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Familie spricht von Rassismus – Handwerker prügeln Star-Koch auf Sylt tot

Star-Koch Miki Nozawa war Kosmopolit: Der Japaner kochte für Flavio Briatore auf Sardinien genauso wie für Michail Gorbatschow in Moskau. Zuletzt arbeitete er auf Sylt. Dort ist er jetzt erschlagen worden – die mutmaßlichen Täter bleiben auf freiem Fuß.

Schocknachricht auf Sylt: Star-Koch Miki Nozawa ist an seinen schweren Verletzungen nach einer Prügelei in der Westerländer Innenstadt gestorben.

Die Liste der berühmten Gäste von Miki Nozawa ist lang: Der Japaner erfeute die Gaumen von Michail Gorbatschow in Moskau genauso wie die illustren Gäste von Flavio Briatores Nobel-Restaurant „Billionaire“ auf Sardinien, wo er bis 2007 gekocht hatte. Von dort wechselte er nach Berlin, um die Hauptstädter mit japanisch-italienischer Fusion-Küche im Restaurant „Mania“ zu erfreuen.

Der Sylter Promi-Wirt Andreas Bernert war davon so beeindruckt, dass er den aus Tokio stammenden Nozawa vor gut vier Jahren auf die Insel holte. Damals war Bernert noch Betreiber der Kampener „Vogelkoje“. „Und Miki hat das beste italienische Essen der Welt zubereitet – deshalb wollte ich, dass er zu mir kam“, sagte er der Lokalzeitung „Sylter Rundschau“ vom Dienstag.

Verschwunden, ohne zu bezahlen

Im Frühjahr diesen Jahres eröffnete Bernert einen japanischen Imbiss am Westerländer Bahnhof. Seit März bereitete Nozawa neben dem Kult-Lokal „Ständige Vertretung“ asiatische Spezialitäten zu. „Für mich war er mehr als ein Mitarbeiter“, sagte Bernert erschüttert der „Bild“ vom Dienstag. Auch Denzel Washington, Phil Collins und Günther Jauch beschwerten sich nicht über die Kreationen des Sterne-Kochs.

Doch zwei Sylter Handwerker wussten das Essen offenbar nicht zu schätzen. Sie hätten sich am Sonntagabend über die gebratenen Nudeln mit Gemüse und Rindfleisch beschwert. Was danach passierte, ist nicht ganz klar. Nach Angaben von „bild.de“ seien die Männer verschwunden, ohne zu bezahlen. Anderen Angaben zufolge verlangten sie ihr Geld zurück. Die Männer seien allerdings später in die Innenstadt zurückgekehrt, um sich im Tabledance-Laden „Z1“ zu vergnügen.

„Mangels Haftgründen kein Haftbefehl“

Dort sei Nozawa auf die Männer getroffen. Es sei zum Streit gekommen, so die Staatsanwaltschaft. „Die Auseinandersetzung eskalierte und es kam zu einer körperlichen Auseinandersetzung der Kontrahenten“, hieß es im Beamtendeutsch.

Mit Gehirnblutungen und schweren inneren Verletzungen kam Nozawa in die Nordseeklinik. Nachdem er ins Koma gefallen war, starb er am Montagmorgen.

Die mutmaßlichen Täter sind weiter auf freiem Fuß: Sie wurden zwar gefasst und auch die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Doch in Haft sollen die Männer nicht. „Es wurde mangels Haftgründen kein Haftbefehl beantragt“, erklärt Staatsanwältin Ulrike Stahlmann-Liebelt.

Schon früher als „Schlitzauge“ beschimpft

Die Familie des Getöteten dagegen ist entsetzt. Nozawas Ex-Frau und sein 15-jähriger Sohn waren am Sonntag von ihrem Wohnort Berlin auf die Insel gekommen. „Mein Ex-Mann war nicht aggressiv, ein absolut gutmütiger Mensch“, betont seine ehemalige Frau gegenüber der „Sylter Rundschau“. „Er hätte niemals eine Prügelei angefangen.“

Stattdessen vermuten sie einen rassistischen Hintergrund: „Wir haben gehört, dass die Männer ihre zehn Euro für das Essen wiederbekommen wollten. Wir sehen das als rassistischen Akt.“ Schon früher sei Nozawa auf der Insel als „Schlitzauge“ beschimpft worden.

Nozawas Leichnam soll nun in die Rechtsmedizin nach Kiel gebracht werden, sagte seine Familie der „Sylter Rundschau“. Sie wolle Nozawa in seinem Heimatland Japan beerdigen lassen.

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Verdachts des versuchten Totschlags – Berliner Baby starb an Morphium – Mann festgenommen

Binnen weniger Wochen hat die Berliner Polizei mit dem dritten getöteten Baby zu tun. Der acht Monate alte Junge starb an einer tödlichen Dosis Morphium. Ein Mann wurde festgenommen.

Ein acht Monate alter Junge ist den Berliner Fahndern zufolge mit Morphium getötet worden. Die Polizei nahm den 23 Jahre alten Freund der Mutter fest, wie die Staatsanwaltschaft am Freitag auf Anfrage mitteilte.

„Das Kind hat eine absolut tödliche Menge des Gifts in den Mund erhalten“, sagte Behördensprecher Martin Steltner. Die Mutter war demnach zum Tatzeitpunkt nicht in der Wohnung. Gegen den Mann sollte noch am Freitag Haftbefehl wegen Verdachts des versuchten Totschlags ergehen.

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Verdachts des versuchten Totschlags – Berliner Baby starb an Morphium – Mann festgenommen

BKA-Einsatz am Airport in Köln-Bonn – Mutmaßlicher Terror-Helfer am Flughafen verhaftet

Das Bundeskriminalamt hat einen Deutsch-Libyer am Flughafen Kln-Bonn festgenommen. Der junge Mann steht unter Verdacht, Mitglied einer terroristischen Organisation zu sein. Fr deutsche Sicherheitsbehrden ist er kein Unbekannter.

Der 27 Jahre alte Deutsch-Libyer Ahemd K. aus Bonn habe offenbar nach Tunis ausreisen wollen, meldete der Sender SWR Info am Samstag. Die Bundesanwaltschaft habe die Festnahme besttigt, der Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof habe bereits Haftbefehl gegen den Mann erlassen. Ihm werde die Mitgliedschaft in der Terrororganisation „Islamische Bewegung Usbekistans“ vorgeworfen. Fr die Organisation soll er angeblich Geld beschafft und Propaganda betrieben haben. Auerdem soll er autorisiert gewesen sein, in Deutschland Mitglieder in die Terrororganisation aufzunehmen.

Verdachtsmomente bereits seit 2009

Ahmed K. ist dem Bericht zufolge fr deutsche Sicherheitsbehrden kein Unbekannter: Bereits 2009 sei er mit drei anderen Mnnern, einer Frau und einem kleinen Kind von Deutschland ber Umwege nach Pakistan gereist, wo er bei einem illegalen Grenzbertritt von pakistanischen Sicherheitsbehrden gefasst worden sei, meldete der Sender. Nach einer sechsmonatigen Haft sei ein Teil der Gruppe, darunter Ahmed K., nach Deutschland zurckgekommen. Zwei der Mnner htten damals in pakistanischer Haft zugegeben, in den „Dschihad“ (Heiliger Krieg) ziehen zu wollen.

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Haftbefehl: Schweiz setzt deutsche Steuerfahnder auf die Fahndungsliste. / Wiedenroths Vorbörsen-Karikatur

Haftbefehl: Schweiz setzt deutsche Steuerfahnder auf die Fahndungsliste.
Wiedenroths Vorbrsen-Karikatur

Flensburg (ots) – Der Titel der Wirtschaftskarikatur von Gtz Wiedenroth fr Montag, 2. April 2012 lautet:

Haftbefehl: Schweiz setzt deutsche Steuerfahnder auf die Fahndungsliste.

Bildunterschrift: Besucht den Bodensee: Gerechtigkeit im Hin- und Rckspiel, alles whrend einer einzigen Fhrfahrt.

Die Zeichnung ist ab heute unter

http://www.wiedenroth-karikatur.de/02_AktuKariListeText.html

im Internet aufrufbar. Das Honorar fr den einmaligen Abdruck der Karikatur betrgt EUR 55,00 plus 19% MWSt. Die Verffentlichung im Internet hat den gleichen Preis, hierfr ist die zeitlich unbegrenzte Nutzung je Domain entgolten.

Auf Wunsch erhalten Sie Wiedenroth-Karikaturen sofort nach Erscheinen per Mailanhang. Fr die Aufnahme in den Verteiler gengt eine kurze Nachricht.

ots Originaltext: Gtz Wiedenroth

Karikatur – Illustration – Zeichnung

Pressekontakt:

Gtz Wiedenroth
Mhlenstrae 28
24937 Flensburg
Telefon: 0461/ 18 23 56
Telefax: 0461/ 97 87 33 4 oder 18 23 56
E-Post: info@wiedenroth-karikatur.de

Internet: 

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General-Anzeiger: Peer Steinbrück: Bundesregierung muss deutsche Steuerfahnder schützen

General-Anzeiger: Peer Steinbrck: Bundesregierung muss deutsche Steuerfahnder schtzen

Bonn (ots) – Der ehemalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrck (SPD) hat die Bundesregierung aufgefordert, sich eindeutig hinter die von der Schweiz mit Haftbefehl gesuchten deutschen Steuerfahnder zu stellen. “Ich erwarte von der Bundesregierung, insbesondere vom Justizministerium, und von den Justizministerien der Lnder, dass sie ganz klar den Akzent darauf setzen, dass deutsche Steuerfahnder selbstverstndlich von der politischen Ebene, von den politischen Institutionen gedeckt und geschtzt werden”, erklrte Steinbrck in einem Interview des “General-Anzeigers” Bonn (Ausgabe vom 3. April 2012). Das von Bundesfinanzminister Wolfgang Schuble ausgehandelte Steuerabkommen mit der Schweiz nannte Steinbrck “fehlerhaft in vielerlei Beziehung”. Der Finanzminister “legitimiert durch die Altfallregelung letztlich Steuerbetrug”, erklrte der SPD-Politiker. “Die Inkraftsetzung erst 2013 wird dazu fhren, dass deutsche Vermgen aus der Schweiz zwischenzeitlich ins auereuropische Ausland in Steueroasen getragen werden.” Scharfe Kritik uerte Steinbrck am Vorgehen von Schweizer Regierung und Behrden. Er glaube, “dass die Schweiz immer noch nicht richtig gemerkt hat, welchem Druck sie ausgesetzt ist mit Blick auf die Offerten, die Schweizer Banken machen, um die Steuerbrger anderer Lnder einzuladen, die Steuergesetze ihrer Lnder zu verletzen”. Schweizer Banken lden “zu Steuerhinterziehung und Steuerbetrug” ein. Im Zusammenhang mit dem Haftbefehl sagte Steinbrck: “Die Schweiz verwechselt immer noch Ursache und Wirkung.”

Pressekontakt:

General-Anzeiger
Kai Pfundt
Telefon: 0228 / 66 88 423
k.pfundt@ga-bonn.de 

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