Ein ungewhnliches Hilfegesuch: Der unter Mordverdacht stehende ehemalige Brgermeister von Ludwigsfelde sucht ber eine Annonce Zeugen, die sein Alibi besttigen und so seine Unschuld beweisen knnen.
In einer am Wochenende im Anzeigenblatt „Blickpunkt“ verffentlichten Anzeige bittet der in Untersuchungshaft sitzende Heinrich Scholl um Untersttzung.
„Hat mich jemand am 29. Dezember 2011 in der Zeit von 12.00 Uhr bis 13.10 Uhr in oder auf dem Gelnde der Therme in Ludwigsfelde gesehen?“, heit es darin. Es ist der Tag, an dem seine Ehefrau Brigitte als vermisst gemeldet wurde. In der Anzeige, die sich unter anderem an die „lieben Ludwigsfelder“ wendet, folgt eine Beschreibung der Kleidung, die Scholl nach eigenen Angaben an dem Tag trug.
Leiche der Ehefrau in einem Wald entdeckt
Der ehemalige Brgermeister soll nach bisherigen Ermittlungen seine Ehefrau Ende Dezember 2011 heimtckisch ermordet haben. Auch ihren Hund soll er gettet haben. Die Leiche der Ehefrau war am 30. Dezember in einem Wald bei Ludwigsfelde entdeckt worden. Bislang ist nicht bekanntgeworden, ob der Fundort der Leiche auch der Tatort war. Scholl bestreitet die Vorwrfe.
ber die Anzeige hatte die Zeitung „Mrkische Allgemeine“ (Montag) berichtet. Der Text sei auch in anderen Wochenblttern erschienen, hie es. Ein solches Vorgehen habe er bisher noch nicht erlebt, sagte der Sprecher der Potsdamer Staatsanwaltschaft, Ralf Roggenbuck, am Montag. Im Zusammenhang mit der Anzeige seien bei der Behrde bislang noch keine Hinweise eingegangen.
Der Fall hatte in der rund 24 ;000 Einwohner zhlenden Stadt Fassungslosigkeit hervorgerufen. Es waren vor allem Hinweise aus der Bevlkerung, die zur Verhaftung von Scholl gefhrt haben. Er war von 1990 bis 2008 Brgermeister.
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Ex-Bürgermeister unter Mordverdacht – Beschuldigter sucht Zeugen per Zeitungsanzeige