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Neue OZ: Kommentar zu Europa / Finanzkrise / Ratingagentur

Neue OZ: Kommentar zu Europa
Finanzkrise
Ratingagentur

Osnabrck (ots) – Ramsch bleibt Ramsch

Da gnnt sich Europa eine doppelte Peinlichkeit. Erst fordert ein Chor deutscher Politiker eine eigene europische Ratingagentur, um die angeblich bswilligen Urteile von Moody’s, Standard & Poor’s und Fitch ber die Kreditwrdigkeit der EU-Staaten aus der Welt zu schaffen. Und nun stehen sich die Europer offensichtlich selbst im Weg, um den US-Firmen tatschlich einen eigenen Bonittsprfer entgegenzusetzen.

Grundstzlich spricht nichts dagegen, wenn der Alte Kontinent eine Ratingagentur mit Weltruf htte. Und es ist richtig, dass die drei Marktfhrer den Ausbruch der groen Immobilienkrise in den Staaten erst erkannt hatten, als die Blase geplatzt war und die weltweite Finanzmarkt-Architektur vor dem Zusammenbruch stand.

Doch die Schuldenkrise etwa in Griechenland, Portugal oder Irland ist keine amerikanische Erfindung, sondern europische Realitt. Die Ratingagenturen sind nur die berbringer schlechter Nachrichten, nicht deren Verursacher. Die Sdlnder haben den gigantischen Schuldenberg mit Absegnung Brssels in den vergangenen Jahren durch eine fatale Finanz- und Wirtschaftspolitik ganz alleine angehuft.

Was immer mit einer europischen Ratingagentur bezweckt werden sollte: Einen groen Beitrag zur Rettung griechischer und anderer Staatsanleihen knnte sie nicht liefern. Ramsch bleibt Ramsch. Spanien ist der nchste Sanierungsfall.

Pressekontakt:

Neue Osnabrcker Zeitung
Redaktion
 
Telefon: +49(0)541/310 207 

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Neue Presse Hannover: Ein Skandal erster Güte Kommentar von Bodo Krüger

Neue Presse Hannover: Ein Skandal erster Gte
Kommentar von Bodo Krger

Hannover (ots) – Der Mordfall Lena, diese Tragdie in der norddeutschen Provinz, wird fr die Ermittler immer mehr zu einer an Peinlichkeit kaum zu berbietenden Kette von Fehlleistungen. Erst die Verhaftung und quasi-ffentliche Prsentation eines unschuldigen Jugendlichen. Und nun die bittere Befrchtung, dass das Mdchen vielleicht noch leben knnte, wenn ein paar ostfriesische Polizisten etwas schneller reagiert htten.

Die Geschichte ist einfach unglaublich. Der mittlerweile gestndige Tter war schon im September vergangenen Jahres angezeigt worden. Vom Lebensgefhrten seiner Mutter. Weil der eine Festplatte voller Kinderpornografie bei dem 18-Jhrigen gefunden hatte. Zwei Monate spter ging der junge Mann selbst zur Polizei und machte die Beamten auf seine kriminellen Neigungen aufmerksam. Die Staatsanwaltschaft in Hannover bernahm den Fall. Ein Richter ordnete umgehend eine Hausdurchsuchung an. Und was passiert? Fast drei Monate lang gar nichts. Dann, am 24. Mrz, wird die kleine Lena in einem Emder Parkhaus vergewaltigt und ermordet.

Wie viel Verzweiflung, wie viel ohnmchtige Wut mssen die Eltern des Mdchens wohl empfunden haben, als sie diese traurige Wahrheit erfuhren? Das Landeskriminalamt, so hie es gestern, werde nun im Fall Lena “interne Ermittlungen” aufnehmen. Polizisten nehmen Polizisten ins Visier. Weil sie befrchten, dass die ostfriesischen Kollegen ihrer Pflicht nicht angemessen nachgekommen sind. Und wenn sich dieser Verdacht tatschlich besttigt, dann wre das ein Polizeiskandal erster Gte.

Pressekontakt:

Neue Presse Hannover
Petra Rckerl
Telefon: +49 511/5101-2264
rueckerl@neuepresse.de 

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