Volk leidet und Diktator Kim Jong-Un testet – Raketenflop kostet Nordkorea 850 Millionen Dollar

Die EU-Auenbeauftragte Catherine Ashton nannte Nordkoreas Raketen-Test „gefhrlich und destabilisierend“. 850 Millionen Dollar soll die Aktion gekostet haben. In einem Land, in dem eines von drei Kindern an Hunger leidet.

Die Europische Union und Russland haben den Raketenstart Nordkoreas als Verletzung der internationalen Verpflichtungen des Landes verurteilt. Die EU-Auenbeauftragte Catherine Ashton kritisierte am Freitag in Brssel, dass Nordkorea gegen die Resolution 1874 des UN-Sicherheitsrates verstoen habe. Diese fordert von Nordkorea einen Verzicht auf den Start jeglicher ballistischer Raketen. Die Auenbeauftragte sei „tief betrbt“ und nannte die Aktionen „gefhrlich und destabilisierend“. Ashton rief die nordkoreanische Regierung dazu auf, knftig „jegliche Handlungen zu unterlassen, die die Spannungen in der Region weiter verschrfen knnten.“ Zugleich bot die EU ihre Untersttzung zur Wahrung des Friedens auf der koreanischen Halbinsel an.

Das russische Auenministerium wertete den missglckten Raketenstart in einer ersten Reaktion ebenfalls als Versto gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrates. Die UN-Resolution 1874, die nach einem nordkoreanischen Raketenstart im Jahr 2009 beschlossen wurde, fordere das Land dazu auf, auf den Abschuss „ballistischer Raketen“ zu verzichten, sagte ein Ministeriumsvertreter der Nachrichtenagentur Interfax. Dabei gehe es sowohl um militrische als auch um zivile Raketenstarts.

Sdkorea, Japan und USA sprechen von Provokation

Russland, China und Indien riefen alle Seiten zu Zurckhaltung auf. Alle Beteiligten mssten nun ein „Hchstma an Verantwortung und Zurckhaltung zeigen“ und Anstrengungen fr eine Wiederaufnahme der Sechs-Lnder-Gesprche ber das nordkoreanische Atomprogramm unternehmen, sagte der russische Auenminister Sergej Lawrow nach einem Treffen mit seinen Kollegen aus China und Indien am Freitag in Moskau. Als Reaktionen drften nur diplomatische und politische Manahmen ergriffen werden.

Nordkorea hatte mit seinem missglckten Raketenstart international heftige Kritik auf sich gezogen. Sdkorea, Japan und die USA sprachen von einer schweren Provokation und einer Gefhrdung der Sicherheit in der Region. Whrend der Satellit nach offizieller Darstellung Pjngjangs Daten ber Wlder und Ressourcen in Nordkorea sammeln sollte, vermuteten die USA und mehrere ihrer Verbndeten einen unzulssigen Raketentest fr das nordkoreanische Atomprogramm. Die Rakete zerbrach jedoch kurz nach dem Start und strzte ins Meer.

850 Millionen Dollar fr missglckten Raketenstart

Der Test der Langstreckenrakete vom Typ Paepodong-2 hat Nordkorea laut blick.ch 850 Millionen Dollar gekostet. Mit diesem Geld htte Nordkorea 2,5 Millionen Tonnen Mais und 1,4 Millionen Tonnen Reis kaufen knnen, so blick. Nordkorea ist auf Leb
ensmittellieferungen aus dem Ausland angewiesen. Eines von drei Kindern ist unterernhrt. Als Reaktion auf den Test hat Amerika seine Untersttzung vorlufig eingestellt.

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