WAZ: Städt- und Gemeindebund: Kitas notfalls auch mit Hilfskräften

May 26, 2012
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WAZ: Stdt- und Gemeindebund: Kitas notfalls auch mit Hilfskrften

Essen (ots) – Eltern, die ihre Kleinkinder ab August 2013 in die U3-Betreuung geben wollen, mssen damit rechnen, dass ihr Nachwuchs dort ber lngere Zeit auch von ungelerntem Personal betreut wird. Trotz des Rechtsanspruchs auf einen Krippenplatz werde es “eine bergangsphase von ein bis zwei Jahren” geben, heit es beim Stdte- und Gemeindebund. Angesichts des Erziehermangels schlgt der Verbandsprsident, der Bergkamener Brgermeister Roland Schfer (SPD) vor, “vorbergehend auch Hilfskrfte im Sozialen Jahr oder aus dem Bundesfreiwilligendienst zu beschftigen. Dies berichten die Zeitungen der WAZ-Gruppe (Samstagausgaben).

Ein katastrophaler Vorschlag, der zulasten der Kinder geht”, sagt Heinz Hilgers, Prsident des Kinderschutzbundes. Auch bei anderen Verbnden ist die Sorge gro: “Fr eine bergangszeit wird man punktuell mit Provisorien leben knnen”, so Thomas Krger, Prsident des Kinderhilfswerks. Der Einsatz von Hilfskrften drfe aber nicht “Einstieg in eine Verschlechterung der Standards” sein. “Fr ein Jahr ist das machbar, aber es kann nicht sein, dass ein ganzer Kita-Jahrgang mit Provisorien gro wird.” Peter Wenzel vom Kita-Zweckverband des Bistums Essen ist emprt: “Wrde man sich in einen OP-Saal legen, in dem jeder zweite Arzt ungelernt ist?” Die Bundesregierung will jetzt auf den schleppenden Ausbau reagieren und zustzliche Mittel bereitstellen, hie es im Familienministerium. Unklar ist, wie gro die Finanzspritze ausfallen wird – im Gesprch sind mehrere hundert Millionen Euro. In NRW fehlen noch immer 27.000 Pltze fr Unter-Dreijhrige – gemessen am durchschnittlichen Bedarf. Tatschlich liegt die Nachfrage in Grostdten aber deutlich hher als in lndlichen Gemeinden. Stdtebund-Prsident Schfer fordert deshalb: “Um allen Eltern, die einen Platz brauchen, ein Angebot zu machen, msste der Bund rund drei Milliarden Euro zustzlich ausgeben.” In Berlin heit es, NRW habe noch lngst nicht alle Bundesgelder abgerufen. Landesministerin Ute Schfer sagt: “Das ist Quatsch. Wir haben jeden Euro den Jugendmtern zugeteilt.”

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