
Keine leichte Entscheidung, doch die Familie hat Vorrang: Die Parteivorsitzende der Linken, Gesine Ltzsch, tritt von ihrem Amt zurck. In Zukunft will sie sich mehr um ihren Mann kmmern.
Gesine Ltzsch tritt berraschend vom Vorsitz der Linkspartei zurck. Als Grund nannte sie die Erkrankung ihres Mannes. Sie habe sich nach reiflicher berlegung entschieden, das Amt der Vorsitzenden der Partei niederzulegen, teilte sie am spten Dienstagabend in Berlin mit. „Diese Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Meine familire Situation lsst jedoch eine hufige Abwesenheit von meinem Wohnort Berlin nicht mehr zu“, heit es in der Erklrung.
Sie werde sich knftig auf ihr Mandat als Bundestagsabgeordnete konzentrieren, teilte Ltzsch weiter mit. Die 50-Jhrige ist seit Mai 2010 zusammen mit Klaus Ernst Vorsitzende der Linkspartei „Ich werde mich knftig auf mein Mandat als Berliner Bundestagsabgeordnete konzentrieren.“ Ein Sprecher der Partei besttigte den Rcktritt auf Anfrage. Ltzsch fhrte die Partei gemeinsam mit Klaus Ernst.
Umstrittenes Glckwunschtelegramm an Fidel Castro
Noch im Oktober hatte sie angekndigt, dass sie bei der Wahl der neuen Parteifhrung in diesem Jahr erneut fr den Parteivorsitz kandidieren wolle.
Ltzsch und Ko-Parteichef Klaus Ernst werden in der Linken entscheidend mitverantwortlich fr das schlechte Erscheinungsbild der Partei gemacht. So geriet die Partei etwa wegen einer von Ltzsch ausgelsten Kommunismusdebatte in Bedrngnis, aber auch wegen eines
umstrittenen Glckwunschtelegramms an den kubanischen Revolutionsfhrer Fidel Castro.
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Vollkommen unerwartet – Linke-Parteivorsitzende Lötzsch tritt zurück
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