In den kanadischen Rocky Mountains – Mit Bisonpower in den Heli

Thumbnail

Mit der Pistenpräparierung ist das nämlich so eine Sache: Kanadier bevorzugen wildes Terrain. „Powder stash“ nennen sie beispielsweise die kleinen Tiefschneeflächen am Pistenrand, die stets zuerst befahren werden, auch wenn am Morgen eine frisch präparierte Piste lockt. Selbst durch Bäume und Wälder darf gefahren werden, denn die Skigebiete setzen sich nicht aus den markierten Streifen auf dem Pistenplan zusammen. Zu einem Skiresort gehört der ganze Berg, samt Bäumen, Rinnen und Scharten.

Viele Lifte mögen etwas altmodisch erscheinen. Viele Sessellifte verfügen weder über Abdeckhauben noch über beheizte Sitze oder Fußstützen. Dafür herrscht aber wie auf den Pisten auch Einsamkeit. Liftschlangen gibt es nicht einmal an Wochenenden, wenn die Städter aus Edmonton nach Jasper ins Skigebiet „Marmot Basin“ fahren. Bei Sonnenschein ist dort mittags eine weitere kanadische Besonderheit zu beobachten. Statt in das einzige Restaurant in der Talstation zu gehen, sitzen viele Skifahrer lieber im Liegestuhl auf ihrem Pick-up am Parkplatz. Viele haben einen Grill dabei und brutzeln sich dort das eigene Steak. Apropos Steak: Fleischesser kommen in den Rocky Mountains voll auf ihre Kosten. Das Angebot reicht in den einheimischen Restaurants stets vom „Elkburger“ über „Pasta Elk Stroganoff“ bis zum „Bisonsteak“.

Gehört eindeutig zu den Must-do’s: Heliskiing

Die Krönung sogenannter Skisafaris, bei denen mehrere Skigebiete in den Rockies abgefahren werden, ist ein Tag Heliskiing. Dazu muss man den Nationalpark verlassen, denn dort sind bis auf die Liftanlagen keinerlei motorisierte Aufstiegshilfen wie Heli, Snowcat oder Motorschlitten erlaubt. Knapp eineinhalb Autostunden westlich von Banff beginnt die Provinz British Columbia, in der als einziger Provinz Kanadas Heliskifahren erlaubt ist.

Allein der Flug mit dem Helikopter in die Wildnis ist ein Abenteuer. Gelandet wird bei schönem Wetter auch auf Gletschern, die mehr als drei Tagesmärsche von jeglicher Zivilisation entfernt sind. Rundherum nichts als felsige Gipfel, hellblau schimmernde Eispanzer, Schneewände und Traumabfahrten mit glitzerndem, unberührten Schnee. Überwältigt von diesem Natur- und Freiheitserlebnis heißt es nun für die Powderfreaks: Die erste Spur in den Pulverschnee legen. Skifahrerherz, was willst du mehr?

Hinweis: Die Recherchen der Autorin wurden unterstützt von Club Reisen Stumböck.

Mehr Infos

Beste Reisezeit:

Die Skisaison beginnt im November, im Dezember und Januar kann es mit Temperaturen von -30 Grad sehr kalt werden, im Februar und März sind die Temperaturen milder, die Tage länger und es gibt erfahrungsgemäß viel Neuschnee, die Saison geht in vielen Gebieten bis Ende Mai.

Veranstalter:

Der Raublinger Skireiseveranstalter “Stumböck Club – Skiing with Friends” beispielsweise bietet die unterschiedlichsten Skiprogramme in Kanada an. Alle Reisen werden von deutschsprechenden und äußerst fürsorglichen Local-Guides geführt.

Preisbeispiele:

12 Tage Freeride Skisafari (Fernie-Whitewater-Red Mountain-Revelstoke) kosten 2698 Euro pro Person im Doppelzimmer mit Frühstück inklusive Flug nach Calgary, Skipässe, Ski-Guide, Transfers. 1 Tag Heliski in Revelstoke mit 3 Abfahrten kostet zusätzlich 706 Euro. Snowcatskiing in Fernie 356 Euro.

 

12 Tage Skisafari „Canada Trail“ (Nakiska, Marmot Basin, Lake Louise, Sunshine Village, Mount Norquay) kosten 2878 Euro pro Person im Doppelzimmer mit Frühstück inklusive Flug nach Calgary, Skipässe, Ski-Guide, Transfers. 1 Tag Heliski in Golden mit drei Abfahrten kostet zusätzlich 630 Euro.

 

9 Tage Skisafari „Mountain Dreams“ (Silver Star, Revelstoke) kosten 2338 Euro pro Person im Doppelzimmer mit Frühstück inklusive Hinflug nach Kelowna und Rückflug von Calgary, Skipässe, Ski-Guide, Transfers. 1 Tag Heliski in Revelstoke mit 3 Abfahrten kostet zusätzlich 706 Euro.

 

Internet:

www.stumboeck.com

www.skibanff.com

www.skilouise.com

 www.skimarmot.com

www.SkigBig3.com

 

Continue reading - 

In den kanadischen Rocky Mountains – Mit Bisonpower in den Heli

Teilen:


Like this:

Like Loading…

Continue reading here:

In den kanadischen Rocky Mountains – Mit Bisonpower in den Heli

Polizei Bonn / POL-BN: Bonn: Alkoholisierter Fahrzeugführer fiel …

Polizei Bonn / POL-BN: Bonn: Alkoholisierter Fahrzeugführer fiel …

POL-BN: Bonn: Alkoholisierter Fahrzeugführer fiel innerhalb von vier
Stunden zweimal auf

Bonn (ots) – Auf dem Parkplatz eines Schnellrestaurants an der Bornheimer Straße in Bonn endete am 07.02.2014 gegen 21.20 Uhr die Fahrt eines erheblich unter Alkoholeinfluss stehenden 39-jährigen Bonners.

Seine verdächtige Fahrweise fiel einem Beamten der Bundespolizei auf, der auf der Autobahn zwischen Köln und Bonn privat unterwegs war.

Im Rahmen der nach Notrufeingang sofort eingeleiteten Fahndung konnte eine Streifenwagenbesatzung den PKW anhalten und den Fahrzeugführer überprüfen.

Der Atemalkoholtest zeigte einen Wert von über zwei Promille an.

Die Polizeibeamten veranlassten eine Blutprobenentnahme auf der Polizeiwache in der Bonner Innenstadt. Einen Führerschein konnte der PKW-Führer nicht vorweisen.

Diesbezügliche Ermittlungen der Bonner Polizei ergaben, dass der Fahrzeugführer bereits vier Stunden zuvor zwei Blutproben und seinen Führerschein bei der Kölner Polizei, ebenfalls nach einer Alkoholfahrt, abgeben musste. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits über 1,6 Promille.

Trotz dem ausdrücklichen Verbot setzte er sich wieder ans Steuer und fuhr in Richtung Bonn. Hier beendete die Bonner Polizei sein gefährliches Tun.

Die weiteren Ermittlungen übernimmt das zuständige Verkehrskommissariat der Bonner Polizei.

OTS: Polizei Bonn newsroom: http://www.polizeipresse.de/pm/7304 newsroom via RSS: http://www.polizeipresse.de/rss/dienststelle_7304.rss2

Rückfragen bitte an:

Polizei Bonn Leitstelle

Telefon: 0228 – 153010 Fax: 0228-151219 www.polizei-bonn.de

Original article:

Polizei Bonn / POL-BN: Bonn: Alkoholisierter Fahrzeugführer fiel …

Teilen:


Like this:

Like Loading…

Read more: 

Polizei Bonn / POL-BN: Bonn: Alkoholisierter Fahrzeugführer fiel …

TV-Kolumne: "Günther Jauch" – Totalschaden ADAC: Was bitte ist noch glaubwürdig?

Die Frucht ist gelb, und sie ist ein ziemlich krummes Ding. Die Rede ist von der Banane. Eigentlich, so scheint es, wäre sie das viel, viel bessere Symbol für den ADAC. Sehr viel besser jedenfalls als „Gelbe Engel“, die so schön nach flügelschlagenden Himmelsrettern klingen. 

Im Jahr 1903 ist der ADAC gegründet. Im Jahr 2014 ist er der größte Verein Deutschlands. 19 Millionen Mitglieder machen ihn mächtig, zumindest in der Wahrnehmung von außen. Intern scheint mit der Mitgliedermacht nicht viel los gewesen zu sein. Das Lieblingsauto der Deutschen hat dieser mitgliedermächtige Verein wählen lassen. Und nur 3409 Mitglieder gaben ihre Stimme ab. Das ist die eine Geschichte.

„Da muss man Verdacht schöpfen“

Die andere ist die Chronik eines angekündigten Niedergangs. Was bitte ist am ADAC noch glaubwürdig? Die Themen sind Thema bei der Sonntagsplauderei „Günther Jauch“. Da äußert sich der Auto-Professor Ferdinand Dudenhöffer. Sehr vage berichtetet er von Verwunderungen. Dass vor einem Jahr die A-Klasse von Mercedes Lieblingsauto wurde? Erstaunlich findet er, dass ein in der Zulassungsstatistik so abgeschlagener Wagen angeblich so beliebt war. Im Vor
64d1
jahr eine Rarität wie der Audi A3 als Lieblingskarre mit dem „Gelben Engel“ ausgezeichnet? „Da muss man Verdacht schöpfen“, findet Dudenhöffer.

Das findet auch Jauch. Dass ADAC-Präsident Peter Meyer sich öffentlich stellt, ist sein Pluspunkt. Es bleibt sein einziger. Die Nachzählung der „Gelben Engel“ sei noch nicht abgeschlossen, berichtet Meyer. Und muss sich von Günther Jauch die Spitze gefallen lassen: „Hat da nur einer gezählt?“ Peter Meyer kündigt ein Ergebnis für Mitte der kommenden Woche an, denn es werde „forensisch“ untersucht. Ob ihm da ein Wort verrutscht ist? Oder ob er vorab schon ahnt, dass alles noch viel bitterer wird für den ADAC? Forensik jedenfalls ist ein Oberbegriff für Wissenschaften, in denen kriminelle Handlungen analysiert werden. Und ADAC-Meyer fügt noch hinzu: „Ich schließe nichts aus.“

Batterie-Prämien dank Betriebsrat

Für den Zuschauer wird immer klarer, dass nichts klar und glaubwürdig bleibt. 150 000 Autobatterien verbauen die ADAC-Pannenhelfer pro Jahr. Der Verein testet selbstverständlich auch Autobatterien. Nur das eigene Modell, das im Pannenfall angeboten wird, ist merkwürdigerweise nicht im Testprogramm untersucht worden. Hoppala. Dass die ADAC-Pannenhelfer Prämien bekamen für den Einbau dieser eigenen Batterien? Das war, versucht der Präsident zu versichern, nur ein Vorstoß des Betriebsrats. Untersuchungen wie der Autofähren-Test des ADAC? Da gibt es Hinweise, dass die Untersuchungsmethode so geändert wurde, dass ADAC-Partner-Fähren schlimmstenfalls im Mittelfeld landen konnte. Die ADAC-Pannenstatistik? Sie habe „keine repräsentative Aussage“,  räumt der Präsident jetzt ein.

Die Flügel sind gerupft

Was also bleibt an Glaubwürdigkeit? Präsident Meyer ist, so sagt er, „tief betroffen“. Vieles deutet heute darauf hin, dass eine im Ursprung gute Idee heruntergewirtschaftet ist. Das Image der Pannenhelfer hat nichts mehr zu tun mit einem Konzern, der dank dieser Glaubwürdigkeit Versicherungen verkauft und Finanzgeschäfte, Outdoor-Jacken und politische Positionen. Die „Gelben Engel“ sind gerupft. Schon heute steht fest: Die Flügel sind ab, und sie werden sehr tief fallen.

See original article: 

TV-Kolumne: “Günther Jauch” – Totalschaden ADAC: Was bitte ist noch glaubwürdig?

Teilen:


Like this:

Like Loading…

View this article:

TV-Kolumne: "Günther Jauch" – Totalschaden ADAC: Was bitte ist noch glaubwürdig?

Vier UN-Mitarbeiter in Kabul getötet

Vier UN-Mitarbeiter in Kabul getötet

Visit site:  

Vier UN-Mitarbeiter in Kabul getötet

Teilen:


Like this:

Like Loading…

Tags:

Read the article:

Vier UN-Mitarbeiter in Kabul getötet

TV-Kolumne: „Polizeiruf 110“ – „Was ist aus dem guten alten Kuschelsex geworden?“

Die Lust lauert überall. Jetzt sogar im „Polizeiruf 110“, der moralischen Sonntags-Bildungsanstalt im NDR. Hemmungslos wird da gefesselt, gewürgt und gemordet. Doch die wirklich “fesselnden” Geschichten bringt etwas anderes.

Gehen Sie auch zum Sex in den Keller? Haben Sie zu Hause Latex-Vorräte, die einem Kreiskrankenhaus Ehre machen würden? Oder lagern Sie für Ihre heimlichen Höhepunkte Seile in Mengen, die einer Bergsteiger-Expedition für hechelnde Aufstiege zu Höhen ganz anderer Art verhelfen könnten? Willkommen im „Liebesrausch“. Willkommen in der „Polizeiruf“-Wirklichkeit. Da wird geschlagen und gefesselt, gewürgt und gemordet, dass es eine Lust ist.

Der Lust entgeht keiner

Sehr blutig stirbt ein Mann, dem die Zunge mit einer Gartenschere aus dem Mund geschnitten ist. Das ist der Fall. Doch die Geschichte ist eine andere. Da geht es um die Tatorte in uns allen. Denn der Lust entgeht, zumindest an diesem Sonntag, kaum einer. Staunend sehen wir zu, wie Polizisten-Gattin Vivian Bukow (sehr schön doppelgesichtig: Fanny Staffa) einen Seitenpfad des Alltagslebens einschlägt. Sie trifft sich zum Sex ausgerechnet mit dem Kripo-Kollegen ihres Mannes. Alexander Bukow (gewohnt monumental: Charly Hübner) bringt unterdessen den Sohn mit einem Asthma-Anfall ins Krankenhaus. Rührend wie sich die junge Ärztin Dr. Fischer (ganz das Rehlein: Alma Leiberg) um den Knaben kümmert. Und um den Papa. „Nette Ärztin“, sagt Bukow noch zu seinem Sohn. Und bedankt sich bei Frau Doktor danach mit einem Blumenstrauß.

Fesselnder als die Fessel-Geschichte

Zügig nehmen die Doktorspiele Fahrt auf. Das Opfer, leb- und zungenlos und damit ziemlich stumm, führt die Ermittler in die SM-Szene. Da wird die Ex-Geliebte des Toten verdächtig. Weil die, so plaudert ausgerechnet eine Politiker-Gattin im Folterstudio aus, hat die Stoppsignale ihrer Gespielen gerne mal überhört und immer ein wenig weiter gewürgt, um noch ein Quäntchen Lust aus dem Leib zu quetschen. Doch die fesselnderen Geschichten als diese Fessel-Geschichte bringen die Privatleben in den Krimi. SOS-Sex eben: Liebe – so oder so.

Die Lust verstrickt alle und jeden

VergrößernTeilen und Details

FOCUS Online

Plötzlich werden mitten in der Nacht vor dem Bukowschen Einfamilienhaus Rosen gestreut. Das war der Liebhaber der Frau, denkt nicht nur die Frau. Doch dann findet der Mann Liebesbriefchen, die ihm gelten. Ein Einbrecher kuschelt sich ins Bett und kratzt das Gesicht der Frau vom Paar-Foto. Die Polizei-Partnerin vom Landeskriminalamt wird beim Joggen niedergestochen. Wenigstens wird diese Kommissarin König (wieder sehr großartig: Anneke Kim Sarnau) mit den schönsten Szenen dieses „Polizeirufs“ belohnt. Als sie im Krankenhaus-Bett aufwacht und Bukow entdeckt, darf sie sagen: „Für’n Moment hab’ ich mich gewundert, was Sie in meinem Schlafzimmer machen.“ Ihren anderen Polizei-Kollegen nimmt sie sich moralisch zur Brust: „Man schläft nicht mit der Frau seines Freundes, zumindest nicht in meiner Welt.“ Und fürs große Ganze hat sie noch die Lebensweisheit parat: „Ist ein zäher Hund, die Vergangenheit.“

Erfolg beim Polizei-Dreier

Dieser Polizei-Dreier der besonderen Art stellt am Ende die rehbraune Ärztin als Täterin,  gerade noch kurz bevor ihre Liebe auch Bukow sprach- und zungenlos gemacht hätte. Dabei hat doch er Schönes zu sagen. „Auch wenn wir im Moment kein Traumpaar sind“, kuschelt er sich an seine Frau, die vom Seitenpfad mit dem Kollegen wieder auf den Hauptweg mit ihrem Mann einbiegt, „Ich geb’ uns nicht so schnell auf.“

Rettet den Kuschelsex!

Schließen wir mit der wichtigsten Frau dieses Krimis, der Kommissarin König. „Was ist aus dem guten alten Kuschelsex geworden?“, stöhnt sie zwischendurch auf. Jetzt aber Schluss mit der Gute-Nacht-Geschichte. Und ganz schnell ab ins Bett.

See more here:

TV-Kolumne: „Polizeiruf 110“ – „Was ist aus dem guten alten Kuschelsex geworden?“

Teilen:


Like this:

Like Loading…

Read more:  

TV-Kolumne: „Polizeiruf 110“ – „Was ist aus dem guten alten Kuschelsex geworden?“

Viele Restaurants und Hotels erwarten Preissteigerungen

Viele Restaurants und Hotels erwarten Preissteigerungen

Credit - 

Viele Restaurants und Hotels erwarten Preissteigerungen

Teilen:


Like this:

Like Loading…

Tags:

Link: 

Viele Restaurants und Hotels erwarten Preissteigerungen

ARD-Trend zur Postenvergabe – Deutsche wollen Dobrindt und Nahles nicht als Minister

ARD-Trend zur Postenvergabe – Deutsche wollen Dobrindt und Nahles nicht als Minister

From:

ARD-Trend zur Postenvergabe – Deutsche wollen Dobrindt und Nahles nicht als Minister

Teilen:


Like this:

Like Loading…

Tags:

View this article:  

ARD-Trend zur Postenvergabe – Deutsche wollen Dobrindt und Nahles nicht als Minister

Länder fordern NPD-Verbot – Holocaust-Überlebende sind erleichtert über Antrag

“Die Ideologie und die gesamte Partei NPD ist fremdenfeindlich, menschenverachtend, antisemitisch und antidemokratisch”, sagte der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) am Montag der Nachrichtenagentur dpa.  Die amtierende Bundesregierung hofft auf einen Erfolg des Verbotsantrags. Niemand könne wollen, dass ein solcher Antrag scheitere, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Der SPD-Innenpolitiker Michael Hartmann bedauerte indes, dass auch die neue Bundesregierung aus Union und SPD dem NPD-Verbotsantrag des Bundesrates nicht beitreten will. Die SPD habe dies in den Koalitionsverhandlungen gefordert, sich jedoch nicht durchsetzen können, sagte Hartmann der “Saarbrücker Zeitung”. 

“Man hätte NPD auch einfach sterben lassen können”

Die scheidende Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) gab zu bedenken, dass es nicht ausreiche, der NPD verfassungsfeindliche Ziele nachzuweisen. “Es bleibt nach wie vor die Anforderung, dass es sich um aggressiv, agitatorisch kämpferisches Handeln drehen muss, wenn ein Verbot erzielt werden soll”, sagte sie im Bayerischen Rundfunk. 

Auch der Grünen-Politiker Volker Beck zeigte sich skeptisch. Zwar bestehe an der antisemitischen, rassistischen und aggressiv-kämpferischen Grundhaltung der NPD kein Zweifel, sagte er der “Welt” (Dienstag). Ein Verbot müsse aber auch die Hürden der bisherigen Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte nehmen. “Dafür müsste die NPD tatsächlich den Bestand von Demokratie und Rechtsstaat gefährden. Diese tatsächliche Gefahr liegt bei einer Partei mit bundesweit ein bis zwei Prozent nicht sehr klar auf der Hand”, sagte Beck.
5962
“Man hätte die NPD auch einfach unbeachtet jeder Öffentlichkeit sterben lassen können.” 

Holocaust-Überlebende reagierten erleichtert auf den Antrag. “Jede Existenz von antisemitischen und rassistischen Parteien in demokratischen Gesellschaften” sei für die Überlebenden ein Angriff gegen ihre Würde, hieß es in einer Stellungnahme des Internationalen Auschwitz-Komitees. Der Verband vertritt die Interessen von Überlebenden der nationalsozialistischen Vernichtungslager. 

Source: 

Länder fordern NPD-Verbot – Holocaust-Überlebende sind erleichtert über Antrag

Teilen:


Like this:

Like Loading…

From - 

Länder fordern NPD-Verbot – Holocaust-Überlebende sind erleichtert über Antrag