist: Im Westen stimmten gut 23 Prozent der Befragten den ausländerfeindlichen Aussagen zu, im Osten waren es mit annähernd 32 Prozent deutlich mehr. Bei der Zustimmung zu antisemitischen Aussagen ergab sich genau das gegenteilige Bild: In Westdeutschland war demnach knapp jeder zehnte Befragte antisemitisch eingestellt, im Osten hingegen jeder Sechzehnte.

Bei fast zehn Prozent der vor 1950 geborenen Westdeutschen stellten die Forscher ein eindeutig rechtsextremes Weltbild fest, bei den bis 1930 Geborenen galt dies sogar für gut 16 Prozent. In Ostdeutschland dagegen waren gut zehn Prozent der seit 1971 Geborenen eindeutig rechtsextrem – wobei Männer überrepräsentiert waren.

Demokratie „kein auf immer stabiler Sockel“

„Das sind die Folgen einer autoritären Vergesellschaftung“, erklärte Decker mit Blick auf Nazi-Diktatur und den Zusammenbruch des DDR-Regimes. „Mit dem Zusammenbruch von Gemeinschaften, die ihre Mitglieder autoritär integrieren, treten autoritäre Aggressionen hervor.“

Der Studie zufolge ist die gesellschaftliche Mitte nicht davor geschützt, selbst zur Bedrohung der demokratisch verfassten Gesellschaft zu werden. Die Demokratie sei „kein auf immer stabiler Sockel“. Im Gegenteil: Fahre der gesellschaftliche Aufzug für einen Großteil ihrer Mitglieder nach unten, dann verliere auch die Demokratie ihre Integrationskraft.

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„Demokratie kein stabiler Sockel“ – Alte Westler und junge Ostler eint der Fremdenhass

Höchstdotierter Wissenschaftspreis – Hawking erhält millionenschweren Physik-Preis

Große Ehre und viel Geld für Astrophysiker Stephen Hawking: Der Brite erhält den Fundamental Physics Prize – mit drei Millionen Dollar der höchstdotierte Wissenschaftspreis der Welt. Auch Cern-Forscher dürfen sich freuen.

Der Astrophysiker Stephen Hawking (71) ist mit dem höchstdotierten Wissenschaftspreis der Welt ausgezeichnet worden. Hawking erhielt am Mittwoch in Genf den mit 3 Millionen Dollar (etwa 2,3 Millionen Euro) dotierten Fundamental Physics Prize.

Der schwerbehinderte Hawking nahm die Ehrung in Begleitung seiner Tochter persönlich entgegen. „Ich fühle mich sehr geehrt“, sagte Hawking. Er erhielt die Auszeichnung unter anderem für die Entdeckung der Strahlung von Schwarzen Löchern und für seine Beiträge zu Quantenaspekten des frühen Universums.

Cern-Forscher ebenfalls ausgezeichnet

Ebenfalls bekamen den Preis sieben Wissenschaftler, die am Europäischen Kernforschungszentrum Cern an der Suche nach

dem mysteriösen Higgs-Teilchen

beteiligt sind. Viele wissenschaftliche Errungenschaften der Physik kommen laut Hawking für den anerkannten Nobelpreis nicht infrage, weil die Bestätigung der Theorien sehr schwierig sei. Deshalb seien neue Wissenschaftspreise besonders wichtig, sagte er.

Der russische Investor Juri Milner stiftete die millionenschwere Auszeichnung im Juli 2012. Durch den Galaabend führte der US-Schauspieler Morgan Freeman.

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Höchstdotierter Wissenschaftspreis – Hawking erhält millionenschweren Physik-Preis

Braunäugige wirken vertrauenswürdig / Entscheidend ist aber nicht die Augenfarbe, die Gesichtsform prägt den Eindruck mit

Gesundheit,Psychologie,Forschung

Braunugige wirken vertrauenswrdig
Entscheidend ist aber nicht die Augenfarbe, die Gesichtsform prgt den Eindruck mit

Baierbrunn (ots) – Wer wirkt vertrauenswrdiger: Menschen mit braunen oder blauen Augen? Braunugige, sagten Testteilnehmer einer Studie von Forschern der Universitt von Prag mit Kollegen aus Kanada. Um das Ergebnis zu prfen, vertauschten die Wissenschaftler am Computer bei den Portrts die Augenfarbe und legten die Bilder dann anderen Testpersonen vor. Nun verschwand der Vertrauensbonus fr Braunugige, berichtet die “Apotheken Umschau”. Anscheinend weckt die fr Menschen mit braunen Augen typische Gesichtsstruktur Vertrauen, folgern die Forscher. Menschen mit braunen Augen haben hufiger ein rundes Kinn, einen breiteren Mund und grere Augen.

Dieser Text ist nur mit Quellenangabe zur Verffentlichung frei.

Das Gesundheitsmagazin “Apotheken Umschau” 3/2013 B liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

Pressekontakt:

Ruth Pirhalla
Tel. 089 / 744 33 123
Fax 089 / 744 33 459
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Tabakabstinenz gegen Herzinfarkt – Trotz Gewichtszunahme leben Nichtraucher gesünder

Wer mit dem Rauchen aufhört, nimmt zwar in der Regel zu. Doch selbst mit ein paar Pfund mehr auf den Rippen, senken ehemalige Raucher das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erheblich.

Tabakgebrauch steigert das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen – wie etwa Herzinfarkt, Herzschwäche oder Schlaganfall – deutlich. Doch wer mit dem Rauchen aufhört, legt in der Regel an Gewicht zu. Dies könnte ebenfalls die Gefahr für solche Probleme beeinflussen.


Um beide Faktoren zu vergleichen, werteten die Forscher um Carole Clair von der Universität Lausanne die Daten der Framingham-Herzstudie, die 1948 startete und inzwischen sogar Nachkommen der ursprünglichen Teilnehmer umfasst, aus. Die Probanden werden alle vier Jahre befragt und untersucht.

Viele Raucher „gewichtsbewusst“

Zwischen den Untersuchungen nahmen alle Gruppen der insgesamt rund 3300 Teilnehmer zu: Raucher und langjährige Nichtraucher im Mittel um knapp ein Kilogramm und jene Menschen, die nie geraucht hatten, um 1,5 Kilo. Wer erst vor wenigen Jahren mit dem Rauchen aufgehört hatte, legte sogar um durchschnittlich fast drei Kilo zu. Diese Gruppe hatte jedoch im Vergleich zu den Rauchern ein um 53 Prozent geringeres Risiko für Infarkt, Schlaganfall oder Herzschwäche.

Wie sehr die Teilnehmer zugenommen hatten, beeinflusste diesen Schutzeffekt nicht. Das zeigt die Langzeitstudie von Medizinern aus der Schweiz und den USA, wie die Forscher im „Journal of the American Medical Association“ berichten. „Wir können jetzt ohne Zweifel sagen, dass Aufhören zu Rauchen einen sehr positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-Risiko für Patienten mit und ohne Diabetes hat, selbst wenn sie eine mäßige Gewichtszunahme erleben“, sagt Studienleiter James Meigs von der Harvard Medical School in Boston laut einer Pressemitteilung seines Instituts.

In einem Kommentar schreiben zwei Forscher der University of Wisconsin in Madison: „Etwa 50 Prozent der Raucherinnen und 25 Prozent der Raucher sind ´um ihr Gewicht besorgt´, was sie dabei entmutigen kann, mit dem Rauchen aufzuhören.“ Die Studie könne zwar Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf die Figur nicht mildern, aber die Sorgen um die Folgen für die Gesundheit könnten Ärzte nun beruhigen.

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Aussterben der Neandertaler – Zu dumm für die moderne Welt

Ihre Körpermasse könnte den Neandertalern zum Verhängnis geworden sein: Ihr Hirn war stark mit der Kontrolle ihres wuchtigen Körpers beschäftigt – und hatte kaum mehr Kapazität für Soziales. Das könnte zu ihrem Aussterben geführt haben.

Britische Forscher vermuten, dass das Gehirn der Urmenschen besonders stark darauf ausgelegt war, gut sehen zu können und ihren massigen Körper zu kontrollieren. Dadurch sei weniger Kapazität für komplexe Denkprozesse verfügbar gewesen, berichten die Anthropologen in den „Proceedings B“ der britischen Royal Society. Dies habe es den Neandertalern – im Gegensatz zum modernen Menschen – erschwert, große soziale Gruppen zu bilden.

Die Forscher der Universität Oxford und des Natural History Museum in London vermaßen die Schädel von 21 Neandertalern und 38 modernen Menschen, die vor mehr als 27 ;000 Jahren lebten. Dabei stellten sie fest, dass Neandertaler erheblich größere Augenhöhlen als moderne Menschen aufwiesen. Damit hatten sie – so folgern die Forscher – auch eine größere Netzhaut und letztendlich ein größeres Hirnareal zum Sehen.

Gehirne unterschiedlich organisiert

In früheren Studien – so die britischen Autoren – hatten Wissenschaftler meist die Hirnmasse von Neandertalern und modernen Menschen aus der Schädelform abgeleitet. Aufgrund der etwa gleich großen Gehirne beider Menschenarten seien sie daher davon ausgegangen, dass auch die Gehirnstruktur und die Größe der verschiedenen Hirnareale ähnlich waren.

Die britischen Anthropologen vermuten allerdings, dass die Gehirne der Menschenarten verschieden organisiert waren. Die Neandertaler benötigten demnach neben dem größeren Sehzentrum auch größere Hirnareale, um ihre massigeren Körper zu kontrollieren.

„Weniger Gehirn übrig“ für komplexere Aufgaben

Bereits in vorherigen Studien hatten dieselben Wissenschaftler festgestellt, dass moderne Menschen umso größere Sehareale im Gehirn ausbildeten, je weiter sie vom Äquator entfernt lebten – möglicherweise, um den geringeren Lichteinfall zu kompensieren.

„Da Neandertaler in höheren Breitengraden lebten und auch größere Körper als moderne Menschen hatten, mussten sie dem Sehen und der Körperbeherrschung mehr Hirnkapazität widmen“, erklärt Erstautor Eiluned Pearce. „Somit blieb weniger Gehirn übrig, um komplexere Aufgaben wie etwa Sozialverhalten zu bewältigen.“

Hirnaufteilung als Evolutionsvorteil

Das hatte für die Urmenschen weitreichende Folgen: „Das Zusammenleben in eher kleinen Gruppen machte es für die Neandertaler schwieriger, den harschen Umweltbedingungen in Europa zu trotzen“, sagt Pearce. Die unterschiedlichen Gehirnaufteilungen bei Neandertalern und modernen Menschen könnten ein Grund sein,

weshalb Neandertaler ausstarben

, während die modernen Menschen kulturell weiterentwickelt waren und überlebten, meint Pearce.

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