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Westfalenpost: Industriespionage in NRW – Schutz vor Schnüfflern nötig

Westfalenpost: Industriespionage in NRW – Schutz vor Schnfflern ntig

Hagen (ots) – Auslndische Nachrichtendienste, private Hacker und die Mafia nutzen modernste Angriffsvarianten, um vertrauliche Firmendaten anzuzapfen. Tglich entdecken deutsche Sicherheitsdienste bis zu 15 000 infizierte Internetseiten von Industriespionen. Das Geschft der Datendiebe lohnt sich: Patentfreie Plagiate ersparen hohe Entwicklungskosten, Produkte knnen spter zu deutlich geringeren Preisen auf den Markt geworfen werden. Fr Weltmarktfhrer gibt es nur eine Rettung: Sie mssen auch beim Schutz des geistigen Eigentums spitze sein. Wer verhindern will, dass feindliche Trojaner in seine Firmencomputer eingeschleust werden, muss die Abwehrprogramme gegen aggressive Angreifer stndig aktualisieren. Zwei Drittel der High-Tech-Firmen in NRW setzen inzwischen Schutzprogramme ein. Spionagesoftware ist fr fremde Nachrichtendienste heute wirkungsvoller als ein James Bond. Spione tarnen ihre feindlichen Angriffe heute mit verschlsselten E-Mails: Die Opfer erkennen oft gar nicht, dass Firmengeheimnisse lngst keine Geheimnisse mehr sind. Durch Technologie-Diebstahl gehen Milliarden-Investitionen der Unternehmen verloren. Lngst gefhrdet die lukrative Wissensabschpfung durch geniale Computer-Freaks die Existenz ganzer Branchen.

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Westfalenpost
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Westfalenpost: Industriespionage in NRW – Schutz vor Schnüfflern nötig

Zugriff in Barcelona – Polizei verhaftet niederländischen Hackerkönig

Die Spanische Polizei hat einen Niederländer festgenommen, der hinter einer gewaltigen Netz-Attacke stehen soll. Sein Angriff auf eine Anti-Spam-Seite Ende März war offenbar ein Racheakt – doch der war so gewaltig, dass er weltweit das Internet ausbremste.

Ein Niederländer ist in Spanien festgenommen worden. Der Mann stehe im Verdacht, an dem Angriff beteiligt gewesen zu sein, sagte der Sprecher der niederländischen Staatsanwaltschaft, Wim de Bruin, am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Der Mann solle bald den niederländischen Behörden übergeben werden.

Der 35-jährige Verdächtige wurde laut Staatsanwaltschaft am Donnerstag in Barcelona festgenommen. In seiner Wohnung wurden demnach Computer, Mobiltelefone und Datenspeicher beschlagnahmt. Gegen den Mann lag ein europäischer Haftbefehl vor.

War Attacke gegen Spamhaus ein Racheakt?

Die Internetseiten des in der Schweiz ansässigen Anti-Spam-Dienstes Spamhaus war Ende März attackiert worden. Die Angreifer schickten automatisch unzählige Anfragen an die Website der Organisation, um sie lahmzulegen. Die Aktion beeinträchtige Berichten zufolge

weltweit die Geschwindigkeit des Internets

. Laut der niederländischen Staatsanwaltschaft waren auch Partnerdienste von Spamhaus in den USA, den Niederlanden und Großbritannien Ziel der Attacke.

Spamhaus machte die niederländische Internetseite Cyberbunker für den Angriff verantwortlich. Cyberbunker war kurz zuvor von Spamhaus als Verbreiter unerwünschter E-Mails aufgelistet worden und hatte dies kritisiert. Bei dem festgenommenen 35-Jährigen handelt es sich nach Angaben aus Ermittlerkreisen um einen Mann, der sich auf seiner Facebook-Seite als „Telekommunikations- und Außenminister“ von Cyberbunker beschreibt.

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Daniel Bahr sieht FDP als die wahren Freiheitskämpfer

Einer FOCUS-Umfrage zufolge sind die Piraten so erfolgreich, weil sie das Lebensgefhl junger Leute besonders gut treffen. Fr FDP-Prsidiumsmitglied Daniel Bahr ein Schlag ins Gesicht – schlielich seien doch seine Liberalen die wahren Piraten.

„Wir Freidemokraten sind die wahren Freiheitskmpfer“, sagte Gesundheitsminister Daniel Bahr der „Welt am Sonntag“ und fgte hinzu: „Wenn die Anhnger der Piraten inhaltlich etwas erreichen wollen, sollten sie FDP whlen.“ Die FDP setze sich in der Bundesregierung erfolgreich fr Inhalte ein, die auch den Piraten wichtig seien. Als Beispiel nannte er Brgerrechte, Lschen statt Sperren von Internetseiten und das Nein zur anlasslosen Vorratsdatenspeicherung.

Zugleich griff der Bundesgesundheitsminister die Piratenpartei scharf an. „Die Piraten sammeln viele Proteststimmen. Das ist keine Partei, sondern eine Projektionsflche“, sagte Bahr. „Fr die meisten Probleme, die die Menschen in Deutschland umtreiben, haben die Piraten keine Antworten.“ Es sei vllig offen, ob sie Bestand htten.

zdemir: Piraten werden sich selbst entzaubern

Obwohl die Piratenpartei die Grnen in den Umfragen bereits berholt, rt Grnen-Chef Cem zdemir seinen Anhngern zu Gelassenheit. „Wir tun die Piraten nicht als bloe Protestpartei ab, sondern messen sie wie jede andere Partei an ihren Inhalten“, sagte der Grnen-Politiker dem FOCUS. zdemir setzt darauf, dass sich die Piraten selbst entzaubern, „wenn sie in den nchsten Monaten ihre Positionen konkretisieren mssen“. Bislang sei vieles uerst diffus. „Es reicht nicht, blo Bildung fr alle oder kostenlosen Nahverkehr zu fordern, ohne dabei auch zu sagen, wie das angesichts knapper Kassen ganz konkret umgesetzt werden soll“, so zdemir. „Auf dieser Schiene fhrt schon die Linkspartei, dafr braucht es die Piraten nicht.“

Grnen-Parteichef schliet knftige Koalitionen nicht aus

Dass die Piraten fr eine Koalition infrage kommen, schliet der Grnen-Vorsitzende nicht aus. „Es gibt Gemeinsamkeiten wie etwa bei den Themen Demokratie und Beteiligung, aber auch Differenzen.“

Die Piraten sind nach Ansicht von drei Vierteln der Deutschen (74 Prozent) so erfolgreich, weil die Partei das Lebensgefhl junger Leute besonders gut trifft. Das ergab eine Emnid-Umfrage fr FOCUS. Demnach halten gut zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) den Status als Protestpartei fr die Ursache des Piraten-Zulaufs, 64 Prozent ihren neuer Politikstil und 34 Prozent ihre Internet-Kompetenz.

Das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid befragte fr FOCUS am 11. und 12. April 1009 reprsentativ ausgewhlte Personen.

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Aufschläge von 100 Prozent – Warschau wird zur EM ein teures Vergnügen

Fuball-Fans, die zur EM Warschau besuchen mchten, werden bei dieser Meldung schlucken. Hotelbetreiber schrauben fleiig die Preise nach oben. 2-Sterne-Hotels verlangen dann so viel wie Luxusherbergen.

Gut zwei Monate vor Beginn der Fuball-EM in Polen und der Ukraine schnellen die Hotelpreise fr bernachtungen whrend der EM in neue Hhen. Die Zeitung „Metro“ berichtete am Donnerstag, in mehreren Hotels seien fr die Zeit des Fuballturniers Aufschlge von 100 Prozent erhoben worden. Zwei Sterne-Hotels verlangten Preise, die bei einem wesentlich luxuriseren Hotel vielleicht zhneknirschend akzeptiert wrden. Ein nur wenige hundert Meter vom Nationalstadion entferntes Hotel im Landhausstil vermietet seine Zimmer whrend der EM fr umgerechnet 700 Euro pro Nacht.

Wer glaubt, mit einer Privatunterkunft gnstiger zu bernachten, darf sich auf bse berraschungen gefasst machen. Vor allem in der Innenstadt und in der Umgebung des neuen Nationalstadions wird es teuer. Schon jetzt werden auf Internetseiten fr Ferienwohnungen Preise von bis zu knapp 600 Dollar pro Nacht gefordert. Fr eine ganze Wohnung werden auch schon knapp tausend Dollar verlangt – weitaus mehr als die bliche Monatsmiete in dem Stadtteil des angebotenen Apartments. Doch immerhin: Einige Vermieter haben auch ein Herz fr weniger betuchte Fans und bieten fr zehn Euro pro Nacht einen Zeltplatz im Garten an.

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