In der afghanischen Hauptstadt Kabul hat es eine Reihe von Angriffen gegeben. Taliban attackierten dabei das Parlament und das Diplomatenviertel. Zwei Granaten schlugen auf dem Gelnde der deutschen Botschaft ein.
Bei einer Anschlagsserie haben sich am Sonntag im Zentrum der afghanischen Hauptstadt Kabul zahlreiche Explosionen ereignet. In dem Gebiet, in dem auch viele auslndische Botschaften ansssig sind, war Gewehrfeuer zu hren. Auch in der Nhe der deutschen Vertretung stieg Rauch auf.
Eine Sprecherin des Auswrtigen Amtes in Berlin sagte, es habe zwei Explosionen auf dem Gelnde der deutschen Botschaft gegeben. Es gebe „Beschdigungen“. Soweit wie bisher ersichtlich seien aber keine Personen zu Schaden gekommen. Die radikal-islamischen Taliban bekannten sich zu den Angriffen und nannten die deutschen und britischen Botschaften sowie das Nato-Hauptquartier als die wichtigsten Ziele. Ihre Kmpfer seien auch in anderen Teilen des Landes im Einsatz, hie es. Die Taliban sprachen vom Beginn ihrer Frhjahrsoffensive.
Attentter greifen mit Raketen und Waffen Hotel an
Die US-Botschaft lste Alarm aus und forderte ihre Mitarbeiter auf, sich in Sicherheit zu bringen. Selbstmordattentter sollen nach Angaben von Augenzeugen zudem mit Schusswaffen und Raketen ein Hotel angegriffen haben. Der Sprecher des Innenministeriums, Sediq Sediqqi, sagte: „Bewaffnete Aufstndische haben in zwei Gegenden in Kabul Angriffe begonnen. Wir haben die Gegend umstellt und eine groe Anzahl Sicherheitskrfte eingesetzt.“
Mehrere Kmpfer drangen nach offiziellen Angaben auerdem in das Parlament ein. Bei dem Gefecht griffen auch einige Abgeordneten ein. An der Seite von Polizisten und Soldaten htten sie das Feuer gegen die Aufstndischen eigenhndig erwidert, sagte der Parlamentarier Mohammed Naeem Lalai. Gemeinsam schossen sie demnach auf Angreifer, die sich nach dem gescheiterten Versuch, das Parlament zu strmen, in einem Haus in der Nachbarschaft verschanzten. „Mehrere Abgeordnete, darunter meine Leibwchter und ich, haben die Schsse der Taliban erwidert“, sagte Lalai.
Auch auerhalb Kabuls griffen Aufstndische verschiedene Ziele angegriffen. Mehrere Menschen seien verletzt worden, als sich zwei Selbstmordattentter am Flughafen der stlichen Stadt Dschalalabad in die Luft gesprengt htten, teilte die Polizei mit. Zwei weitere mit Sprengstoff ausgerstete Angreifer seien durch die Explosionen verletzt und dann festgenommen worden. Vier Mnner wurden aufgehalten, als sie auf das Flughafengelnde, auf dem sich auch ein Nato-Sttzpunkt befindet, eindringen wollten.
In der ebenfalls im Osten Afghanistans gelegenen Stadt Gardes griffen mehrere Aufstndische ein Ausbildungslager der Polizei an. Von einem nahen Gebude aus feuerten sie mit Maschinengewehren auf die Einrichtung. Wahrscheinlich seien auch hier einige der Angreifer mit Sprengstoff ausgerstet gewesen, sagte ein Vertreter. Zwei Studenten der nahen Universitt und zwei weitere Zivilisten wurden verletzt
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