+++ News-Ticker zu Protesten in Kiew +++ – Schwarzenegger ermutigt Klitschko per Youtoube-Video

+++ Oppositionelle: Gespräche mit Janokowitsch enttäuschend +++

+++ Parlament soll in Sondersitzung über Regierungsrücktritt entscheiden +++

+++ Klitschko zeigt sich kompromissbereit und fordert Gewaltverzicht +++

22.40 Uhr: Arnold Schwarzenegger sendet seine besten Wünsche an die Ukrainer und versucht ihnen Mut zu machen. Ein Video auf dem YouTube-Kanal der Klitschko-Brüder zeigt den ehemaligen Gouverneur von Kalifornien, der sich an die Demonstranten wendet. Er wünscht ihnen darin viel Glück für ihren “friedlichen Kampf für Demokratie und Freiheit.”

21.18 Uhr: Der ukrainische Oppositionspolitiker Klitschko hat Präsident Janukowitsch eine mangelnde Verhandlungsbereitschaft vorgeworfen und vor einer weiteren Eskalation der Proteste gewarnt. “Ich habe Angst vor dem, was uns in den nächsten Stunden und Tagen in der Ukraine bevorsteht”, sagte Klitschko der “Bild”-Zeitung. “Janukowitsch hat mit seiner Hinhaltetaktik und Pseudo-Verhandlungen diejenigen gestärkt, die auf den Straßen mit Gewalt reagieren wollen. Ein erneutes Blutvergießen wäre deshalb allein seine Schuld.”

20.06 Uhr: Die USA haben den ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch aufgefordert, keine Gewalt gegen Demonstranten anzuwenden. Gemeinsam mit der EU dränge man darauf, dass die ukrainische Regierung konstruktiv auf die friedlichen Proteste reagiere, erklärte US-Außenminister John Kerry beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Diplomaten der USA würden vor Ort bei Janukowitsch auf eine Beruhigung der Lage und eine Lösung auf dem Weg des Dialogs hinwirken. “Wir werden weiter auf der Seite des Volkes der Ukraine stehen”, sagte Kerry.

17:02 Uhr: Janukowitsch lenkt ein: Im ukrainischen Machtkampf hat Präsident Viktor Janukowitsch für die kommende Woche eine Regierungsumbildung versprochen. Er werde bei einer Sondersitzung des Parlaments am Dienstag einen entsprechenden Erlass unterzeichnen, kündigte der prorussische Staatschef am Freitag an. Ziel sei eine “optimale Variante für eine professionelle Regierung”. Zudem werde es Änderungen in umstrittenen Gesetzen zur Versammlungs- und Pressefreiheit geben, sagte Janukowitsch Medien zufolge. Bei Krisentreffen hatte er sich mit der Opposition bisher nicht auf eine Lösung der schweren Krise einigen können. 

13.06 Uhr: Angesichts der Eskalation der Gewalt in der Ukraine hat die Bundesregierung den ukrainischen Botschafter einbestellt. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier habe diesen Termin im Auswärtigen Amt für Freitagnachmittag angesetzt, sagte ein Ministeriumssprecher in Berlin. Ziel sei es, dem offiziellen Vertreter der Ukraine die Haltung der Bundesregierung deutlich zu machen. Es dürfe keine Gewaltanwendung geben, und die Gesetze zur Einschränkung der Demonstrationsfreiheit müssten überprüft werden, sagte der Sprecher. Die Regierung verurteile die “empörende Gewalt” in Kiew, bekräftigte auch Regierungssprecher Steffen Seibert.

07.16 Uhr: Führende ukrainische Oppositionelle haben sich enttäuscht über das Ergebnis eines vierstündigen Krisengesprächs mit Präsident Viktor Janukowitsch geäußert. „Das einzige, was wir bei unserem Treffen mit Janukowitsch erreicht haben, ist das Versprechen, alle Demonstranten freizulassen”, sagte Ex-Profiboxer Vitali Klitschko. Die Nacht zum Freitag ist ohne Krawalle verlaufen.

22.55 Uhr: Oppositionspolitiker Vitali Klitschko bat die Demonstranten im Zentrum von Kiew um Geduld und einen “Waffenstillstand”. Die prorussische Führung habe zugesagt, die etwa 100 festgenommenen Protestierer binnen drei Tagen freizulassen, sagte der Ex-Boxweltmeister am Donnerstagabend nach den fast fünfstündigen Gesprächen. “Ich hoffe, sie hält ihr Versprechen.” Die Menge reagierte mit Pfiffen und “Schande”-Rufen. ´

22.28 Uhr: Der internationale Druck auf Janukowitsch steigt: Die USA haben dem ukrainischen Präsidenten mit Konsequenzen gedroht, sollte die Gewalt gegen Demonstranten eskalieren. Vizepräsident Joe Biden habe Janukowitsch in einem Telefonat dazu gedrängt, die politische Krise auf friedlichem Weg zu lösen, teilte das Präsidialamt in Washington am Donnerst
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ag mit. Sollte es dagegen zu einem weiteren Blutvergießen in Kiew kommen, werde dies Konsequenzen in den Beziehungen mit den USA haben. Ein Sprecher des US-Präsidialamts fügte hinzu, damit seien auch Sanktionen gemeint.

21.48 Uhr: Nach den Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch haben die Oppositionsvertreter neue Zuversicht für ein Ende der Gewalt: Es gebe nun eine “große Chance”, die Krise ohne weiteres Blutvergießen zu beenden, sagte Arseni Jazenjuk von der Partei Vaterland. Gemeinsam mit Boxweltmeister Vitali Klitschko und Oleg Tiagnibok von den Nationalisten hatte er mehrere Stunden mit Janukowitsch verhandelt.

21.15 Uhr: Das Krisengespräch zwischen dem ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch und der Opposition hat sich am Donnerstagabend stundenlang hingezogen. “Wir verhandeln, und ich hoffe, dass wir heute eine Vereinbarung treffen, die uns einen Neustart erlaubt“, sagte die Abgeordnete Anna German von der regierenden Partei der Regionen, eine Vertraute Janukowitschs, in einer Fernsehsendung.

20.20 Uhr: Die ukrainische Regierung hat sich für die mutmaßliche Misshandlung eines Demonstranten durch eine Spezialeinheit der Polizei entschuldigt. Das Innenministerium bitte “wegen des indiskutablen Handelns von uniformierten Personen” um Entschuldigung, hieß es am Donnerstagabend in einer Erklärung des Ministeriums. In einem auf der Onlineplattform Youtube veröffentlichten Video ist zu sehen, wie ein nackter Mann bei seiner Festnahme im Schneetreiben von Sicherheitskräften schikaniert wird.

19.45 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit Präsident Viktor Janukowitsch telefoniert. Bei dem Gespräch seien “Möglichkeiten eines friedlichen Auswegs aus der politischen Krise und Wege einer Stabilisierung in der Ukraine” besprochen worden, teilte der Pressedienst des Staatsoberhauptes in Kiew am Donnerstag mit. 

19.23 Uhr: EU-Erweiterungskommissar Stefan Füle wird am Freitag zu Gesprächen mit den Konfliktparteien nach Kiew reisen, wie ein Kommissionssprecher am Donnerstag in Brüssel mitteilte. In der kommenden Woche wird die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton folgen. Sie rief beide Seiten auf, die Tür zum Dialog offen zu halten.

19.06 Uhr: Vitali Klitschko hat stärkeren internationalen Druck auf Präsident Janukowitsch gefordert. “Das Regime Janukowitsch hat mit Terror gegen das eigene Volk begonnen”, sagte der 42-Jährige am Donnerstag nach Angaben seiner Partei Udar (Schlag). “Menschen kommen um, Aktivisten verschwinden, Verletzte werden aus Krankenhäusern entführt”, erklärte der Ex-Boxweltmeister.

18.36 Uhr: Präsident Janukowitsch hat die Opposition zur Kompromissbereitschaft aufgefordert. Die müssten eine konstruktive Position einnehmen, sagte er der Agentur Interfax. “Die Führung tut alles, um Frieden und Stabilität in der Ukraine zu gewährleisten”, erklärte der prorussische Staatschef.  „Heute gibt es kein “Wir” und kein “Ihr” – alle Menschen gehören zu unserem ukrainischen Volk”, sagte er. „Und es ist nicht wichtig, wie dieser oder jener zum Machtlager und zur Opposition steht. Für uns sind alle gleich wichtig und stehen uns gleich nahe“, sagte Janukowitsch.

18.07 Uhr: In der nordwestlich gelegenen Stadt Rowno drangen hunderte Protestierende in das Gebietsverwaltungsgebäude ein. Sie wurden mit Tränengas zurückgetrieben. In Tscherniwizi in der Bukowina wurden Versammlungen mit mehr als 100 Teilnehmern verboten.

17.50 Uhr: In mehreren zentral- und westukrainischen Städten haben wütende Regierungsgegner Verwaltungsgebäude gestürmt. In Lwiw zwangen Demonstranten den von Janukowitsch einegesetzten Gouverneur Oleg Salo ein Rücktrittsgesuch zu unterzeichnen. Salo hat die Unterschrift inzwischen aber widerrufen, berichten örtliche Medien.

16.45 Uhr: EU-Kommissionspräsident Barroso schlägt einen härteren Ton an. Er drohte Janukowitsch in einem Telefonat mit “ernsten Konsequenzen für die Beziehungen der Ukraine zur EU”, falls die Gewalt gegen Demonstranten weitergehe. Zu möglichen Sanktionen gegen die Ukraine wollte sich Barroso zum jetzigen Zeitpunkt nicht äußern. Zunächst wolle die EU versuchen, einen Dialog zwischen Regierung und Opposition in Gang zu setzen. „Wir wollen Raum für Dialog schaffen, wir wollen Frieden in diesem Land“, sagte Barroso der „Welt“.

16.17 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hält Sanktionen gegen die Ukraine derzeit nicht für angebracht. Dies sei “nicht das Gebot der Stunde”, sagte sie nach Ende der Kabinettsklausur in Meseberg. Es müsse vielmehr darum gehen, in Kiew “Gesprächskanäle zu eröffnen”

15.35 Uhr: Nach der Drohung der ukrainischen Opposition mit einer Eskalation der Gewalt kommt offenbar Bewegung in die festgefahrenen Fronten. Viktor Janukowitsch hat eine Sondersitzung des Parlaments in Kiew beantragt. Janukowitsch habe Parlamentspräsident Wolodymyr Rybak getroffen und eine “schnelle Lösung” für den Konflikt gefordert. Das Parlament soll kommende Woche auch über den Rücktritt der Regierung beraten.

14.41 Uhr: Das geplante Krisentreffen zwischen Viktor Janukowitsch und der Opposition verzögert sich bis zum Nachmittag. Vitali Klitschko betonte, der pro-russischen Führung sei kein Ultimatum gestellt worden. “Wir zeigen Bereitschaft, einen Kompromiss zu finden, aber dafür muss es auch Schritte des Machtlagers geben”, sagte er. Der Ex-Boxweltmeister fordert die Führung auf: “Stellen Sie den Terror gegen die Aktivisten ein.” Klitschko hatte verlangt, Janukowitsch müsse bis zum Donnerstagabend Forderungen nach Neuwahlen erfüllen.

14.32 Uhr: Im ukrainischen Machtkampf soll das Parlament in einer Sondersitzung über den Rücktritt von Regierungschef Nikolai Asarov entscheiden. Das kündigte Parlamentspräsident Wladimir Rybak Medien zufolge bei einem Treffen mit Staatschef Viktor Janukowitsch in Kiew an.

14.20 Uhr: Präsident Viktor Janukowitsch plant nach EU-Angaben nicht die Verhängung des Ausnahmezustands in der Ukraine. Eine entsprechende Zusicherung habe Janukowitsch EU-Kommissionschef José Manuel Barroso am Telefon gegeben.

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Neue Nummer und neue Optik: BMW nennt das Coupé …

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Das neue BMW M235i Coupé im Test
Neue Nummer und neue Optik: BMW nennt das Coupé auf 1er-Basis künftig 2er. Dessen vorerst schärfste Variante ist der M235i mit 326 PS. Ist die Kurzware der BMW M4 des kleinen Mannes?.

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Pietro Vitalini machte den Abflug, Kristian Ghedina die …

“PIETRO VITALINI MACHTE DEN ABFLUG, KRISTIAN GHEDINA DIE …”

21.01.14 | 04:03 Uhr | 3 mal gelesen | So gefunden auf derstandard.at

Streif: Video-Kollektion – Zehn Momente, zehn Videos, ein Mythos
Pietro Vitalini machte den Abflug, Kristian Ghedina die Grätsche und Hans Grugger seinen Frieden

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Chantal Akerman, Lukas Bärfuss, Güzin Kar und Jean Ziegler …

Chantal Akerman, Lukas Bärfuss, Güzin Kar und Jean Ziegler …

Es werden einige prominente Gäste erwartet
Chantal Akerman, Lukas Bärfuss, Güzin Kar und Jean Ziegler besetzen die diesjährige Jury «Prix de Soleure» an den 49. Solothurner Filmtagen

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Köln – Wachsende Gewaltbereitschaft, ungewöhnlicher Ort. …

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Fan-Forscher: Handeln zunehmend entgrenzter
Köln – Wachsende Gewaltbereitschaft, ungewöhnlicher Ort. Mit Bestürzung hat Fußball-Deutschland auf die Randale von sogenannten Fußball-Fans inmitten der Kölner City reagiert.

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Der Mitglieder-Riese wankt – Gelber Engel und schwarzer Teufel: Das sind die dunklen Seiten des ADAC

Eine deutsche Institution ist seit dem Wochenende erschüttert. Der ADAC, Deutschlands größter Verein, steht im öffentlichen Kreuzfeuer. Unter großem Druck musste der Automobilclub am Montag Manipulationen einräumen: Die Stimmenzahlen beim Preis   “Gelber Engel” seien geschönt worden.

Der Sumpf scheint tiefer als zunächst angenommen: Denn der ADAC-Kommunikationschef Michael Ramstetter soll die Teilnehmerzahlen zu der Umfrage zum “Lieblingsauto der Deutschen” über Jahre hinweg nach oben frisiert haben.

Es ist ein schwerer Schlag für den ADAC, eine deutsche Institution, deren guter Ruf vor allem auf dem Vertrauen seiner 19 Millionen Mitglieder gründet. Der Verein hat damit mehr Mitglieder als alle deutschen Parteien und Gewerkschaften zusammen. Nur Rundfunkbeitragszahler gibt es noch mehr. Und bsher kamen beim ADAC jede Minute durchschnittlich zweieinhalb neue Club-Beitragszahler hinzu – freiwillig.

ADAC schlägt Greenpeace und das Deutsche Rote Kreuz

Gerade deswegen stellt sich jetzt die Frage: Ist das große Vertrauen, das der ADAC genießt, gerechtfertigt?

Die ARD hatte in ihrer Doku-Serie “Markencheck” im Januar 2013 untersucht, woher der große Zuspruch für den Club kommt. Die Ergebnisse sind jetzt, wo dem Gelben Engel die Flügel gestutzt werden, aktueller denn je.

In einer ersten Straßenbefragung gewann der schwarz-gelbe Club damals sogar gegen das Deutsche Rote Kreuz, die AOK und Greenpeace. Wohl auch, weil der ADAC so viele Mitglieder und vielen davon bereits einmal geholfen hat. Dem La Gomera-Urlauber Georg Dahl etwa, der sich beim Wellensturz beide Oberarme brach und den der Club heim in ein deutsches Krankenhaus brachte. Oder den 4,1 Millionen Pannen-Gestrandeten jährlich, denen ein gelber Engel erschien.

Vertrauen in den ADAC „übertrieben“

Klar wurde in der Doku aber auch, dass der ADAC ein riesiger Machtapparat ist: Der Club betreibt exzessive Lobbyarbeit – die nicht immer im Sinne seiner Mitglieder ist. Der heutige Grünen-Fraktionsvorsitzende Anton Hofreiter, damals Vorsitzender des Verkehrsausschusses im Bundestag, spricht von Druck auf Abgeordnete. Auto-Papst Ferdinand Dudenhöffer sagt, der Club werfe seine große Zahl von Mitgliedern zu oft in die Waagschale – und die könnten sich dagegen nicht wehren.

Mit eigenen repräsentativen Umfragen zeigt die ARD etwa, dass 78 Prozent der Mitglieder für die 0,0-Promille-Grenze beim Autofahren seien, der ADAC aber dagegen. Ein Sprecher des ADAC wies auf Anfrage von FOCUS Online darauf hin, dass der Club eine neue eigene Befragung zu diesem Thema machen und der ADAC sich je nach Ergebnis „intern Gedanken dazu machen“ werde. „Es macht ja keinen Sinn, gegen die öffentliche Meinung zu argumentieren.“

Die ARD-Marken-Checker kommen zu dem Schluss, dass das Vertrauen in den ADAC sei „übertrieben“ sei. Das stimmt – weil die meisten Mitglieder dem Club nicht seiner Lobbyarbeit wegen trauen, sondern seiner Leistungen wegen. Den Lobbyismus bezahlen sie eben gleich mit.

Als Test und Pannenhelfer unschlagbar

Denn in seinem Kerngeschäft ist der Club ziemlich unangreifbar. In einem nicht repräsentativen Vergleichstest mit zwei anderen Automobilclubs holen sich die Gelben Engel den Heiligenschein der schnellsten und zuverlässigsten Pannenhelfer. Als Retter in der Not sei der Club „verlässlich“, folgert der ARD-Markencheck.

Und auch als Tester sei der Club „überzeugend“. Und das, obwohl Ferdinand Dudenhöffer die Partnerschaft mit Shell (Mitglieder tanken billiger) etwa anprangert – weil der ADAC ständig zum preisbewussten Tanken aufrufe und die Mitglieder dann zum profitgierigen Mineralölkonzern schicke. Aber die ARD vergleicht 500 Tests des Clubmagazins Motorwelt, in denen ADAC-Partner bewertet werden mit den Ergebnissen zweier anderer Fachmagazine. Ergebnis: Keine Vorteilnahme feststellbar.

Teils zweifelhafter Umgang mit Mitarbeitern

Einen schwarzen Fleck aufs schwarz-gelbe Logo macht allenfalls das letzte geprüfte Kriterium: der Umgang mit Mitarbeitern. In zwei der 18 Bezirke deckt der Beitrag Verstöße von Vorgesetzten gegen Mitarbeiterrechte auf. So ist es offenbar in Nordbayern zu sexistischen Übergriffen und Mobbing gekommen, in Niedersachsen wird anscheinend Betriebsratsarbeit systematisch behindert.

Die Münchner Zentrale beruft sich hingegen auf die Eigenständigkeit der Regionalclubs – auch gegenüber FOCUS Online – und will die dortigen internen Vorgänge nicht kommentieren. Alles andere als vorbildlich für einen so großen Arbeitgeber, der auch für seine Unterorganisationen verantwortlich ist. Das wird dem großen Vertrauen, das dem ADAC entgegengebracht wird, wenig abträglich sein. Aber vielleicht erlaubt die große Reichweite des Markenchecks dem Club eine andere Einschätzung der Missstände.

Dudenhöffer fordert Zerschlagung des ADAC

Handeln muss der ADAC jetzt jedenfalls – und es ist weit mehr gefragt als bloßes Krisenmanagement. Denn die Kritiker wetzen schon die Messer: Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer hält den ADAC mit seiner derzeitigen Organisationsstruktur für gescheitert. “Es gibt keine Kontrolle beim ADAC. Man schottet sich ab”, sagte Dudenhöffer am Montag im Bayerischen Rundfunk. Arrogant und selbstherrlich sei der Verein. “Offensichtlich ist das System ein Nährboden dafür, dass sich Dinge entwickeln, die sich in Unternehmen nicht entwickeln dürfen.” 

Kosmetische Änderungen genügten nicht mehr, der ADAC brauche “eine völlig neue Struktur”. Sonst werde er seine Glaubwürdigkeit verlieren. Nach Ansicht des Experten, der Professor an der Universität Duisburg-Essen ist, sollte der ADAC in einen Pannenservice und ein Wirtschaftsunternehmen aufgeteilt werden. Denn es gebe Verflechtungen, die mit der Unabhängigkeit von einer Testorganisation nichts zu tun hätten.  

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Der Mitglieder-Riese wankt – Gelber Engel und schwarzer Teufel: Das sind die dunklen Seiten des ADAC

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16 Tote bei Taliban-Anschlag auf Restaurant in Kabul

16 Tote bei Taliban-Anschlag auf Restaurant in Kabul

Kabul (dpa) – Nach dem Selbstmordanschlag in einem Restaurant im Diplomatenviertel der afghanischen Hauptstadt Kabul ist die Zahl der Toten gestiegen. Bei dem Angriff seien mindestens 16 Menschen getötet worden, darunter 13 Ausländer, sagte der Polizeichef von Kabul, Mohammad Zahir. Angaben zur Nationalität der Getöteten lagen auch am späten Abend noch nicht vor. Auch die Behauptung der Taliban, wonach Deutsche unter den Opfern seien, wurde zunächst nicht bestätigt. Die drei Taliban-Kämpfer, die das Restaurant angriffen, starben ebenfalls.

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