
Die Commerzbank streicht bis 2016 rund 5200 von insgesamt 45 ;000 Vollzeitstellen im Konzern. Das teilte das teilverstaatlichte Institut am Mittwoch in Frankfurt mit.
Gleichzeitig plant die Bank in den kommenden vier Jahren über zwei Milliarden Euro zu investieren. Ende 2012 und Anfang diesen Jahres war bereits ein Abbau von 800 Vollzeitstellen beschlossen worden, die sich allesamt in Geschäftsbereichen befanden, die die Bank als nicht mehr strategisch ansieht. Diese sind Teil der genannten 5200 zu streichenden Jobs.
Hinzu kommt ein Abbau von 500 Vollzeitstellen im Ausland und in inländischen Töchtern. Nun sei mit dem Betriebsrat vereinbart worden, weitere 3 ;900 Vollzeitstellen in der Commerzbank AG Inland zu streichen. Davon werden rund 1 ;800 das Privatkundengeschäft betreffen. Das sei im Februar bereits angekündigt worden.
Die Commerzbank betonte, dass das Institut gleichzeitig „zur Umsetzung der strategischen Agenda“ bis zu 1 ;000 neue Vollzeitstellen schaffen werde. Im Rahmen ihrer strategischen Agenda plant die Bank in den kommenden vier Jahren über zwei Milliarden Euro zu investieren und gleichzeitig die Kosten stabil zu halten. Um das zu erreichen, müsse man die Erträge steigern und auf der anderen Seite weiter Kosten senken. Daher seien Anpassungen bei den Sachkosten und bei den Personalkosten unerlässlich.
Bei Erfolg keine betriebsbedingten Kündigungen bis 2016
Mit dem Betriebsrat wurde vereinbart, dass der ursprünglich bis Ende 2014 zugesagte Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen bei Erreichen vereinbarter Abbauziele bis zum Jahr 2016 verlängert wird. „Unser Ziel ist es, den Stellenabbau in vollem Umfang ohne betriebsbedingte Beendigungskündigungen zu realisieren“, sagt Personalvorstand Ulrich Sieber.
„Wir haben gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern einen Weg gefunden, deutliche Kosteneinsparungen vorzunehmen, um an anderer Stelle durch Investitionen unsere Wettbewerbsfähigkeit und Ertragskraft zu sichern.“
Möglichst viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter solle eine neue Tätigkeit vermittelt werden, sagte Sieber. Dazu werden neben der internen Jobbörse sogenannte M.O.V.E.-Center eingerichtet. Diese internen Vermittlungsstellen sollen den Mitarbeitern eine Übersicht der bankweit zu besetzenden Stellen bieten und sind Kompetenzcenter für den regionalen externen Arbeitsmarkt.
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